Italiens Premierministerin Giorgia Meloni erklärte in einem Interview mit der Agentur Bloomberg, dass die Rolle der Regierung in der ältesten Bank der Welt, der Monte dei Paschi di Siena (MPS), beendet sei. Diese Erklärung löste eine sofortige Reaktion an der Mailänder Börse aus, wo die Aktien der Institution Verluste verzeichneten. Gleichzeitig kritisierte die Regierungschefin die Zollpolitik von Donald Trump und nannte sie einen Fehler, und kündigte den Kampf gegen europäische Umweltvorschriften an, die die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie beeinträchtigen.
Ende der staatlichen Aufsicht über MPS
Premierministerin Meloni erklärte den vollständigen Rückzug der Regierung aus dem Einfluss auf die Geschäftsführung der ältesten Bank der Welt, was zu Kursverlusten an der Börse führte.
Kritik an US-Zollpolitik
Die italienische Premierministerin bezeichnete öffentlich die von Donald Trump geplanten Einfuhrzölle als Fehler und warnte vor Schäden für den Handel.
Druck in Sachen ETS und Klima
Die italienische Regierung fordert die Aussetzung des Systems für Gebühren für CO2-Emissionen, das sie als Hindernis für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie ansieht.
Kraftstoffpreisanstieg in Italien
Der Preis für Dieselkraftstoff an Autobahntankstellen erreichte einen Rekordwert von 2,08 Euro pro Liter, und Erdgas verteuerte sich um 3,7 Prozent.
Ende Februar 2026 richtete sich die Aufmerksamkeit der europäischen Finanzmärkte auf Rom und Mailand. Premierministerin Giorgia Meloni verkündete in einer wegweisenden Erklärung, dass der Prozess der Privatisierung und des Ausstiegs des Staates aus dem Aktionariat der Bank Monte dei Paschi di Siena politisch abgeschlossen sei. Die Regierung beabsichtigt nicht mehr, Einfluss auf die Unternehmensführung oder die Besetzung von Managementpositionen zu nehmen, was das Kapitel der öffentlichen Finanzspritze für diese Institution endgültig abschließen soll. Diese Information fiel zeitlich mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Mailand zusammen, die angebliche Unregelmäßigkeiten und Absprachen unter Aktionären im Banken- und Versicherungssektor seit 2019 untersucht, was die Kurse des Finanzsektors an der Piazza Affari zusätzlich belastete. Im Bereich der internationalen Politik nahm Meloni eine selbstbewusste Haltung gegenüber der neuen US-Administration ein und wies darauf hin, dass der von Donald Trump geförderte Handelsprotektionismus eine Sackgasse für die Weltwirtschaft sei. Die italienische Premierministerin baut gleichzeitig innerhalb der Europäischen Union eine breite Koalition gegen die strengen Bestimmungen des Green Deal auf. Italien drängt auf eine Aussetzung des Systems für den Handel mit Emissionszertifikaten ETS, das Minister Adolfo Urso als schädliche Steuer bezeichnete, die die Entwicklung von Unternehmen behindere. Der staatliche Interventionismus im italienischen Bankensektor hat eine lange Tradition, die bis in die Nachkriegszeit zurückreicht. Nach der Schuldenkrise der Eurozone im Jahr 2011 zwang Brüssel jedoch Rom zu strengen Regeln für staatliche Beihilfen, was die MPS-Angelegenheit zu einem Symbol für die schwierigen Beziehungen zwischen Regierung und Kapitalmarkt machte. Auf den Rohstoffmärkten wurden besorgniserregende Preisanstiege bei Energieträgern verzeichnet. Erdgas an der Börse in den Niederlanden verzeichnete Rückgänge und stabilisierte sich bei etwa 31,3 Euro pro Megawattstunde. Noch stärkeren Druck spüren Autofahrer auf italienischen Autobahnen, wo der Preis für Diesel mit Service die Marke von 2,08 Euro pro Liter überschritten hat. Die italienische Energiediplomatie versucht derzeit, diese Kosten durch Druck in Brüssel zur Lockerung von Umweltnormen für Transport und Schwerindustrie auszugleichen, mit dem Argument, dass ein zu schneller Ausstieg aus fossilen Brennstoffen die soziale und wirtschaftliche Stabilität des Landes gefährde. Unterdessen zeigen Daten von Istat, dass Italien trotz eines Rückgangs des Handelsvolumens mit Ländern außerhalb der EU einen Handelsüberschuss von über 2,1 Milliarden Euro erzielen konnte. „Il ruolo del governo in Mps è finito, nessuna influenza sulla governance” (Die Rolle der Regierung bei MPS ist beendet, kein Einfluss mehr auf die Unternehmensführung) — Premierministerin Giorgia Meloni
Mentioned People
- Giorgia Meloni — Premierministerin Italiens, verkündete das Ende der Regierungsrolle in der Bank MPS.
- Adolfo Urso — Minister für Unternehmen und 'Made in Italy', Kritiker des ETS-Systems.
- Donald Trump — Präsident der USA, dessen Zollpolitik von Meloni kritisiert wurde.