Dieser Februar wird als Monat der Wetterextreme in die Geschichte eingehen. Während die nördlichen Regionen Deutschlands den schneereichsten Winter seit 14 Jahren erlebten, verzeichnete der Südwesten des Landes rekordverdächtige 23 Grad Celsius. Das plötzliche Einsetzen frühlingshafter Temperaturen Ende des Monats löste eine frühere Blütezeit aus, was eine ernste Herausforderung für Allergiker darstellt. Die Wetterlage in Europa bleibt dynamisch und vereint Hochgebirgsskifahren mit fast sommerlichen Bedingungen im Flachland.

Rekordwärme im Februar

In Südwestdeutschland zeigten die Thermometer 23 Grad, was historische Temperaturrekorde für diesen Monat aufstellte.

Schneereicher Winter im Norden

Berlin und die nördlichen Bundesländer verzeichneten die stärksten Schneefälle seit 14 Jahren, was im Kontrast zum warmen Süden des Landes steht.

Schwierige Saison für Allergiker

Die vorzeitige Erwärmung verursachte einen abrupten Beginn der Pflanzenblüte, was die diesjährige Pollenflugzeit erheblich verlängern wird.

Ende Februar 2026 brachte Mittel- und Südeuropa ein bisher ungesehenes Spektrum an Wetterphänomenen. In den südwestlichen Regionen Deutschlands wurden Temperaturen von bis zu 23 Grad Celsius gemessen, was Meteorologen veranlasste, neue Rekorde für diesen Monat auszurufen. Solch hohe Werte sind eher typisch für Mai als für den letzten Wintermonat. Frühlingshafte Witterung herrschte auch in Berlin, Brandenburg und Thüringen, wo die Thermometer über 20 Grad anzeigten. Dieses Phänomen ist das Ergebnis des Zustroms warmer Luftmassen, die den vorherrschenden Frost verdrängten. Diese Situation hatte unmittelbare ökologische und gesundheitliche Folgen. Medizinische Experten warnen, dass der plötzliche Temperaturanstieg einen früheren Start der Allergiesaison verursacht hat. Personen, die an Heuschnupfen leiden, müssen sich auf eine längere und intensivere Exposition gegenüber Pflanzenpollen einstellen, die unter normalen Bedingungen viel später zu blühen beginnen. Pollinose hat in diesem Jahr mit verdoppelter Kraft zugeschlagen, was Daten vieler Umweltüberwachungszentren bestätigen. Der Trend der Erwärmung der Wintersaison in Mitteleuropa wird seit den 1990er Jahren beobachtet, was zu häufigerem Auftreten sogenannter schneeloser Winter im Flachland und extremen Temperatursprüngen führt. Trotz lokaler Hitze sieht die Bilanz des gesamten Winters in anderen Teilen des Kontinents ganz anders aus. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wurde der meiste Schnee seit 2012 gemessen, in einigen Regionen sogar seit 14 Jahren. Im Saarland verlief der Winter unter dem Zeichen rekordverdächtiger Regenfälle bei gleichzeitigem Sonnenscheindefizit. Diese Wetteranomalie zeigt die enorme klimatische Vielfalt auf relativ kleinem Raum in Europa, wo gleichzeitig einige Regionen mit Schneeparalyse kämpfen und andere mit hydrologischer Dürre. „Es war ein Februar der Extreme: von Frost zu Frühling innerhalb weniger Wochen.” — Deutscher Wetterdienst Infolge der Erwärmung bereiten sich die Wintersportzentren in Hessen und Bayern auf das Saisonende vor. Skifahrer nutzen die letzten Tage auf der Piste, während in den Tälern die ersten Blumen blühen. Meteorologen warnen jedoch vor einer herannahenden Tiefdruckfront, die Bewölkung und Niederschläge bringen und diesen ungewöhnlichen Episoden von Februarhitze beenden soll.