Der berühmte italienische Liedtexter Mogol ist zum Helden eines Skandals geworden, nachdem er vom Festival in Sanremo nach Rom mit einem Hubschrauber der Feuerwehr transportiert wurde. Die Opposition von der Fünf-Sterne-Bewegung und der Demokratischen Partei beschuldigt den Künstler und das Innenministerium, die Rettungsdienste wie einen "Himmels-Taxi" zu behandeln. Der Ressortchef des Innenministeriums verteidigt die Entscheidung und nennt den Künstler ein "nationales Denkmal", während Mogol selbst den Komfort der Reise hoch lobt.
Kontroverser Flug Mogols
Die Nutzung eines Feuerwehrhubschraubers für den Transport des Künstlers von Sanremo nach Rom löste eine Welle der Kritik aus.
Scharfe Reaktion der Opposition
Die Parteien PD und M5S beschuldigen die Regierung der Verschwendung und der Nutzung von Rettungsdiensten als Taxis.
Verteidigung durch den Innenminister
Matteo Piantedosi verteidigt die Entscheidung und nennt den legendären Parodisten ein "nationales Denkmal".
Erfolg in Sanremo
Mogol erhielt den Preis für sein Lebenswerk unter großem Beifall des Festivalpublikums.
Die italienische Öffentlichkeit erlebt einen Skandal um die Nutzung staatlicher Ressourcen durch Privatpersonen. Der legendäre Liedtexter Mogol, der während des 76. Sanremo-Festivals einen Preis für sein Lebenswerk erhielt, kehrte an Bord eines Hubschraubers der Vigili del Fuoco in die Hauptstadt zurück. Diese Information löste eine sofortige Reaktion der Opposition aus, die dies als eklatanten Missbrauch öffentlichen Eigentums ansah. Vertreter der Fünf-Sterne-Bewegung und der Demokratischen Partei richteten parlamentarische Anfragen und forderten Aufklärung darüber, warum eine Rettungsmaschine für den privaten Transport des Künstlers genutzt wurde. Innenminister Matteo Piantedosi wies die Kritik entschieden zurück und bezeichnete sie als "instrumentelle Polemik". Der Minister argumentierte, Mogol sei eine Figur mit dem Status eines nationalen Symbols und sein Transport habe im Rahmen von Verfahren stattgefunden, die Flüge von besonderer Bedeutung für das Image des Staates zulassen. Der Künstler selbst verhehlte nach der Landung in Rom seine Zufriedenheit mit dem Flug nicht und lobte den Professionalismus der Feuerwehrleute und den Reisekomfort. Der Fall spaltete Kommentatoren in jene, die darin eine Geste des Respekts für die Kultur sehen, und jene, die es für ein Beispiel von Machtarroganz halten. Das italienische Recht regelt die Nutzung der Staatsluftfahrt streng und erlaubt sogenannte Flüge mit Staatsstatus ausschließlich für höchste Beamte oder in Situationen höherer Notwendigkeit, was seit Jahren Gegenstand politischer Auseinandersetzungen ist. Die Kontroversen um den Flug überschatteten etwas den künstlerischen Erfolg Mogols in Sanremo. Während des Finalabends erhielt der Künstler stehende Ovationen vom Publikum im Teatro Ariston, was den Höhepunkt seiner langjährigen Karriere darstellte. Neben dem Streit um den Hubschrauber verzeichneten die Medien auch Stimmen anderer Künstler, darunter die des Regisseurs Nanni Moretti, der anlässlich des Festivals seine Ablehnung im bevorstehenden Referendum erklärte. Das Sanremo-Festival hat einmal mehr bewiesen, dass es nicht nur ein Musikwettbewerb ist, sondern vor allem ein Raum, in dem sich politische, Prominenten- und gesellschaftliche Interessen kreuzen und eine landesweite Debatte auslösen.„Mogol è un monumento nazionale, polemiche strumentali” (Mogol ist ein nationales Denkmal, instrumentelle Polemiken) — Matteo Piantedosi„Il viaggio è andato benissimo, i pompieri sono persone splendide” (Die Reise ist ausgezeichnet verlaufen, die Feuerwehrleute sind wunderbare Menschen) — Mogol
Mentioned People
- Mogol — Legendärer italienischer Liedtexter, Held des kontroversen Fluges.
- Matteo Piantedosi — Italienischer Innenminister, der den Transport Mogols verteidigt.
- Nanni Moretti — Filmregisseur, der seine Teilnahme am Referendum erklärte.