Europäische Parkette beendeten den Februar auf historischen Niveaus und übertrafen dabei die Investitionsergebnisse von Wall Street. Trotz Schwäche im Bankensektor, insbesondere in Italien nach der Veröffentlichung von Ergebnissen durch MPS und Mediobanca, blieb die Stimmung dank des Telekommunikationssegments und der Inflationsstabilisierung optimistisch. Daten von Istat deuten auf eine leichte Belebung der italienischen Industrie hin, was den Aufbau eines positiven Wirtschaftsklimas in der Eurozone an der Schwelle zum März unterstützt.

Historische Höchststände in Europa

Europäische Börsen beendeten den Februar auf Rekordniveaus und verzeichneten bessere Ergebnisse als die Börsen in den USA; der Mailänder Index legte um 3,7% zu.

Abschläge im Bankensektor

Die italienischen Banken MPS und Mediobanca verzeichneten Rückgänge nach der Bekanntgabe von Geschäftsplänen, was die Stimmung an der Mailänder Börse dämpfte.

Belebung in der Industrie

Daten von Istat zeigen einen Anstieg der Industrieumsätze um 0,6% im Jahr 2025 und signalisieren damit das Ende der Stagnation in der Produktion.

Europäische Kapitalmärkte schlossen den Februar mit starken Akzenten, brachen historische Rekorde und zeigten eine größere Widerstandsfähigkeit als die US-Märkte im gleichen Zeitraum. Der Index in Mailand stieg um 3,7% im Monatsverlauf, was eines der besten Ergebnisse auf dem Kontinent darstellt. Investoren nahmen die neuesten Inflationsdaten optimistisch auf, die Hoffnung auf eine Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbanken geben. Die letzten Handelstage des Februar standen jedoch im Zeichen hoher Volatilität, ausgelöst durch Bedenken im Sektor der künstlichen Intelligenz und geopolitische Spannungen im Nahen Osten, insbesondere im Iran. Diese Situation veranlasste einige Marktteilnehmer zur Vorsicht und zur Gewinnmitnahme vor dem bevorstehenden Wochenende. Der Bankensektor geriet unter Angebotsdruck, was besonders an der Mailänder Börse sichtbar war. Die Aktien der Banken MPS sowie Mediobanca verzeichneten deutliche Rückgänge nach der Veröffentlichung von Industrieprojekten, die die Analysten nicht vollständig zufriedenstellten. Die Telekommunikationsbranche und die sogenannte alte Wirtschaft wurden hingegen zu Stützen, die die Indizes stützten. Gleichzeitig verzeichneten die Rohstoffmärkte eine Stabilisierung; Erdgas-Futures schlossen die Woche bei 31,9 Euro pro Megawattstunde, was ein beruhigendes Signal für die energieintensive Industrie in Europa ist. Seit der Schuldenkrise in der Eurozone im Jahr 2011 haben die europäischen Finanzmärkte eine Reihe struktureller Reformen durchlaufen, die darauf abzielen, die Transparenz und Stabilität des Bankensektors zu erhöhen. Das italienische Statistikinstitut Istat lieferte mäßig positive Daten zur Verfassung der Realwirtschaft. Die Umsätze in der italienischen Industrie stiegen im Jahr 2025 um 0,6%, was nach einer schwierigen Phase der Stagnation als Signal einer langsamen Belebung gewertet wird. Der Handelsüberschuss außerhalb der EU belief sich im Januar auf 2,124 Mrd. Euro, trotz eines Rückgangs sowohl bei Importen als auch Exporten. Im Hintergrund dieser Ereignisse intensiviert der chinesische Autohersteller Leapmotor, unterstützt vom Konzern Stellantis, seine Präsenz auf dem europäischen Markt und nutzt das Vertriebsnetz von Fiat, was eine neue Phase des Wettbewerbs im Sektor der Elektromobilität ankündigt. „A febbraio Europa sui massimi vince su Wall Street, Milano +3,7%” (Im Februar gewinnt Europa auf Höchstständen gegen Wall Street, Mailand +3,7%) — Il Sole 24 ORE

Mentioned People

  • Giorgia Meloni — Premierministerin Italiens, erwähnt im Zusammenhang mit Diskussionen über europäische Emissionsvorschriften.
  • Giorgio Parisi — Italienischer Physiker, Nobelpreisträger, Unterzeichner eines Wissenschaftlerbriefs zum Thema ETS-System.