Die Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten befinden sich in einer tiefen Krise nach der Entscheidung von Donald Trump, neue, globale Zölle einzuführen. Als Reaktion hat Brüssel die Ratifizierung des Handelsabkommens vom Juli des vergangenen Jahres ausgesetzt und wirft Washington vor, einseitig eingegangene Verpflichtungen gebrochen zu haben. Gleichzeitig hat das Oberste Gericht der USA die Rechtmäßigkeit eines Teils der Zölle in Frage gestellt, was die Unsicherheit an den Finanzmärkten vertieft und eine Welle der Besorgnis unter europäischen Exporteuren ausgelöst hat.

Einfrieren des Abkommens mit der EU

Brüssel hat die Ratifizierung des Abkommens vom Juli 2025 ausgesetzt, weil die USA die Bedingungen gebrochen haben.

Urteil des Obersten Gerichtshofs

Das höchste amerikanische Gericht erklärte die neuen Zölle für rechtswidrig und vertiefte damit das Chaos.

Verluste des italienischen Exports

Der Möbelsektor erwartet einen Rückgang des Verkaufs in die USA um fast 9 Prozent.

Globaler Widerstand

China und Brasilien fordern von Trump, von einseitigen Handelsbarrieren abzusehen.

Die Entscheidung der Regierung von Donald Trump, neue Zolltarife zu verhängen, hat eine heftige Reaktion der EU-Strukturen und globaler Partner ausgelöst. Hohe Beamte der Europäischen Union kündigten einen Antrag auf Einfrieren des Ratifizierungsprozesses für das Handelsabkommen vom August 2025 an und reagierten damit auf die Unsicherheit um die amerikanische Zollpolitik. Brüssel argumentiert, dass sich die Bedingungen, auf denen der Pakt basierte, drastisch verändert haben. Christine Lagarde betonte, dass für die wirtschaftliche Stabilität die Transparenz der Regeln entscheidend sei, die derzeit in den Handlungen Washingtons fehle. Italien, das besonders von den neuen Vorschriften betroffen ist, verzeichnete bereits erhebliche Rückgänge bei den Exporten von Küchen- und Badezimmermöbeln in die USA, und die Branche fürchtet eine Vertiefung der Verluste aufgrund von Tarifen von bis zu 50 Prozent. Vertreter von Federlegno weisen auf die Risiken im Zusammenhang mit dem schwachen Dollar und der Unsicherheit bezüglich der Warenlieferungen nach Amerika hin. Die Geschichte der Handelsstreitigkeiten zwischen der EU und den USA reicht Jahrzehnte zurück, doch die größten Spannungen traten 2018 auf, als die Trump-Regierung Zölle auf Stahl und Aluminium verhängte, was zu einem jahrelangen Kampf vor der Welthandelsorganisation führte.Die Situation wird durch das Urteil des amerikanischen Obersten Gerichtshofs verkompliziert, das einen Teil der neuen Zölle für rechtswidrig erklärte. Dennoch behauptet die Regierung von Präsident Trump, dass die bisherigen Abkommen weiterhin gültig seien, was ein rechtliches Paradoxon schafft. Unternehmen und Investoren warten auf Entscheidungen über mögliche Ratifizierungen sowie Verfahren zur Rückerstattung unrechtmäßig erhobener Gebühren. Globale Widerhall des Konflikts ist auch in Asien und Südamerika zu hören. China hat die USA aufgefordert, die einseitigen Zölle sofort aufzuheben, und der Präsident Brasiliens, Lula da Silva, hat für eine gleiche Behandlung aller Handelspartner appelliert. Das Chaos in Washington sorgt dafür, dass Europa in der Schwebe bleibt und gleichzeitig Antidumping-Verfahren und Unterstützungsmechanismen für nationale Exporteure vorbereitet. „Clarity on trade is fundamental for global economic stability.” (Klarheit im Handel ist grundlegend für die globale wirtschaftliche Stabilität.) — Christine Lagarde15% — beträgt der Satz der neuen Zolltarife von Trump Interne Umfragen in den USA deuten auf eine wachsende Unzufriedenheit der Bürger hin – sechs von zehn Amerikanern bewerten die Zollpolitik des Präsidenten negativ und fürchten einen Anstieg der Preise für Konsumgüter. Trotz des Drucks des Weißen Hauses auf Veränderungen in den Vorständen großer Konzerne wie Netflix wächst der Widerstand gegen den radikalen Handelskurs sowohl im Kongress als auch unter den traditionellen Verbündeten der Vereinigten Staaten.

Mentioned People

  • Christine Lagarde — Präsidentin der Europäischen Zentralbank, die sich für Klarheit in den Handelsvorschriften einsetzt.
  • Emanuele Orsini — Vertreter von FederlegnoArredo, der vor Exportverlusten warnt.