Die Polizei der Grafschaft Essex überprüft neue Informationen zu Privatflügen am Flughafen London-Stansted, die mit der Tätigkeit des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein in Verbindung stehen könnten. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Verdacht des Menschenhandels und des illegalen Schmuggels von Frauen nach Großbritannien. Die Beamten analysieren Dokumente, die kürzlich vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden und darauf hindeuten, dass der Flughafen als logistischer Knotenpunkt für ein pädophiles Netzwerk gedient haben könnte.

Analyse der Flüge nach Stansted

Die Polizei aus Essex untersucht Aufzeichnungen von Privatflügen am Flughafen Stansted im Hinblick auf Verbindungen zum Netzwerk von Jeffrey Epstein und Menschenhandel.

Politischer Druck

Der ehemalige Premierminister Gordon Brown forderte nach der Lektüre der veröffentlichten Akten des US-Justizministeriums zu sofortigen Ermittlungen auf.

Erhebliche Anzahl von Flügen

Erste Erkenntnisse deuten auf fast 90 Flüge zwischen den 1990er Jahren und 2018 hin, die möglicherweise zum Transport von Opfern dienten.

Beamte der Essex Police haben eine detaillierte Analyse der Aufzeichnungen zu Privatflügen am Flughafen London-Stansted begonnen. Diese Maßnahmen sind eine direkte Folge der Veröffentlichung von Millionen Seiten Akten durch das US-Justizministerium zu Tätern und Opfern im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein. Die Ermittler prüfen, ob der Flughafen als eine Art Umschlagplatz für Opfer von Menschenhandel diente. Nach früheren journalistischen Erkenntnissen wurden in den 1990er Jahren und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts fast 90 verdächtige Flüge im Zusammenhang mit Epstein registriert. Der Druck, entschiedene Schritte zu unternehmen, ist nach einem öffentlichen Eingreifen des ehemaligen britischen Premierministers gestiegen. Gordon Brown forderte die Behörden auf, dringend zu untersuchen, ob britische Frauen und minderjährige Mädchen mit diesen Maschinen ins Land transportiert wurden, um später ausgebeutet zu werden. Der Fall hat auch eine politische Dimension, da Epsteins Kontakte zu Mitgliedern der königlichen Familie einen Schatten werfen. Die Medien legen besonderes Augenmerk auf die Beziehungen des Straftäters zu Prinz Andrew, obwohl ihm bisher in diesem konkreten Fall keine strafrechtlichen Vorwürfe gemacht wurden. Die Epstein-Affäre brach 2019 mit neuer Kraft aus, als der Milliardär wegen des Verdachts auf Handel mit Minderjährigen verhaftet wurde. Sein Tod in einem New Yorker Gefängnis verhinderte einen Prozess, doch die nach und nach veröffentlichten Dokumente werfen ein Licht auf ein weitreichendes Netzwerk von Kontakten in politischen und wirtschaftlichen Eliten.Die derzeitigen Maßnahmen der britischen Strafverfolgungsbehörden zielen darauf ab, festzustellen, ob auf dem Gebiet des Vereinigten Königreichs Straftaten begangen wurden, die den Ermittlern bisher entgangen sind. Die Polizei untersucht nicht nur die Identität der Passagiere, sondern auch die Logistik der Flüge, die dank der Nutzung von Terminals für Privatmaschinen die standardmäßigen Passagierkontrollen umgingen. Experten weisen darauf hin, dass die Analyse von Daten aus vergangenen Jahrzehnten schwierig sein könnte, doch moderne Techniken zur Untersuchung digitaler Archive geben Hoffnung auf einen Durchbruch in diesem langwierigen und vielschichtigen Verfahren. „Die Polizei muss dringend die Hinweise untersuchen, dass Frauen und Mädchen an Bord dieser Maschinen zu Opfern von Menschenhandel geworden sein könnten.” — Gordon Brown90 — Flüge im Zusammenhang mit Epstein untersucht die britische PolizeiLiberale Medien legen starken Wert auf die Verantwortung der Eliten und fordern Transparenz bei der Untersuchung der Verbindungen der königlichen Familie zum Straftäter. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die verfahrenstechnischen Aspekte der Ermittlungen und die Wahrung der Unschuldsvermutung für die in den Akten genannten Personen.

Mentioned People

  • Jeffrey Epstein — Verstorbener Sexualstraftäter, dessen Tätigkeit Gegenstand internationaler Ermittlungen ist.
  • Gordon Brown — Ehemaliger Premierminister des Vereinigten Königreichs, der eine erneute Überprüfung der Beweise im Fall Epstein forderte.
  • Książę Andrzej — Britischer Prinz, dessen Name im Zusammenhang mit Beziehungen zu Epstein auftaucht.