Die uniformierten Dienste und Finanzinstitutionen schlagen Alarm über eine zunehmende Welle von Cyberkriminalität, die sich gegen Nutzer des Online-Bankings und Messenger-Dienste richtet. In den letzten Tagen wurde eine internationale Geldwäsche-Gruppe zerschlagen und eine Welle von Phishing-Angriffen, die sich als bekannte Marken ausgeben, verzeichnet. Experten weisen auf Telegram als die am schnellsten wachsende Quelle für Zahlungsbetrug hin, während polnische Banken, darunter Pekao S.A. und PKO BP, dringende Warnungen für ihre Kunden veröffentlichen.

Zerschlagung einer Gruppe, die Millionen wäscht

Die Behörden haben ein System von Kryptowährungs-Wechselstuben und Call Centern abgeschafft, die zur Wäsche von etwa 20 Mio. PLN aus Anlagebetrug dienten.

Bankwarnung für Kunden

Die Banken Pekao S.A. und PKO BP warnen vor gefälschten Anhängen und Versuchen, Anmeldedaten per Telefon und E-Mail zu erschleichen.

Telegram als Paradies für Betrüger

Die Zahl der Zahlungsbetrugsfälle auf diesem Messenger stieg im Jahr 2025 um 233% und übertraf damit andere Plattformen in Bezug auf das Wachstumstempo.

Betrug mit Kraftstoffen und Heizmaterial

Die Polizei warnt vor gefälschten Angeboten zum Verkauf von Ökobriketts zu Sonderpreisen sowie Investitionen in fiktive Aktien von Kraftstoffunternehmen.

Ende Februar 2026 brachte eine kumulierte Welle von Berichten über fortschrittliche Cyberkriminalitätsoperationen, die sowohl Massen-Phishing als auch ausgeklügelte Geldwäsche umfassen. Das Zentrale Büro zur Bekämpfung der Cyberkriminalität gab die Zerschlagung einer internationalen Struktur bekannt, die Kryptowährungs-Wechselstuben zur Legalisierung von Mitteln aus Internetbetrug nutzte. Die Ermittler schätzen das Ausmaß der Aktivitäten dieser Gruppe auf etwa 20 Mio. PLN. Festnahmen fanden unter anderem in Breslau statt, wo ein gefälschtes Call Center betrieben wurde, das dazu diente, Opfer unter dem Deckmantel von Investitionen in Aktien von Kraftstoffunternehmen zu manipulieren. Gleichzeitig kämpft der Bankensektor mit einer neuen Kampagne von Schadsoftware, die in E-Mail-Anhängen verschickt wird. Die Bank Pekao S.A. gab eine Mitteilung heraus, die vor dem Öffnen verdächtiger Korrespondenz warnt, die zur Übernahme der Kontrolle über das Konto und zum Diebstahl von Ersparnissen führen kann. Ähnliche Warnungen kommen von Revolut und PKO BP, wo Kriminelle immer subtilere Methoden anwenden, darunter Angriffe auf die sogenannte BLIK-Nummer und das Vorgeben, Mitarbeiter der Hotline zu sein. Statistiken aus dem italienischen und spanischen Markt bestätigen den globalen Trend: Die Plattform Telegram verzeichnete einen Anstieg von Zahlungsbetrug um mehr als 233 Prozent im Jahresvergleich und wurde damit neben dem Dienst Facebook zu einem der Hauptwerkzeuge in den Händen von Cyberkriminellen. Die Phishing-Methode hat sich von einfachen Rechtschreibfehlern zu technisch ausgefeilten Kopien von Webseiten entwickelt, die für den durchschnittlichen Nutzer kaum von den Transaktionssystemen großer Banken zu unterscheiden sind.Neben systemischen Angriffen verzeichnet die Polizei zahlreiche Fälle von Betrug mit sozialtechnischem Charakter. Zu den Opfern gehören Senioren, die ihre lebenslangen Ersparnisse nach Telefonanrufen von angeblichen Polizisten verlieren, aber auch jüngere Menschen, die nach Konzerttickets oder Gelegenheiten zum Kauf von Ökobriketts suchen. In einem der drastischen Fälle verlor eine Bewohnerin Pommerns über 200.000 PLN, weil sie glaubte, an einer Aktion zur Sicherung ihres Kontos vor einem Angriff teilzunehmen. Beamte aus Garwolin haben gerade eine Anklageschrift gegen eine Gruppe eingereicht, die gefälschte Investitionen anbot, was zeigt, dass die Strafverfolgungsbehörden trotz des Ausmaßes der Bedrohung einzelne Glieder der kriminellen Kette effektiv identifizieren und eliminieren. „Koniec działalności kantorów kryptowalutowych - rozbicie zorganizowanej grupy przestępczej piorącej pieniądze z licznych oszustw” (Das Ende der Aktivitäten von Kryptowährungs-Wechselstuben - Zerschlagung einer organisierten kriminellen Gruppe, die Geld aus zahlreichen Betrügereien wäscht) — Zentrales Büro zur Bekämpfung der Cyberkriminalität Geldwäsche mit digitalen Vermögenswerten ist nach 2009 zu einer Herausforderung für das globale Finanzsystem geworden und hat die Einführung restriktiver Verfahren zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung (AML) erzwungen.

Perspektywy mediów: Liberale Medien legen größeren Wert auf Sicherheitslücken in Banksystemen und die Notwendigkeit der digitalen Bildung der Bürger als Verteidigung gegen Angriffe. Konservative Medien betonen die Notwendigkeit einer Verschärfung der Strafen für Cyberkriminelle und die Rolle effektiver Maßnahmen der Polizei und Geheimdienste im Kampf gegen Gruppen.