Die spanische Regierung bemüht sich um eine Verlängerung des „sozialen Schutzschildes“, um 70.000 drohende Zwangsräumungen zu verhindern, während das Europäische Parlament radikale Lösungen für die Wohnungskrise vorschlägt. Zu den Forderungen gehören: Senkung der Mehrwertsteuersätze für den Wohnungsbau, Begrenzung der Bürokratie auf 60 Tage und Mobilisierung von EU-Mitteln. Die Situation ist besonders angespannt in Barcelona, wo Mieterbewegungen protestieren und politische Auseinandersetzungen über die Regulierung des Marktes toben.

EU-Plan zur Bekämpfung des Wohnungsdefizits

Das Europäische Parlament fordert den Bau von 10 Millionen Wohnungen und die Einführung von ermäßigten Mehrwertsteuersätzen im Baugewerbe.

Gefahr von Massenzwangsräumungen

Die spanische Regierung kämpft um eine Verlängerung des sozialen Schutzes für 70.000 von Wohnungsverlust bedrohte Personen.

Regulatorische Lähmung in Barcelona

Der Stadtrat lehnte eine Einschränkung spekulativer Käufe ab, was die Streitigkeiten zwischen ERC und Sozialisten vertiefte.

Fiskalisches Defizit Kataloniens

Die Regionalregierung berechnete einen Verlust gegenüber dem Staatshaushalt in Höhe von 21,1 Milliarden Euro.

Die Lage auf dem europäischen Immobilienmarkt, insbesondere in Spanien, ist Ende Februar 2026 zum zentralen Punkt der politischen Debatte geworden. Laut dem neuesten Bericht des Europäischen Parlaments leidet die Union unter einem Defizit von bis zu 10 Millionen Wohnungen. Spanien, als eines der am stärksten betroffenen Länder, vereint fast 10 % der fehlenden Wohnungen in der gesamten Gemeinschaft. Als Reaktion auf den wachsenden Druck haben die Europaabgeordneten ein Paket von Vereinfachungen vorgeschlagen, das maximal 60 Tage für bürokratische Verfahren im Zusammenhang mit dem Bau sowie die Einführung eines stark reduzierten Satzes Mehrwertsteuer (MwSt.) für Baumaterialien und -dienstleistungen vorsieht. In Spanien selbst sucht die Zentralregierung intensiv nach Lösungen, die die sogenannte soziale Schutzschirmregelung aufrechterhalten könnten. Das Fehlen einer Einigung mit den Oppositionsparteien, darunter der PP und der katalanischen Junts, stellt das Schicksal von 70.000 von Zwangsräumung bedrohten Personen in Frage. Unterdessen sind in Barcelona Mieterbewegungen auf die Straße gegangen und protestieren gegen das Auslaufen des Moratoriums für die Räumung von Mietern mit Zahlungsrückständen. Die Stadt ist zur Arena ideologischer Kämpfe geworden; die Stadträte lehnten die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu spekulativen Käufen ab, was Kritik von linken Formationen hervorrief. Gleichzeitig kündigte Elisenda Alamany, die neu proklamierte Kandidatin der ERC für das Bürgermeisteramt, an, die Lizenzen für touristische Geschäfte auszusetzen, was eine Antwort auf die Gentrifizierung der Metropole sein soll. Seit der Finanzkrise 2008 kämpft Spanien mit einem tiefen Ungleichgewicht auf dem Immobilienmarkt, was zu Massenzwangsräumungen und der Entstehung starker Bürgerbewegungen geführt hat, die für das Recht auf ein Dach über dem Kopf kämpfen.Auf nationaler Ebene verschärfen Streitigkeiten über Souveränität und Wirtschaft die politische Debatte. Santiago Abascal, der Führer der Partei Vox, kündigte an, ein landesweites Referendum über das Abkommen mit Mercosur anzustreben, um die ländliche Wählerschaft anzuziehen. Die Sozialisten der PSOE warnten Junts davor, Schulter an Schulter mit der Rechten zu stimmen. Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse veröffentlichte die Generalitat de Catalunya Daten zum fiskalischen Defizit der Region gegenüber dem Staat, das sie auf über 21 Milliarden Euro schätzt, was die Debatte über eine gerechte Verteilung der Ressourcen in Spanien erneut anheizt. „Vamos a exigir que se celebre un referéndum sobre el acuerdo con Mercosur para que los españoles puedan decidir su futuro.” (Wir werden fordern, dass ein Referendum über das Abkommen mit Mercosur abgehalten wird, damit die Spanier über ihre Zukunft entscheiden können.) — Santiago AbascalVorschläge für Änderungen auf dem EU-Wohnungsmarkt: Bürokratiezeit: Keine EU-Limits → Max. 60 Tage; Mehrwertsteuersatz für Bau: Standard-Sätze → Stark reduziert; Wohnungsdefizit: Zunehmender Mangel an Daten → Diagnostizierte 10 Mio. Wohnungen

Perspektywy mediów: Liberale und regierungsnahe Medien (z.B. El País) legen Wert auf den Schutz von Mietern und die Notwendigkeit, den sozialen Schutzschild vor Zwangsräumungen aufrechtzuerhalten. Konservative Medien (z.B. La Razón) betonen die Notwendigkeit, gegen illegale Besetzungen (okupación) vorzugehen und Bauvorschriften zu lockern.

Mentioned People

  • Elisenda Alamany — Kandidatin der ERC für das Bürgermeisteramt von Barcelona im Jahr 2027.
  • Santiago Abascal — Führer der rechten Partei Vox, der ein Referendum über Mercosur fordert.
  • Isabel Díaz Ayuso — Präsidentin der Gemeinschaft Madrid, die sich auf ländliche Gebiete konzentriert.