Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung hat ihre Prognose für das Wachstum des BIP Polens für 2026 auf 3,7 % angehoben und verweist dabei auf Investitionen, warnt jedoch vor schwächerer ausländischer Nachfrage. Parallel dazu appellierte Finanzminister Andrzej Domański in der EU für niedrigere Energiepreise für die Industrie. Daten vom Arbeitsmarkt zeigen eine registrierte Arbeitslosenquote von 6 % (934.000 Personen), und einige Analysen prognostizieren einen Gewinnrückgang der Banken um 30 % bei höherem CIT.

EBRD hob BIP-Prognose an

Die EBRD korrigierte ihre Prognose für das BIP-Wachstum Polens im Jahr 2026 auf 3,7 % nach oben und verwies auf Investitionen, warnte jedoch vor zunehmenden externen Risiken.

Warnung vor ausländischer Nachfrage

Die Entwicklungsbank signalisierte, dass eine schwächere Nachfrage aus ausländischen Märkten die Wirtschaftsaktivität einschränken könnte, insbesondere in exportorientierten Sektoren und der verarbeitenden Industrie.

Appell für günstigere Energie

Finanzminister Andrzej Domański überzeugte in der EU, dass die Senkung der Energiepreise entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie sei; einige Berichte zitierten Schätzungen über Arbeitsplatzverluste.

Arbeitsmarkt und Demografie

Die Januar-Daten zeigten eine registrierte Arbeitslosenquote von 6 % und 934.000 arbeitslose Personen, und Analysen wiesen auf die Demografie und das steigende Durchschnittsalter der Erwerbstätigen hin.

Banken: Druck auf Ergebnisse

Kommentatoren prognostizierten, dass höhere CIT und niedrigere Zinsen die Gewinne der Banken um etwa 30 % senken könnten, trotz der Erwartungen einer Belebung der Kreditvergabe.

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hat ihre Prognose für das Wachstum des BIP Polens für 2026 auf 3,7 % angehoben. In den Pressekommentaren dominierte die Begründung, dass das Tempo durch Investitionen und eine verbesserte Aktivität in einigen Sektoren aufrechterhalten werden soll. Gleichzeitig betonte die EBRD, dass ein schwächerer ausländischer Nachfrage ein Risiko für die Wirtschaftsaktivität bleiben könnte, was besonders die exportorientierte Industrie betrifft. Der Faden externer Bedrohungen wurde durch Analysen über die wachsende Konkurrenz aus China und den "Chinashock" in Europa verstärkt, wobei die These aufgestellt wurde, dass Polen aufgrund der Diversifizierung von Produktion und Absatzmärkten relativ weniger gefährdet sein könnte.

„Musimy obniżyć ceny energii” (Wir müssen die Energiepreise senken) — Finanzminister Andrzej Domański

3,7% — Prognose für das BIP-Wachstum Polens

Seit den 1990er Jahren durchlief Polen einen Wandel von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft, basierend auf Privatisierung und Investitionszuflüssen. Nach dem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2004 beschleunigte das Land die Einkommenskonvergenz gegenüber dem Westen, indem es von Handel, Fonds und der Integration von Lieferketten profitierte.

Parallel dazu überzeugte Finanzminister Andrzej Domański, der sich auf die Verfassung der europäischen Industrie bezog, auf EU-Ebene, dass die Senkung der Energiepreise eine Voraussetzung für die Wiedererlangung der Wettbewerbsfähigkeit sei; der Minister führte dabei eine Schätzung über den Verlust von 100.000 Arbeitsplätzen im europäischen Chemiesektor in den letzten vier Jahren an. Auf dem nationalen Arbeitsmarkt zeichnete sich ein gemischtes Bild ab: Einerseits zeigten die Januar-Daten eine registrierte Arbeitslosenquote von 6 % und 934.000 arbeitslosen Personen, andererseits sprachen einige Kommentare von einer "Abkühlung" der Arbeitskräftenachfrage und dem demografischen Druck, der das Durchschnittsalter der Erwerbstätigen erhöht. Im Finanzsektor wurde die Auswirkung der geplanten Erhöhung des Körperschaftsteuersatzes für Banken auf 30 % im Jahr 2026 analysiert, was bei möglichen Zinssenkungen Druck auf die Finanzergebnisse ausüben könnte, obwohl Experten keinen so drastischen Gewinneinbruch des gesamten Sektors erwarten. Ein separater Strang der Veröffentlichungen betraf die Strategie des Local Content und den Aufbau der Marke "Polen" auf der Welle der Transformation, mit Schwerpunkt auf der Beteiligung inländischer Unternehmen an Investitionen. In einigen Medien tauchte auch der Vergleich mit Spanien im Hinblick auf die Kaufkraftparität auf; einige dieser Thesen hatten eher publizistischen Charakter und stützten sich nicht auf aktuelle Daten des IWF.

„Polen hat Spanien bereits überholt” (superbiz.se.pl) — Die IWF-Prognosen für 2025–2026 bestätigen nicht, dass Polen Spanien beim BIP pro Kopf (KKP) überholt hat; der Vorsprung Spaniens bleibt bestehen, und ein Aufholen wird eher um das Jahr 2030 herum erwartet.

Mentioned People

  • Andrzej Domański — Finanzminister, appellierte in der EU für niedrigere Energiepreise für die Industrie.
  • Donald Tusk — Ministerpräsident, in Veröffentlichungen zitiert, die den Wohlstand Polens und Spaniens verglichen.