Im Büro der Gewerkschaft Verdi in Nürnberg kam es zu einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall. Eine Sendung mit einem unbekannten weißen Pulver löste eine großangelegte Rettungsaktion aus. Obwohl erste Laboranalysen keine gefährlichen Substanzen nachweisen konnten, führt die Polizei eine intensive Ermittlung wegen einer strafbaren Bedrohung durch. Mitarbeiter verbrachten viele Stunden in Isolation, während sie auf die Ergebnisse chemischer und biologischer Untersuchungen warteten.

Verdächtiger Brief im Büro

Am Mittwoch um 10:30 Uhr wurde in der Zentrale von Verdi eine Sendung mit weißem Pulver gefunden, was eine sofortige Reaktion der Einsatzkräfte auslöste.

Keine biologische Gefahr

Spezielle Labortests bestätigten, dass die gefundene Substanz für die Umgebung und die Mitarbeiter ungefährlich ist.

Polizei sucht Täter

Kriminaltechniker untersuchen den Brief auf menschliche DNA und Fingerabdrücke, um die Identität des Absenders der Drohung zu ermitteln.

Am Mittwochmorgen wurde in der Nürnberger Zentrale der Gewerkschaft Verdi am Kornmarkt eine Sendung mit verdächtigem Inhalt entdeckt. Der Fund eines weißen Pulvers gegen 10:30 Uhr setzte sofort Krisenverfahren in Gang. Zahlreiche Einheiten der Polizei, der Feuerwehr sowie spezialisierte Teams des chemischen Rettungsdienstes wurden alarmiert. Eine Etage des Gebäudes wurde vollständig evakuiert, und elf Mitarbeiter, die direkten oder indirekten Kontakt mit der Sendung hatten, wurden innerhalb des Gebäudes isoliert. Die Sicherheitsverfahren für Sendungen mit verdächtigen Pulvern wurden weltweit nach den Anthrax-Angriffen in den Vereinigten Staaten im Jahr 2001 erheblich verschärft, als infizierte Briefe zum Tod von fünf Personen führten.Die Situation blieb über viele Stunden angespannt, während Experten des Landeskriminalamts (LKA) strenge Tests der Substanz durchführten. Erst am Abend bestätigte die Stadt Nürnberg offiziell, dass das Pulver keine Gefahr für Gesundheit und Leben darstellt. Das LKA sicherte den Brief als Beweismittel. Den Mitarbeitern geht es körperlich gut, aber die Situation war eine enorme psychische Belastung für sie. Die Ermittler konzentrieren sich nun auf die Sicherung von DNA-Spuren sowie Fingerabdrücken auf dem Brief und dem Umschlag. Mitarbeiter befanden sich bis zum Abend in QuarantäneGewerkschafter bringen diesen Vorfall mit den in der Region laufenden Warnstreiks in Verbindung, was der Sache eine politische Dimension verleiht. Warnstreiks im öffentlichen Sektor erzeugen oft starke gesellschaftliche Emotionen. Die Polizei behandelt das Ereignis als strafbare Bedrohung und Versuch der Störung der öffentlichen Ordnung. Sicherheitsexperten betonen, dass selbst falsche Alarme dieser Art enorme operative und gesellschaftliche Kosten verursachen. [{"dataISO": "2026-02-18T10:30", "data": "18. Februar, 10:30", "titel": "Entdeckung der Sendung", "beschreibung": "Mitarbeiter des Verdi-Büros finden einen Brief mit weißem Pulver."}, {"dataISO": "2026-02-18T14:00", "data": "18. Februar, 14:00", "titel": "Einsatz der Einsatzkräfte", "beschreibung": "Evakuierung der Etage und Isolierung gefährdeter Personen läuft."}, {"dataISO": "2026-02-18T18:10", "data": "18. Februar, 18:10", "titel": "Alarmaufhebung", "beschreibung": "Laboranalysen zeigen, dass die Substanz ungefährlich ist."}, {"dataISO": "2026-02-19T09:00", "data": "19. Februar, vormittags", "titel": "Kriminalistische Ermittlungen", "beschreibung": "Polizei beginnt mit der Suche nach DNA-Spuren auf dem gesicherten Brief."}] ["Ja, sie sollten absolut sein", "Die derzeitigen Vorschriften sind ausreichend", "Ich habe keine Meinung"]Medien betonen das Streikrecht und verurteilen Versuche Unbekannter, Arbeitnehmer einzuschüchtern. | Die Presse legt den Fokus auf die Kosten unnötiger Einsätze und das Chaos, das das Stadtzentrum lähmt.

Mentioned People

  • Rita Wittmann — Geschäftsführende Direktorin des Gewerkschaftsverbands Verdi in Mittelfranken.