Das Gesundheitsministerium unter der Leitung von Jolanta Sobierańska-Grenda hat wichtige Reformen zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen angekündigt. Ab September 2026 treten neue Vorschriften in Kraft, die das Sortiment in Schulkiosken und Automaten regeln und gesunde Lebensmittel fördern. Gleichzeitig kündigte das Ministerium an, dass HPV-Impfungen ab 2027 für die Jahrgänge 2018 und jünger verpflichtend werden. Kontroversen gibt es um den Rückzug vom Verbot des Kaffeeverkaufs in Schulen, obwohl die Ministerin ankündigt, gegen das Lobbying der Koffeinbranche vorzugehen.
Neue Ernährungsvorschriften
Ab September 2026 führen Schulen neue Ernährungsstandards und ein eingeschränktes Sortiment in Kiosken ein.
Verpflichtende HPV-Impfungen
Ab 2027 wird die HPV-Impfung für Kinder, die 2018 oder später geboren wurden, verpflichtend.
Kontroversen um Kaffee
Das Ministerium hat den Verbot des Kaffeeverkaufs in Schulen vorübergehend zurückgezogen, kündigt aber an, zu dieser Idee zurückzukehren.
Die polnische Schule steht vor bedeutenden systemischen Veränderungen, die die Gesundheit der jüngsten Bürger betreffen. Gesundheitsministerin Jolanta Sobierańska-Grenda informierte die Öffentlichkeit über die bevorstehende Novellierung der Verordnung zur Ernährung in Bildungseinrichtungen. Die neuen Regelungen, die am 1. September 2026 in Kraft treten, legen präzise die Liste der zum Verkauf zugelassenen Produkte fest. In Schulkiosken und Automaten werden unter anderem belegte Brote, Salate und dunkle Schokolade zu finden sein, während gleichzeitig strenge Grenzwerte für den Zuckergehalt in Getränken eingeführt werden. Die Reform zielt darauf ab, hochverarbeitete Lebensmittel aus der Ernährung der Schüler zu eliminieren. Ein wesentlicher Punkt der öffentlichen Debatte wurde der vorübergehend zurückgezogene Verbot des Kaffeeverkaufs in Schulen. Obwohl die ursprünglichen Pläne eine vollständige Entfernung der Kaffeeautomaten vorsahen, führten starker Widerstand und die Notwendigkeit einer Überarbeitung der Vorschriften dazu, dass diese Bestimmung nicht in die endgültige Fassung des Dokuments aufgenommen wurde. Ministerin Sobierańska-Grenda betonte jedoch, dass das Ministerium nicht von dieser Idee ablässt. Ihren Worten zufolge muss das Ministerium resistent gegen die Aktivitäten von Lobbyisten sein und plant in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Nationale Bildung einen erneuten Anlauf für dieses Verbot, mit dem Argument, dass übermäßiger Koffeinkonsum schädlich für die Entwicklung von Jugendlichen sei. Seit 2023 gibt es in Polen ein Programm für kostenlose, freiwillige HPV-Impfungen, das zunächst Jugendliche im Alter von 12 und 13 Jahren umfasste. Das HPV-Virus ist die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Eine weitere bahnbrechende Entscheidung ist die Änderung des Status der Impfungen gegen das HPV-Virus. Ab 2027 wird dieser Impfstoff in den Impfkalender für Kinder im Alter von 9 bis 15 Jahren aufgenommen. Die Verpflichtung wird zunächst Kinder betreffen, die 2018 geboren wurden. Die Regierung geht davon aus, dass diese Entscheidung auf Widerstand von impfkritischen Kreisen stoßen könnte und plant daher eine breit angelegte Informationskampagne. Das Gesundheitsministerium vertritt die Position, dass nur eine flächendeckende Durchimpfung eine wirksame Krebsprävention im ganzen Land ermöglicht. „Być może było za wcześnie. Będziemy próbować ponownie.” — Gesundheitsministerin Jolanta Sobierańska-Grenda2027 — Jahr der Einführung der verpflichtenden HPV-ImpfungenÄnderungen im schulischen Sortiment: Gesüßte Getränke: Keine strengen Grenzwerte → Strenge Beschränkungen des Zuckergehalts; Kaffee in Automaten: Ohne Einschränkungen verfügbar → Vorübergehend erlaubt, geplantes Verbot; Snacks: Kommerzielle Süßwaren → Ausgewählte Produkte, z.B. dunkle Schokolade
Mentioned People
- Jolanta Sobierańska-Grenda — Gesundheitsministerin, die Ernährungsreformen und Änderungen im Impfkalender ankündigt.