Die Staatsanwaltschaft im italienischen Vasto hat der Mutter eines 15 Monate alten Jungen den Vorwurf der fahrlässigen Tötung gemacht. Obwohl ursprünglich angenommen wurde, dass der Tod aus natürlichen Ursachen eingetreten sei, ergaben die Obduktion und eine gründliche Untersuchung die Anwesenheit von Drogen im Körper des Kindes. Die Frau soll die Ermittler zudem in die Irre geführt haben, indem sie falsche Informationen zu den Umständen der Tragödie angab, die im August letzten Jahres in der Region Abruzzen stattfand.
Schockierende Todesursache
Toxikologische Untersuchungen ergaben, dass der 15 Monate alte Junge nach Einnahme von Kokain starb, das er in der häuslichen Umgebung gefunden hatte.
Vorwürfe gegen die Mutter
Die Frau muss sich wegen fahrlässiger Tötung sowie der Abgabe falscher Aussagen vor dem Staatsanwalt in der frühen Phase der Ermittlungen verantworten.
Sicherstellung von Eigentum
Die italienischen Behörden entschieden sich zur Beschlagnahmung der Wohnung in der Ortschaft Vasto, um eine detaillierte Rekonstruktion der Ereignisse durchzuführen.
Die von der Staatsanwaltschaft in Vasto geführte Untersuchung führte zu einem Durchbruch im Fall des Todes eines kleinen Jungen, der am 10. August 2025 stattfand. Zunächst vermuteten medizinische Dienste und Strafverfolgungsbehörden den sogenannten plötzlichen Kindstod oder einen unglücklichen Unfall durch Ersticken an einem Fremdkörper. Die toxikologischen Ergebnisse wiesen jedoch eindeutig darauf hin, dass die Todesursache fahrlässige Tötung durch Einnahme von Kokain war, das das Kind zu Hause gefunden hatte. Im Laufe des Verfahrens stellten die Ermittler fest, dass die Mutter des Kindes nicht nur grob fahrlässig gehandelt hatte, indem sie die gefährliche Substanz in Reichweite des einjährigen Kindes ließ, sondern auch aktiv die Ermittlungen behinderte. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, vor einem Vertreter der Justiz falsche Aussagen gemacht zu haben. Zur Sicherung von Beweismaterial entschied die Staatsanwaltschaft Frentana, die Wohnung zu beschlagnahmen, in der die Tragödie stattfand, was die Sammlung zusätzlicher Spuren ermöglichte, die die Anwesenheit von Drogen im Lebensraum der Familie bestätigten. Das italienische Strafrecht sieht strenge Strafen für die Gefährdung von Minderjährigen vor, insbesondere im Zusammenhang mit dem Besitz von Rauschmitteln. In den letzten Jahren konzentrierte sich die öffentliche Debatte in Italien auf den verstärkten Schutz von Kindern in Haushalten, in denen Betreuer psychoaktive Substanzen missbrauchen.Die Verteidiger der Verdächtigen müssen sich mit wissenschaftlichen Beweisen auseinandersetzen, die die ursprünglichen Hypothesen eines fatalen Zufalls ausschließen. Der Fall hat in der Region Abruzzen große Betroffenheit ausgelöst und die Aufmerksamkeit auf das Problem der Verfügbarkeit harter Drogen im häuslichen Umfeld gelenkt. Derzeit prüft die Staatsanwaltschaft, ob andere Dritte in das Geschehen verwickelt sein könnten, die die Drogen in die Wohnung der Mutter geliefert haben könnten. 15 Monate — so alt war das Kind zum Zeitpunkt des tragischen Todes Ablauf der Ermittlungen in Vasto: 10. August 2025 — Tod des Kindes; 12. August 2025 — Obduktion; 20. Februar 2026 — Erhebung von Vorwürfen