Der peruanische Kongress hat am Dienstag eine außerordentliche Sitzung begonnen, in der über das Schicksal von Präsident José Jerí entschieden wird. Der erst seit Oktober amtierende Politiker sieht sich sieben Misstrauensanträgen gegenüber. Grund für das politische Beben sind kontroverse, zuvor nicht offengelegte Treffen des Staatsoberhaupts mit einem chinesischen Unternehmer. Wenn die Parlamentarier seine Entfernung beschließen, stünde Peru der achte Wechsel an der Staatsspitze innerhalb des letzten Jahrzehnts bevor.

Gefährdete Präsidentschaft Jerís

Präsident José Jerí steht nach nur vier Monaten im Amt angesichts eines Skandals mit einem chinesischen Geschäftsmann vor der Absetzung.

Sieben Anträge auf Entlassung

Die Opposition im Parlament von Peru hat zahlreiche Misstrauensanträge eingereicht und wirft dem Staatsoberhaupt mangelnde Transparenz und geheime Verhandlungen vor.

Rekordinstabilität in Peru

Wenn der Kongress die Absetzung des Präsidenten beschließt, wäre dies der achte Wechsel des Staatschefs innerhalb der letzten zehn Jahre.

Am Dienstag, den 17. Februar 2026, trat der Kongress von Peru in eine entscheidende Debatte ein, die die kurze Amtszeit von Präsident José Jerí beenden könnte. Der 39-jährige Jurist übernahm das Amt erst vor 108 Tagen und löste die entlassene Dina Boluarte ab. Die aktuelle Krise brach aus, nachdem geheime Treffen des Präsidenten mit einem Vertreter der chinesischen Wirtschaft aufgedeckt wurden, was die Opposition als eklatanten Verstoß gegen die Transparenz der Amtsführung wertete. Gegen Jerí wurden sieben Anträge auf ein Misstrauensvotum formuliert, und die Debatte im Parlament ist außerordentlicher Natur. Die politische Lage in Peru ist außergewöhnlich instabil, was sich in einen langjährigen Trend einfügt, den Beobachter als „Präsidentenmühle” bezeichnen. Eine mögliche Absetzung Jerís würde bedeuten, dass das Land seinen achten Führer in weniger als zehn Jahren bekäme. Dies ist besonders problematisch im Hinblick auf die bevorstehenden allgemeinen Wahlen, zu denen weniger als zwei Monate verbleiben. José Jerí, der zunächst als Figur galt, die nach der turbulenten Amtszeit seiner Vorgängerin die Stimmung beruhigen könnte, kämpft nun um die für das Überstehen des Impeachment-Verfahrens notwendigen Stimmen. Seit 2016 leidet Peru unter einem permanenten Konflikt zwischen Legislative und Exekutive, was zu einer historisch rekordverdächtigen Rotation der Präsidenten führte, von denen sich fast jeder mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert sah. „Wenn eine einfache Mehrheit die Absetzung Jerís bestätigt, wäre dies eine Fortsetzung des Phänomens der „Revolving Door” an der Spitze dieser südamerikanischen Nation.” — Reuters-Agentur Der Verlauf der Dienstagssitzung wird nicht nur in der Region, sondern auch an den Finanzmärkten mit Besorgnis verfolgt, die eine weitere Entscheidungslähmung im Andenstaat fürchten. Die Entscheidung der Abgeordneten wird wahrscheinlich noch heute Abend Ortszeit fallen. 8 — Präsidenten in zehn Jahren könnte Peru haben Zeitstrahl der Präsidentschaft von José Jerí: Oktober 2025 — Vereidigung; 16. Februar 2026 — Absetzungsanträge; 17. Februar 2026 — Debatte im Kongress Es wird die Notwendigkeit von Transparenz und Korruptionsbekämpfung auf höchster Ebene betont, wobei die Kontrollmaßnahmen des Kongresses unterstützt werden. | Es wird die Destabilisierung des Staates und die Schwächung der Präsidenteninstitution durch die Opposition kurz vor den geplanten Wahlen hervorgehoben.

Mentioned People

  • Jose Jeri — Aktueller Präsident von Peru, der nach 108 Tagen im Amt einem Amtsenthebungsverfahren unterliegt.
  • Dina Boluarte — Vorherige Präsidentin von Peru, deren Entlassung im Oktober zur Machtübernahme durch Jerí führte.