Das letzte Februarwochenende brachte Polen einen plötzlichen Temperaturanstieg mit örtlich bis zu 20 Grad Celsius. An der Ostsee, in Krakau, Posen und Łódź wurde ein reger Touristenverkehr in Parks und an Stränden verzeichnet. Trotz blühender Schneeglöckchen und Sonnenschein herrschen in höheren Lagen der Berge und in der Kaschubei weiterhin Skibedingungen, was einen einzigartigen klimatischen Kontrast zwischen den Regionen des Landes schafft.
Rekordwärme an der Ostsee
In Darłowo zeigten die Quecksilbersäulen 20 Grad Celsius, was Touristen zum Sonnenbaden an den Stränden veranlasste.
Erblühende Flora in den Städten
In Krakau und Posen wurden die ersten Schneeglöckchen und ein massives Erblühen der Frühlingsvegetation beobachtet.
Skikontrast
Trotz der Erwärmung herrschen in der Kaschubei und in den Beskiden weiterhin gute Bedingungen zum Skifahren.
Das letzte Februarwochenende 2026 ging als Zeit einer außergewöhnlichen Erwärmung in die Geschichte ein, die fast das gesamte Territorium Polens erfasste. Meteorologen verzeichneten extrem hohe Werte auf den Thermometern, die in Darłowo und anderen Küstenorten sogar 20 Grad Celsius anzeigten. Dieser starke Frühlingshauch veranlasste Tausende Polen zu Aktivitäten im Freien. In den größten Städten wie Posen, Krakau oder Breslau füllten sich Parks und Boulevards mit Spaziergängern, Joggern und Radfahrern. In Krakau wurden die ersten Schneeglöckchen zum Symbol der anstehenden Veränderungen, die massenhaft in Gärten und auf Grünflächen erschienen. Trotz fast sommerlicher Aura im Tiefland- und Küstenstreifen bieten die polnischen Berge und Hochebenen weiterhin ganz andere Bedingungen. In den Beskiden und in der Kaschubei sind die Skigebiete noch in Betrieb, und die Schneedecke ist ausreichend für Wintersport. Dieser Wetterdualismus wurde zum Leitmotiv vieler lokaler Veranstaltungen – von den City-Trail-Läufen in Bydgoszcz bis zu den Winter-MTB-Meisterschaften in Pommern. In Gdynia fiel die Freizeit der Matrosen des französischen Fregattenschiffs, das im Hafen anlegte, perfekt mit der Erwärmung zusammen und ermöglichte Erholung unter für einen polnischen Februar untypischen Bedingungen. Der Februar ist in Polen statistisch gesehen einer der kältesten Monate, jedoch wird in den letzten zehn Jahren zunehmend das Phänomen des sogenannten „falschen Frühlings” beobachtet, verursacht durch den Zustrom tropischer Luftmassen. Die Vielfalt der für dieses Wochenende vorbereiteten Attraktionen spiegelte die durch das Wetter ausgelöste Begeisterung wider. Von Jahrmärkten in Thorn über Laufmarathons in Breslau bis hin zu Konzerten und Spinnenausstellungen in den Karpatenvorbergen – das kulturelle Angebot wurde dank der günstigen Sonne voll ausgenutzt. Die Medien betonen, dass ein so plötzlicher Temperatursprung nicht nur die Freizeitpläne, sondern auch die gesellschaftliche Stimmung beeinflusste, was an den stark frequentierten Café-Terrassen zu sehen war, die an vielen Orten die Saison deutlich früher als üblich eröffneten. „Wreszcie widzę uśmiech na twarzy” (Endlich sehe ich ein Lächeln im Gesicht) — Stadtbewohner