Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete während eines Treffens im Kreml mit Kubas Außenminister Bruno Rodríguez die neuen US-Restriktionen als inakzeptabel. Kuba kämpft mit einer drastischen Energie- und Wirtschaftskrise, die durch eine Blockade der Öllieferungen verschärft wird. Russland kündigt materielle Hilfe an, während sich die Lage auf der Insel von Tag zu Tag verschlechtert und zu einem Zusammenbruch der kommunalen Dienstleistungen und des Tourismus führt.
Russische Unterstützung für Kuba
Präsident Wladimir Putin verurteilte die amerikanischen Sanktionen und versprach materielle Unterstützung für Havanna angesichts der Energiekrise.
Zusammenbruch der Dienstleistungen in Havanna
Aufgrund von Treibstoffmangel sind in der Hauptstadt weniger als die Hälfte der Müllfahrzeuge im Einsatz, was zu Abfallansammlungen auf den Straßen führt.
Drohung mit Marineeinsatz
Russland warnt davor, die Kriegsflotte zum Schutz von Tankern vor Aktionen des Westens einzusetzen, die es als Piraterie bezeichnet.
Präsident Wladimir Putin empfing im Kreml den Leiter der kubanischen Diplomatie, Bruno Rodríguez, um die sich vertiefende Krise in der Karibik zu erörtern. Der russische Führer verurteilte die neuen Sanktionen der Vereinigten Staaten eindeutig und nannte sie „inakzeptabel”. Moskau erklärt sich solidarisch mit Havanna, das unter einem akuten Treibstoffmangel nach der Unterbrechung von Lieferungen aus Venezuela und Zollbedrohungen gegenüber Mexiko leidet. Die Lage auf der Insel ist kritisch: In der Hauptstadt Havanna häufen sich ungesammelte Abfälle auf den Straßen, da von 106 Müllfahrzeugen nur noch 44 Fahrzeuge einsatzfähig sind. Zudem leidet der Tourismussektor, eine tragende Säule der Wirtschaft, unter einem Mangel an Flugzeugtreibstoff, was zu leeren Stränden im berühmten Varadero geführt hat. Parallel zur diplomatischen Unterstützung gibt es militärische Warnungen. Nikolai Patruschew, ein enger Mitarbeiter Putins, deutete die Möglichkeit an, die russische Kriegsmarine zum Schutz von Handelsschiffen vor Aktionen westlicher Staaten einzusetzen, die er als „Piraterie” bezeichnete. Russland fürchtet die Beschlagnahmung von Schiffen der sogenannten Schattenflotte. Die Spannungen nehmen auch in den Beziehungen zu Irland zu, wo die dortige Verteidigungsministerin Inspektionen russischer Tanker in der ausschließlichen Wirtschaftszone erwägt, was der russische Botschafter als Provokation bezeichnete. Die sowjetisch-kubanischen Beziehungen intensivierten sich nach der Revolution von 1959 rapide, und der Höhepunkt der Spannungen war die Kubakrise 1962, die die Welt an den Rand eines Atomkriegs brachte. Die kubanische Regierung schuldet spanischen Unternehmen über 300 Millionen Euro, was das Ausmaß des finanziellen Zusammenbruchs unterstreicht. Obwohl Sergei Lawrow systematische Unterstützung zusicherte, bleiben konkrete Details der materiellen Hilfe begrenzt. Experten weisen darauf hin, dass Donald Trump durch die Blockade der Energieversorgung einen vollständigen Zusammenbruch des Regimes in Havanna anstrebt. Der Inselstaat, der nach dem Sturz von Nicolás Maduro vom venezolanischen Öl abgeschnitten ist, muss Rettung in geheimen Transporten suchen, die Berichten zufolge aus Panama kommen. Dies ist eine besondere Zeit, eine Zeit neuer Sanktionen. Sie wissen, was wir davon halten. So etwas ist für uns nicht akzeptabel. Einsatzfähige Müllfahrzeuge: 44, Nicht einsatzfähige Müllfahrzeuge: 62 beträgt Kubas Schulden gegenüber spanischen Unternehmen
Mentioned People
- Wladimir Putin — Präsident Russlands, der Unterstützung für Kuba zusagte und die US-Sanktionen verurteilte.
- Bruno Rodríguez — Außenminister Kubas, der einen offiziellen Besuch in Moskau abstattete.
- Nikolai Patruschew — Hoher Kreml-Beamter, Berater für Schifffahrt, der mit dem Einsatz der Kriegsmarine drohte.