Sonia Mabrouk, eines der bekanntesten Gesichter des französischen politischen Journalismus, hat offiziell ihren Wechsel zum Sender BFMTV bekannt gegeben. Diese Entscheidung fiel nach ihrem jüngsten Rücktritt beim Sender CNews und dem Radiosender Europe 1, die zur Gruppe von Vincent Bolloré gehören. Die Journalistin wird ab August 2026 eine neue politische Sendung moderieren und wird so eine entscheidende Verstärkung für die Konkurrenz vor den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich.

Wechsel zu BFMTV

Die Journalistin Sonia Mabrouk wird im August 2026 zu BFMTV wechseln, wo sie die Hauptpolitiksendung moderieren wird.

Austritt aus CNews

Der Rücktritt erfolgte nach dem Skandal um Jean-Marc Morandini, was den Sender zwang, Gauthier Le Bret als Nachfolger zu berufen.

Präsidentschaftswahlen

Die neue Rolle von Mabrouk ist von entscheidender Bedeutung für die Strategie von BFMTV vor den Präsidentschaftswahlen 2027.

Der französische Medienmarkt wurde durch die Nachricht vom Wechsel Sonias Mabrouk zum Sender BFMTV elektrisiert. Die Journalistin, die jahrelang eine Säule der Nachrichtenprogramme bei CNews und Europe 1 war, hat sich für einen radikalen redaktionellen Farbwechsel entschieden. In einem Interview mit der Tageszeitung „Le Figaro” erklärte Mabrouk, dass ihre Wahl durch die Anerkennung der Vision von Rodolphe Saadé, dem Eigentümer der Gruppe RMC BFM, motiviert war. Sie betonte, dass sie in ihm, ähnlich wie bei ihrem früheren Arbeitgeber Vincent Bolloré, den Ehrgeiz erkenne, solide und dauerhafte Medienstrukturen aufzubauen. Dieser Wechsel gilt als eines der wichtigsten Ereignisse auf dem dortigen Markt in den letzten Jahren. Der Ausstieg Mabrouks aus ihren früheren Redaktionen erfolgte in einer Atmosphäre der Kontroverse um die Person Jean-Marc Morandinis. Die Journalistin kündigte ihren Rücktritt bei CNews am 6. Februar und bei Europe 1 eine Woche später an. Obwohl über einen möglichen Wechsel zu öffentlich-rechtlichen Medien spekuliert wurde, schloss die Präsidentin von France Télévisions, Delphine Ernotte, diese Möglichkeit während einer Anhörung in der Nationalversammlung aus. Letztendlich wird Mabrouk das Team von BFMTV bereits in der letzten Augustwoche 2026 verstärken, wo sie eine eigene politische Sendung erhalten wird, die eine Schlüsselrolle bei der Berichterstattung über den Wahlkampf vor den Wahlen 2027 spielen soll. Der Wettbewerb zwischen BFMTV und CNews um den Titel des beliebtesten Nachrichtensenders in Frankreich hat sich nach der Übernahme von BFMTV durch den Konzern CMA CGM, der dem Milliardär Rodolphe Saadé gehört, im Jahr 2024 verschärft.Die durch den Weggang Mabrouks bei CNews entstandene Lücke wird durch Gauthier Le Bret gefüllt. Dieser dreißigjährige politische Journalist, der von seinen redaktionellen Kollegen „kleiner Skorpion” genannt wird, übernimmt die Mittagssendung ab 23. Februar. Gleichzeitig musste der Sender das morgendliche Programm nach dem Rückzug Morandinis umgestalten, dessen Sendungen vorübergehend durch erweiterte Ausgaben der Sendungen von Pascal Praud ersetzt wurden. Diese Veränderungen zeugen von einer tiefgreifenden Umstrukturierung der Personaldecke in den wichtigsten französischen Nachrichtensendern, was ein direktes Ergebnis sowohl von Gerichtsverfahren als auch des Kampfes um politischen Einfluss in den Medien ist. „Ich habe mich entschieden, zu BFMTV zu wechseln. Ich erkenne in Rodolphe Saadé, ähnlich wie in Vincent Bolloré, Ehrgeiz, Vision und die Fähigkeit, dauerhafte Gruppen aufzubauen.” — Sonia Mabrouk Liberale betonen, dass Mabrouks Distanzierung von den Kontroversen um Morandini eine Chance zur Professionalisierung von BFMTV darstellt. | Konservative bedauern den Verlust einer Spitzenjournalistin in den Medien von Bolloré und sehen darin eine Schwächung des rechten Pluralismus.

Mentioned People

  • Sonia Mabrouk — Bekannte französisch-tunesische politische Journalistin, die von CNews zu BFMTV wechselt.
  • Rodolphe Saadé — Milliardär, Eigentümer der Gruppe CMA CGM sowie der Medien RMC BFM.
  • Vincent Bolloré — Französischer Medienmogul, Eigentümer der Vivendi-Gruppe und des Senders CNews.