Ein plötzlicher Wintereinbruch, verursacht durch die Borrasca Oriana, hat zu einem Verkehrschaos in der Region Madrid geführt. Starke Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde und intensive Schneefälle zwangen zur Schließung wichtiger Bergstraßen sowie neuer städtischer Parks, darunter der berühmte Retiro. Rettungskräfte griffen fast neunhundert Mal ein, um umgestürzte Bäume zu entfernen und beschädigte Gebäudeteile zu sichern.

Die Region Madrid kämpft mit den verheerenden Folgen des Durchzugs der Borrasca Oriana, die orkanartige Windböen und ergiebige Schneefälle brachte. Die meteorologische Agentur Aemet hat eine orangefarbene Warnung für Berggebiete ausgegeben, wo die Windgeschwindigkeit 100 km/h überschreitet. Bis 13:00 Uhr bearbeitete das Notrufzentrum 112 insgesamt 873 Meldungen, was zu über 200 direkten Einsätzen der Feuerwehr führte. Die häufigsten Gründe für Notrufe waren umgestürzte Bäume, abgerissene Gesimse und beschädigte Zäune. Trotz des großen Ausmaßes der Schäden haben die Rettungsdienste bisher weder Todesopfer noch schwer Verletzte gemeldet. Die Iberische Halbinsel, obwohl mit einem warmen Klima assoziiert, erlebt im Winter regelmäßig heftige Wetterphänomene aufgrund des Aufeinandertreffens atlantischer und kontinentaler Luftmassen über den Hochgebirgszügen Kastiliens. Die extremen Wetterbedingungen erzwangen drastische Maßnahmen in der Verkehrs- und Tourismusinfrastruktur. Die Strecken M-601, M-604 und CL-601 wurden gesperrt, was den Zugang zu beliebten Bergpässen abschnitt. In der Hauptstadt selbst schlossen die Behörden aus Sicherheitsgründen neun historische Parks. Starker Wind beschädigte auch Wohngebäude, wie beispielsweise in der Ortschaft Las Rozas, wo ein mächtiger Baum auf ein Einfamilienhaus stürzte. Die Dienste appellieren, besondere Vorsicht walten zu lassen und die aktuellen Wettermitteilungen zu verfolgen, da die gefährliche Wetterlage bis in die späten Nachmittagsstunden anhalten soll. <wykres-słupkowy tytuł=