Eine Gruppe von neun Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Österreich und die Niederlande, hat einen Brief an die Europäische Kommission geschickt, in dem sie den Verzicht auf Pläne zur Einstellung von 2500 neuen Beamten fordert. Die Unterzeichner weisen darauf hin, dass die zusätzlichen Ausgaben in Höhe von 1,5 Milliarden Euro im Widerspruch zur Sparpolitik stehen, die den Hauptstädten auferlegt wird. Gleichzeitig hat die Europäische Union nach einer siebenjährigen Pause die prestigeträchtigen Wettbewerbe für Bewerber auf hohe Verwaltungsposten wieder aufgenommen.

Aufstand gegen Ausgaben

Eine Gruppe von neun Ländern hat offiziell gegen Pläne protestiert, zusätzliche 1,5 Milliarden Euro für den Ausbau der Verwaltungsstrukturen in Brüssel auszugeben.

Geplante neue Stellen

Die Europäische Kommission plant die Schaffung von 2500 neuen festen Stellen und begründet dies mit der Notwendigkeit, neue, ehrgeizige politische Ziele zu erreichen.

Start der AD5-Rekrutierung

Nach 7 Jahren Pause hat das EPSO die Wettbewerbe für Administratoren wieder aufgenommen und bietet Gehälter ab 6000 Euro brutto an.

Eine Gruppe von neun Mitgliedstaaten der Europäischen Union hat eine gemeinsame Initiative ergriffen, um das Wachstum der EU-Verwaltung einzudämmen. In einem offiziellen Brief an die Europäische Kommission haben Minister aus Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Lettland, Niederlande und Schweden entschiedenen Widerstand gegen den Plan zur Schaffung von 2500 neuen Arbeitsplätzen in Brüssel geäußert. Nach Ansicht der Unterzeichner ist die geplante Erhöhung der Verwaltungsausgaben um fast 1,5 Milliarden Euro in einer Zeit, in der nationale Regierungen den Gürtel enger schnallen müssen, nicht gerechtfertigt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Europäische Union mehrere Erweiterungswellen durchlaufen, was natürlich eine Personalaufstockung zur Betreuung neuer Mitgliedstaaten und Amtssprachen erforderte.Die Europäische Kommission verteidigt ihre Absichten und argumentiert, dass die neuen Stellen für die Umsetzung des Europäischen Grünen Deals und der digitalen Transformation der Wirtschaft unerlässlich sind. Brüssel verweist auch auf die wachsende Zahl von Aufgaben im Bereich Sicherheit und Energiepolitik, die spezialisiertes Wissen erfordern. Dieser Konflikt fällt in eine Zeit, in der das EPSO den prestigeträchtigen Wettbewerb AD5 angekündigt hat, der die Tür zum festen öffentlichen Dienst öffnet. Nach einer siebenjährigen Pause können sich junge Fachkräfte um Positionen bewerben, bei denen das Einstiegsgehalt bei etwa 6000 Euro pro Monat liegt. Der Streit über den Verwaltungshaushalt verschärft die Beziehungen zwischen den Hauptstädten und Brüssel. Sparsame Staaten, oft als „frugals” bezeichnet, warnen, dass eine weitere bürokratische Expansion das Vertrauen der Bürger in die Gemeinschaftsinstitutionen schwächen könnte. Nach Angaben aus dem Brief würden allein die Gehälter und Leistungen für die neu eingestellten Personen den EU-Haushalt in den kommenden Jahren mit einer Summe von 1,48 Mrd. Euro belasten. EU-Beamte entgegnen jedoch, dass ohne ausreichendes Personal eine effektive Umsetzung gemeinsamer Strategien und die Überwachung von Fonds unmöglich sei. „Die Pläne zur Erhöhung der Verwaltungsausgaben stehen im Widerspruch zu den erklärten Sparzielen und der Effizienz, die Brüssel von den Mitgliedstaaten verlangt.” — Brief der neun Mitgliedstaaten1,5 mld euro — so viel könnten die neuen Stellen in der Union zusätzlich kostenHervorhebung der Attraktivität der Arbeit in der EU und des Prestiges der Beamtenkarriere für junge Generationen. | Fokus auf Verschwendung öffentlicher Mittel und übermäßigem Wachstum der Brüsseler Bürokratie.