Der spanische Unternehmenssektor präsentiert für das Jahr 2025 extrem unterschiedliche Ergebnisse. Der Flughafenbetreiber Aena verzeichnete einen historischen Nettogewinn in Höhe von 2,136 Mrd. Euro, was zu einer Rekorddividende führte. Gleichzeitig kämpft der Telekommunikationsriese Telefónica mit einem enormen Nettoverlust von 4,3 Mrd. Euro, der auf hohe Restrukturierungskosten und Abschreibungen aufgrund des Rückzugs vom venezolanischen Markt zurückzuführen ist. Trotz der Verluste verzeichnete das Unternehmen die besten Verkaufsergebnisse seit Jahren.
Historischer Triumph für Aena
Der Flughafenbetreiber verzeichnete einen Nettogewinn von über 2,1 Milliarden Euro dank eines Rekordpassagieraufkommens, was zu einer Erhöhung der Dividende für die Aktionäre führt.
Milliardenschwere Verluste bei Telefónica
Der Telekommunikationsriese verlor 2025 4,3 Milliarden Euro aufgrund von Personalrestrukturierungskosten und Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Rückzug aus Venezuela.
Kontroversen um Abfindungen
Die ehemaligen Topmanager von Telefónica, Álvarez-Pallete und Vilá, erhielten zusammen 78,3 Millionen Euro im Zusammenhang mit ihrem Ausscheiden, was eine öffentliche Debatte auslöste.
Stabilisierung im Energiesektor
Endesa plant Investitionen in Höhe von 10,6 Milliarden Euro in Energienetze mit besonderem Schwerpunkt auf Infrastruktur für Rechenzentren.
Der spanische Flughafenkonzern Aena hat das Jahr 2025 offiziell mit einem Rekord-Nettogewinn von 2,136 Mrd. Euro abgeschlossen, was einem Anstieg von über 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese guten Ergebnisse sind das Ergebnis einer dynamischen Erholung des Tourismusverkehrs und gestiegener nicht-flugbezogener Einnahmen. Als Folge des finanziellen Erfolgs kündigte der Vorstand des Unternehmens die Ausschüttung einer Rekorddividende an, was von den Kapitalmärkten begeistert aufgenommen wurde. Der spanische Tourismussektor, dessen Rückgrat die Aktivitäten des Betreibers Aena sind, erwirtschaftet etwa 12 % des BIP des Landes und ist damit ein entscheidender Gradmesser für den Zustand der gesamten Volkswirtschaft. Eine völlig andere Situation meldet Telefónica, das unter der Führung seines neuen Vorstandsvorsitzenden Marc Murtra einen Verlust von 4,3 Mrd. Euro bekannt gab. Dies ist die Folge gigantischer Abfindungskosten für Mitarbeiter und des Rückzugs vom venezolanischen Markt. Trotz des negativen Nettoergebnisses betont Murtra, dass das Unternehmen nun strukturell deutlich gesünder und effizienter sei, was der Anstieg der freien Cashflows und das beste Handelsergebnis in Spanien seit 2018 belegen. Ein weiterer emotionaler Punkt waren die Abfindungen für ausscheidende Manager: José María Álvarez-Pallete und Ángel Vilá erhielten zusammen über 78 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem Ende ihrer Tätigkeit. 2,136 mld € — betrug der historische Nettogewinn des Flughafenbetreibers Aena Die Situation rund um den Telekommunikationsbetreiber wurde auch zum Gegenstand eines politischen Streits. Isabel Díaz Ayuso, die Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, kritisierte scharf die Politik der Regierung gegenüber dem Unternehmen und behauptete, die Politisierung der Vorstände habe zu einem Wertverlust des Unternehmens von 1,8 Mrd. Euro geführt. Parallel dazu verzeichnete das Unternehmen Grenergy im Bereich der erneuerbaren Energien Erfolge und steigerte seinen Gewinn um 46 % auf 87 Mio. Euro. Der gesamte spanische Dienstleistungs- und Handelssektor verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatzanstieg von 3,9 %, was das beste Ergebnis seit drei Jahren ist und die soliden Fundamentaldaten der dortigen Wirtschaft bestätigt. „Telefónica ya es una compañía más sólida estructuralmente tras poner en marcha su plan de transformación” (Telefónica ist nach der Umsetzung seines Transformationsplans strukturell ein solideres Unternehmen.) — Marc Murtra
Perspektywy mediów: Betont die Verkaufserfolge von Telefónica und die Rekordergebnisse von Aena als Beweis für die Wirksamkeit der Modernisierung des Dienstleistungssektors in Spanien. Legt den Schwerpunkt auf die milliardenschweren Verluste von Telefónica, die gigantischen Abfindungen für das Management und die Vorwürfe der politischen Kolonisierung des Unternehmens durch die Regierung.
Mentioned People
- Marc Murtra — Vorstandsvorsitzender von Telefónica, verantwortlich für die tiefgreifende Restrukturierung und Straffung des Unternehmens.
- Isabel Díaz Ayuso — Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, die die Politik der Regierung gegenüber strategischen Unternehmen kritisiert.
- José María Álvarez-Pallete — Ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Telefónica, der eine Abfindung von 44 Millionen Euro erhielt.