Am Sonntag, dem 15. Februar 2026, wurden in Los Angeles die Gewinner der 41. Independent Spirit Awards bekannt gegeben. Das amerikanische Historien-Drama „Train Dreams“ von Regisseur Clint Bentley erhielt die Auszeichnung für den besten Film. Die Netflix-Produktion festigte ihre Position im Oscar-Rennen, indem sie auch in den Kategorien Regie und Kamera gewann. Der Titel des besten internationalen Films ging an den brasilianischen Krimi „L'Agent secret“ von Regisseur Kleber Mendonça Filho.

Dreifacher Erfolg für Train Dreams

Der Film von Clint Bentley gewann Auszeichnungen für den besten Film, die beste Regie und die beste Kamera und wurde damit zum Favoriten der Awards-Saison.

Brasilianischer Triumph international

Der Film „L'Agent secret“ setzte sich gegen die Konkurrenz durch und gewann den Titel des besten internationalen Films, was ihn den Oscars näherbringt.

Dominanz von Netflix

Sowohl „Train Dreams“ als auch die siegreiche Serie „Adolescence“ werden von Netflix vertrieben, was die starke Position des Streaming-Giganten unterstreicht.

Die Gala der Independent Spirit Awards ist traditionell eines der wichtigsten Ereignisse im Kalender des amerikanischen Independent-Kinos. Der große Gewinner des Jahres war der Film „Train Dreams“, eine Adaption der Novelle von Denis Johnson. Der Film von Clint Bentley gewann drei Schlüsselauszeichnungen: für den besten Film, die beste Regie und die beste Kamera. Die Produktion, in der Joel Edgerton die Hauptrolle spielt, erzählt vom Schicksal eines Arbeiters im US-Bundesstaat Idaho zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bentley betonte in seiner Rede, dass der Schauspieler das „Herz des Films“ sei und der Erfolg der Produktion die Stärke intimer Geschichten über das menschliche Schicksal beweise. Die Independent Spirit Awards, 1984 ins Leben gerufen, werden Filmschaffenden verliehen, deren Filme mit relativ niedrigen Budgets entstanden sind, ursprünglich nicht über 20 Millionen Dollar (heute liegt die Grenze bei 30 Millionen). In der internationalen Kategorie triumphierte der brasilianische Film „L'Agent secret“ (Der Geheimagent), der unter anderem den gelobten spanischen Film „Sirat: Trance dans le désert“ besiegte. Regisseur Kleber Mendonça Filho äußerte die Hoffnung, dass diese Auszeichnung die Chancen des Films bei der bevorstehenden 98. Verleihung der Oscars erhöhen werde. Es ist erwähnenswert, dass die Gala, moderiert von der Komikerin Ego Nwodim, einen Monat vor den Oscars stattfand, was eine neue Tradition darstellt, um die beiden Ereignisse zu trennen. In den Fernsehkategorien dominierte die Serie „Adolescence“, was die starke Position des Streaming-Dienstes Netflix bestätigt, der beide Hauptgewinner des Abends vertreibt. Der John Cassavetes Award ging an die Macher des Films „Esta Isla“. Wir sind dankbar, dass diese Geschichte, die in einem vergessenen Winkel der Geschichte angesiedelt ist, bei einem zeitgenössischen Publikum so starken Anklang gefunden hat. Der Sieg von „Train Dreams“ deutet auf einen bedeutenden Trend in Hollywood hin, wo Independent-Produktionen, die von Streaming-Giganten vertrieben werden, erfolgreich um die wichtigsten Auszeichnungen konkurrieren. Experten prognostizieren, dass der Erfolg bei den Spirit Awards sich real auf die Stimmen der Academy-Mitglieder auswirken wird, insbesondere in technischen und Regie-Kategorien. Das Duell zwischen dem brasilianischen und dem spanischen Kandidaten in der internationalen Kategorie verspricht, eines der spannendsten während der März-Gala zu werden. Train Dreams: 3, Adolescence (TV): 2, Lurker: 2, L'Agent secret: 1, Sorry Baby: 1

Mentioned People

  • Clint Bentley — Regisseur und Drehbuchautor des preisgekrönten Films Train Dreams.
  • Joel Edgerton — Hauptdarsteller in Train Dreams, spielt einen Arbeiter im historischen Idaho.
  • Kleber Mendonça Filho — Brasilianischer Regisseur, dessen Film L'Agent secret den Preis für den besten internationalen Film gewann.
  • Ego Nwodim — Amerikanische Komikerin und Moderatorin der diesjährigen Spirit Awards-Gala.