In einem dramatischen Rückspiel der K.o.-Phase der Champions League besiegte Atalanta Bergamo Borussia Dortmund mit 4:1 und machte damit den Zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel wett. Über das Weiterkommen entschied ein Elfmeter in der 98. Spielminute, der nach Intervention des VAR-Systems verhängt wurde. Die Mannschaft aus Italien, als einziger Vertreter der Serie A, hat sich für das Achtelfinale qualifiziert, während die letztjährigen Finalisten aus Dortmund unter dem Eindruck von Schiedsrichterkontroversen aus dem prestigeträchtigen Wettbewerb ausscheiden.
Entscheidender Elfmeter
Lazar Samardžić erzielte in der 98. Spielminute den Siegtreffer und sicherte Atalanta in der Nachspielzeit den Aufstieg.
Defensivfehler des BVB
Ein unglücklicher Abwurf von Torhüter Gregor Kobel und ein brutales Foul von Ramy Bensebaini führten zur Niederlage der Gäste.
Italienischer Triumph über die Krise
Atalanta wurde nach den Ausscheiden von Inter Mailand und Juventus Turin zur einzigen italienischen Mannschaft im Achtelfinale.
Atalanta Bergamo vollbrachte eine historische Leistung, indem sie das Duell mit Borussia Dortmund nach einer 0:2-Niederlage in Deutschland drehte. Die italienische Mannschaft legte von Beginn an ein mörderisches Tempo vor, was bereits in der 5. Minute zum Tor von Gianluca Scamacca führte. Die Gastgeber dominierten die erste Halbzeit und glichen den Gesamtstand kurz vor der Pause durch einen Schuss von Davide Zappacosta aus, der von Ramy Bensebaini abgefälscht wurde. Die Strategie von Trainer Raffaele Palladino, basierend auf hohem Pressing und aggressivem Eins-gegen-eins-Spiel, lähmte die Defensive des BVB völlig. In der zweiten Halbzeit brachte Mario Pasalić Atalanta im Gesamtergebnis in Führung, doch eine Einzelaktion von Karim Adeyemi in der 75. Minute gab den Deutschen Hoffnung und glich den Gesamtstand auf 3:3 aus. Als sich die Fans auf die Verlängerung einstellten, kam es zu einer Serie von Fehlern in der Gästemannschaft. Ein fataler Abwurf von Torhüter Gregor Kobel leitete die letzte Aktion des Spiels ein. Im Strafraum traf Ramy Bensebaini mit den Stollen am Kopf von Nikola Krstović auf, was nach Analyse des VAR zu einem Elfmeter und einer roten Karte für den Algerier führte. Lazar Samardžić verwandelte den Elfmeter in der achten Minute der Nachspielzeit sicher und stellte den Endstand auf 4:1. Das letzte Mal verschleuderte Borussia Dortmund einen solchen Vorsprung in europäischen Pokalwettbewerben im Dezember 1987, als sie nach einem 3:0-Sieg gegen Club Brügge im Rückspiel mit 0:5 verlor.Das Spiel endete in einer Atmosphäre des Chaos – neben Bensebaini sahen auch Giorgio Scalvini und der auf der Ersatzbank sitzende Nico Schlotterbeck die rote Karte. Der spanische Schiedsrichter José María Sánchez Martínez geriet ins Kreuzfeuer der Kritik der Dortmunder Spieler, die die Rechtmäßigkeit von Schlotterbecks Ausschluss in Frage stellten. Für den italienischen Fußball hat Atalantas Aufstieg eine symbolische Bedeutung, da er die Serie A vor einer vollständigen Abwesenheit in der K.o.-Phase bewahrte, nachdem Inter Mailand und Juventus Turin zuvor ausgeschieden waren. „E' stata la partita più bella della mia carriera da allenatore. Una serata che resterà nella storia del calcio italiano e nel cuore di tutti i nostri tifosi.” — Trainer von Atalanta Bergamo
Mentioned People
- Raffaele Palladino — Trainer von Atalanta Bergamo
- Gregor Kobel — Torhüter von Borussia Dortmund
- Lazar Samardzić — Torschütze des entscheidenden Tores für Atalanta
- Nico Schlotterbeck — Verteidiger des BVB, auf der Ersatzbank mit roter Karte bestraft