Laut einem Bericht eines finnischen Think Tanks exportiert Russland derzeit trotz eines Rückgangs im vergangenen Jahr 6 % mehr Rohöl als vor der Invasion in die Ukraine im Jahr 2022. Gleichzeitig sind die Staatseinnahmen aus diesen Exporten im Vergleich zur Vorkriegszeit um 18 % gesunken, was auf den Verkauf des Rohstoffs zu reduzierten Preisen zurückzuführen ist, um die vom Westen verhängten Sanktionen zu umgehen. Die Autoren des Berichts fordern eine Verschärfung der Kontrollen zur Durchsetzung der Restriktionen und weisen auf bestehende Lücken im System hin.

Anstieg des Exportvolumens

Trotz eines Rückgangs im Jahr 2025 liegt das Exportvolumen russischen Rohöls weiterhin 6 % über dem Niveau vor der Invasion in die Ukraine.

Starker Rückgang der Einnahmen

Die Einnahmen Russlands aus dem Ölexport sind im Vergleich zur Vorkriegszeit um 18 % gesunken, da der Rohstoff zu reduzierten Preisen verkauft wird.

Aufruf zur Verschärfung der Sanktionen

Die Autoren des Berichts, ein finnischer Think Tank, appellieren für eine strengere Durchsetzung der westlichen Sanktionen gegen den russischen Energiesektor.

Risiko durch die „Schattenflotte”

Die Umgehung der Sanktionen ist durch den Einsatz der sogenannten Schattenflotte von Tankern sowie den Verkauf von Öl zu reduzierten Preisen möglich.

Laut dem neuesten Bericht des finnischen Think Tanks, der am Dienstag erschien, übersteigt der russische Rohölexport weiterhin das Niveau vor der Invasion in die Ukraine. Im vierten Kriegsjahr liegt das Exportvolumen des Rohstoffs trotz eines im vergangenen Jahr verzeichneten Rückgangs 6 % über dem Wert von Anfang 2022. Nach Beginn der Invasion in die Ukraine im Februar 2022 verhängten die westlichen Staaten eine Reihe von Sanktionen gegen den russischen Energiesektor, darunter ein Embargo für den Import von Öl auf dem Seeweg und einen Preis-Korridor für per Tanker transportiertes Öl. Ziel dieser Restriktionen war es, dem Kreml die Haupteinnahmequelle zur Finanzierung des Krieges zu entziehen. Gleichzeitig verzeichnen Analysten eine paradoxe Situation. Obwohl die verkaufte Ölmenge gestiegen ist, sind die Staatseinnahmen Russlands aus diesem Grund dramatisch gesunken. Laut von BFMTV zitierten Daten verringerten sich diese Einnahmen im vergangenen Jahr um 18 % im Vergleich zur Vorkriegszeit. Dieser Rückgang ist die Folge der Notwendigkeit, den Rohstoff zu deutlich reduzierten Preisen zu verkaufen, um unter Sanktionsbedingungen Abnehmer zu finden. Russland ist gezwungen, „sein schwarzes Gold zu verschleudern”, wie es der französische Sender bezeichnete. „Despite a drop last year, Russia is still exporting more crude oil than before its invasion of Ukraine in 2022.” (Trotz eines Rückgangs im vergangenen Jahr exportiert Russland immer noch mehr Rohöl als vor seiner Invasion in die Ukraine im Jahr 2022.) — Bericht des finnischen Think Tanks Experten weisen darauf hin, dass die Aufrechterhaltung des hohen Exportniveaus dank bestehender Lücken im Sanktionssystem möglich ist. Eine Schlüsselrolle spielt die sogenannte Schattenflotte von Tankern mit unklarer Eigentümerschaft, die den Transport russischen Öls zu Käufern in Asien und anderen Regionen ermöglicht. Die Autoren des Berichts fordern eindeutig eine Verschärfung der Kontrollen und die Durchsetzung der verhängten Restriktionen und argumentieren, dass die derzeitigen Mechanismen unzureichend seien. Es ist zu erwarten, dass das Thema der Wirksamkeit der Energiesanktionen einer der zentralen Diskussionspunkte während der nächsten Gipfeltreffen westlicher Staats- und Regierungschefs sein wird.

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die Unwirksamkeit der bisherigen Sanktionen und fordern deren Verschärfung, indem sie auf die lukrative Finanzierungsquelle der russischen Kriegsmaschinerie hinweisen. Konservative Medien könnten den Sinn einer weiteren Verschärfung der Sanktionen in Frage stellen und argumentieren, dass diese die Volkswirtschaften der westlichen Staaten treffen und Russland ohnehin Wege findet, sie zu umgehen.

Mentioned People

  • Władimir Putin — Präsident Russlands, dessen Staat einen Rückgang der Einnahmen aus dem Ölexport verzeichnet.