Nutzer von Google Maps, die den Dienst ohne Anmeldung oder im Inkognito-Modus verwenden, stoßen auf drastische Funktionsbeschränkungen. Der amerikanische Technologiegigant hat begonnen, eine sogenannte eingeschränkte Ansicht einzuführen, die Schlüsseldaten wie Bewertungen, Bewertungen von Orten und Fotogalerien ausblendet. Diese Änderung ist umstritten, da sie Internetnutzer zwingt, auf Anonymität zu verzichten, um vollen Zugang zur Informationsdatenbank über lokale Sehenswürdigkeiten und Gastronomie zu erhalten.
Sperre von Bewertungen und Fotos
Nicht angemeldete Nutzer verlieren den Zugang zu Bewertungen sowie Fotogalerien in gesuchten Lokalitäten und sehen nur grundlegende Daten wie Adressen und Telefonnummern.
Ende der Anonymität in Maps
Die neue eingeschränkte Ansicht zwingt Internetnutzer zur Verwendung eines Google-Kontos, was anonyme Suche nach Sehenswürdigkeiten und Dienstleistungsstellen unmöglich macht.
Ziel der Änderungen in Mountain View
Die eingeführten Einschränkungen zielen wahrscheinlich darauf ab, die Zahl der angemeldeten Personen zu erhöhen, was es dem Konzern erleichtert, Daten über Konsumverhalten zu sammeln.
Mitte Februar 2026 begannen Nutzer von Google Maps weltweit, wesentliche Änderungen in der Funktionsweise der Plattform zu melden. Personen, die den Dienst anonym nutzen – ohne Anmeldung im Profil oder über den Inkognito-Modus – sehen jetzt eine deutlich reduzierte Version des Dienstes. Google hat sich entschieden, einen Mechanismus für eingeschränkte Ergebnisse einzuführen, der die Benutzeroberfläche unvollständig macht. Von den Profilen der gesuchten Punkte verschwinden Bewertungen, detaillierte Bewertungen anderer Internetnutzer und Fotogalerien. Ein solches Vorgehen verringert den Nutzwert der Anwendung drastisch, insbesondere in touristischen Szenarien und bei der Planung von Restaurantbesuchen. Ursprünglich war Google Maps ein einfaches Navigationswerkzeug, hat sich jedoch im letzten Jahrzehnt zu einer umfangreichen sozialen Plattform entwickelt, die Milliarden von Fotos und Nutzerbewertungen sammelt.Experten weisen darauf hin, dass dieser Schritt ein Versuch sein könnte, die Zahl der angemeldeten Nutzer zu erhöhen, um Werbedaten besser zu profilieren. Offiziell hat der Gigant aus Mountain View diese Änderungen nicht als dauerhaftes Element der Politik angekündigt, was vermuten lässt, dass es sich um A/B-Tests in großem Maßstab handeln könnte. Dennoch ist das Ausmaß des Phänomens so groß, dass es lebhafte Diskussionen auf Foren wie Reddit ausgelöst hat. Nutzer beschweren sich, dass Maps für Privatsphäre-bewusste Personen nutzlos werden, da der Dienst ohne Zugang zur visuellen und textuellen Überprüfung von Orten seinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verliert. Derzeit ist die einzige Möglichkeit, die volle Funktionalität wiederherzustellen, die Anmeldung im persönlichen Konto, was automatisch mit der Weitergabe des Standortverlaufs verbunden ist. 2.5 mld — Personen nutzen monatlich Google Maps weltweitDie Konsequenzen dieser Entscheidung könnten für lokale Unternehmen weitreichend sein. Die eingeschränkte Sichtbarkeit positiver Bewertungen für nicht angemeldete Internetnutzer könnte den Tourismusverkehr und die Anzahl neuer Kunden in Lokalen beeinflussen. Darüber hinaus passt diese Änderung in einen breiteren technologischen Trend, bei dem der Zugang zu kostenlosen Tools zunehmend von der Bereitstellung persönlicher Daten abhängt. Wenn diese Lösung dauerhaft eingeführt wird, könnte dies einige Nutzer dazu bewegen, nach Alternativen wie quelloffenen Karten wie OpenStreetMap zu suchen.