Das Hauptkommissariat der Polizei hat über einen drastischen Anstieg der Opferzahlen niedriger Temperaturen informiert. Seit Anfang November letzten Jahres haben bereits 50 Menschen ihr Leben durch Unterkühlung verloren. Allein in den letzten 24 Stunden wurden zwei weitere Todesfälle registriert. Die Situation wird durch tragische Ereignisse in Städten verschärft, darunter der Tod eines 48-jährigen Mannes in einer Warschauer Straßenbahn und die Auffindung einer Leiche einer Frau in der Nähe einer Haltestelle in Olsztynek.

Tragische Polizeibilanz

Seit Anfang November sind im ganzen Land 50 Menschen an Unterkühlung gestorben, davon zwei in den letzten 24 Stunden.

Tod im öffentlichen Nahverkehr

Ein 48-jähriger Mann starb nach einem Zusammenbruch in einer Warschauer Straßenbahn trotz sofortiger Hilfeleistung.

Erfolgreiche Einsätze

In Schlesien retteten Polizisten einen Mann in einem Zustand extremer Unterkühlung aus einem leerstehenden Gebäude.

Appell zum Handeln

Die Dienste erinnern an die Pflicht, Personen, die der Kälte ausgesetzt sind, unter der Nummer 112 zu melden.

Die polizeilichen Statistiken werfen ein düsteres Licht auf diesen Winter. Seit dem 1. November wurden 50 Todesfälle registriert, deren direkte Ursache Unterkühlung war. Die neuesten Daten zeigen, dass allein innerhalb eines Tages zwei Personen starben, was durch Meldungen des Hauptkommissariats der Polizei bestätigt wird. Ein besonders dramatischer Vorfall ereignete sich in Warschau, wo in der Straßenbahnlinie 17 ein 48-jähriger ukrainischer Staatsbürger zusammenbrach und starb. Trotz eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen konnte das Leben des Mannes nicht gerettet werden. Die Rettungsdienste appellieren an die Wachsamkeit und das Reagieren beim Anblick von Personen, die der Kälte ausgesetzt sind. In der Woiwodschaft Schlesien führten Polizisten eine erfolgreiche Rettungsaktion durch, indem sie einen extrem unterkühlten Mann aus einem leerstehenden Gebäude holten, was eine weitere Tragödie verhinderte. Gleichzeitig laufen in Olsztynek Ermittlungen nach der Auffindung der Leiche einer Frau an einer Haltestelle. Die Polizei erinnert daran, dass Opfer niedriger Temperaturen nicht nur Obdachlose sind, sondern auch Senioren oder Personen unter Alkoholeinfluss, bei denen der Wärmeverlustprozess deutlich schneller abläuft. In Polen basiert das Hilfesystem für Obdachlose im Winter auf einem Netz von Übernachtungsheimen und Wärmestuben, deren Zahl nach dem tragischen Winter 2005/2006 gestiegen ist, als über 200 Menschen an Unterkühlung starben. Die Beamten betonen, dass ein Anruf unter der Notrufnummer Leben retten kann. Überwacht werden Orte, an denen hilfsbedürftige Personen sich aufhalten könnten: Treppenhäuser, Gartenlauben und Keller. Das RCB gibt regelmäßig Warnungen vor starkem Frost heraus und empfiehlt, den Aufenthalt im Freien während der Nachtstunden einzuschränken. Die Wetterlage bleibt stabil, doch die anhaltenden Minustemperaturen stellen weiterhin eine reale Gefahr für Leben und Gesundheit der Bürger dar. Opfer von Unterkühlung in Polen (kumuliert): 2025-11-01: 0, 2025-12-01: 12, 2026-01-01: 28, 2026-02-22: 50 50 — Personen sind seit November an der Kälte gestorben