Eine dynamische Verschlechterung der Wetterlage über der Iberischen Halbinsel, verursacht durch das Tiefdruckgebiet Regina, hat zur Ausrufung gelber Warnstufen in sieben autonomen Gemeinschaften geführt. Der staatliche Wetterdienst AEMET warnt vor heftigen Regen- und Schneefällen sowie gefährlichen Küstenphänomenen. In Valencia zwangen Starkregenfälle zur Absage zentraler Feierlichkeiten, und starker Wind legte den Hafen lahm. Auch auf den Kanarischen Inseln und den Balearen herrscht eine schwierige Lage.
Lähmung in der Autonomen Gemeinschaft Valencia
Die Mascletà-Vorführungen wurden abgesagt und der Haupthafen von Valencia wegen Starkregens und Wind geschlossen.
Gelbe Warnungen in sieben Regionen
AEMET hat Warnungen vor Regen und Schnee unter anderem für Katalonien, Andalusien und die Balearen herausgegeben.
Schlechte Luftqualität und Staub
In Toledo und Cuenca wurde ein Rückgang der Luftqualität registriert, verursacht durch Saharastaub, der als schmutziger Regen bezeichnet wird.
Extreme Bedingungen auf den Kanaren
Der Front Regina brachte auf die Inseln untypische Fröste und sehr starke Windböen.
Die Wettersituation in Spanien verschlechterte sich am Donnerstag, dem 5. März 2026, unter dem Einfluss des tiefen Tiefdruckgebiets Borrasca Regina abrupt. Die öffentliche Agentur AEMET hat für sieben Regionen die gelbe Warnstufe eingeführt und weist auf Gefahren im Zusammenhang mit Starkregen, Schneefällen und Stürmen hin. Am stärksten betroffen war die Autonome Gemeinschaft Valencia, wo heftige Regenfälle die Behörden zwangen, die traditionelle pyrotechnische Vorführung Mascletà auf dem Rathausplatz auszusetzen. Gleichzeitig wurde der Hafen von Valencia offiziell für den Schiffsverkehr gesperrt, da Windböen sicheres Manövrieren der Schiffe unmöglich machten. Der Front Regina brachte auch in anderen Landesteilen extreme Phänomene. Auf den Kanarischen Inseln wurden für die Region untypische Bodenfröste und Stürme registriert, während auf den Balearen, unter anderem in Palma und Manacor, Starkregen lokale Überschwemmungen droht. Die Küsten Andalusiens, insbesondere in der Umgebung von Granada und Almería, kämpfen mit Wellen von bis zu drei Metern Höhe. Zudem registrierten die Überwachungssysteme in den Regionen Kastilien-La Mancha, vor allem in Toledo und Puertollano, eine sehr schlechte Luftqualität, was mit dem Zustrom von Luftmassen zusammenhängt, die Saharastaub mit sich führen. Dieses Phänomen bildet in Verbindung mit Regen den sogenannten Lluvia de barro, also schmutzigen Regen. Spanien erlebt im Frühjahr regelmäßig heftige konvektive Phänomene, wenn kalte polar-maritime Luft auf wärmere Luftmassen aus dem Mittelmeerraum trifft.Meteorologische Experten betonen, dass die aktuelle Wetterverschlechterung die Phase des verfrühten Frühlings auf der Iberischen Halbinsel definitiv beendet. Die Prognosen deuten darauf hin, dass die instabile Wetterlage mit Regen- und Schneefällen in den Bergen mindestens bis zum Ende des kommenden Wochenendes anhalten wird. In der Region Kastilien und León sind heftige Gewitter angekündigt, und in Katalonien, unter anderem in Barcelona und L'Hospitalet de Llobregat, gelten Warnungen vor starkem Seegang. Die Rettungsdienste appellieren, sich Küstenabschnitten nicht zu nähern und auf den Straßen im nördlichen Streifen von Galicien bis Asturien besondere Vorsicht walten zu lassen, wo Regen und eingeschränkte Sicht die Fahrbedingungen erheblich erschweren. „Siete comunidades autónomas en alerta amarilla por lluvias, temporal marítimo y nieve” (Sieben autonome Gemeinschaften stehen unter gelber Warnung wegen Regen, Seesturm und Schnee) — AEMET