José Ángel González, der operative Direktor der spanischen Nationalpolizei, hat seinen Rücktritt eingereicht, nachdem ein Gericht in Madrid Ermittlungen wegen angeblicher sexueller Nötigung einer Untergebenen aufgenommen hat. Die Beamtin wirft ihrem Vorgesetzten Vergewaltigung mit Penetration vor, die er sich in seiner Dienstwohnung haben zuschulden kommen lassen haben soll. Das Gericht wird den Angeklagten und das Opfer im März vernehmen, und der Fall hat ein politisches Erdbeben im spanischen Innenministerium ausgelöst.

Rücktritt des operativen Direktors

José Ángel González reichte seinen Rücktritt vom Amt des DAO ein, nachdem das Gericht einen Antrag auf Ermittlungen wegen sexueller Nötigung angenommen hatte.

Schwere strafrechtliche Vorwürfe

Neben Vergewaltigung wird der Kommissar verdächtigt, Nötigung, psychische Schädigung und finanzielle Misswirtschaft begangen zu haben.

Wichtige Audio-Beweise

In den Akten des Falls befinden sich Aufnahmen vom Tag des Vorfalls, die sowohl den Übergriff als auch späteren Versuch der Einschüchterung des Opfers belegen sollen.

Ein Erschütterung in den spanischen Sicherheitskräften folgte auf die Veröffentlichung von Informationen über die Ermittlungen des Gerichts für Gewalt gegen Frauen Nr. 8 in Madrid. Hauptbeschuldigter ist José Ángel González Jiménez, bekannt unter dem Spitznamen „Jota”, der bis zu seinem Rücktritt das Amt des stellvertretenden operativen Direktors (DAO) innehatte und damit de facto die Nummer zwei in der Hierarchie der Nationalpolizei war. Die von der Polizistin eingereichte Beschwerde betrifft Vorfälle, die sich in der Dienstwohnung des Kommissars ereignet haben sollen. Nach Angaben der Geschädigten soll González nach einer gemeinsamen Rückkehr von der Arbeit trotz ihres ausdrücklichen Widerstands eine sexuelle Nötigung mit Penetration begangen haben. Der Fall hat einen breiteren rechtlichen und disziplinarischen Kontext, da die Anklage neben dem schwerwiegendsten Vorwurf auch Nötigung, psychische Schäden und Veruntreuung öffentlicher Mittel umfasst. Staatsanwaltschaft und Gericht verfügen über Tonaufnahmen, die sowohl den Ablauf des Nachmittags, an dem der angebliche Übergriff stattfand, als auch späteren Druck des Vorgesetzten auf die Frau dokumentieren sollen. José Ángel González, der sein Amt seit 2018 innehatte, entschied sich zum Rücktritt, um den Ruf der Institution zu schützen. Diese Entscheidung löste sofortige politische Reaktionen aus. Die oppositionelle Volkspartei (PP) fordert Aufklärung vom Innenminister Fernando Grande-Marlaska und wirft ihm vor, den Kommissar zuvor „geschützt” zu haben. Das spanische Recht zu Sexualstraftaten hat in den letzten Jahren eine umfassende Reform erfahren, bekannt als das „Nur Ja heißt Ja”-Gesetz (Solo sí es sí), das besonderen Wert auf das Fehlen einer ausdrücklichen Zustimmung als Schlüsselelement der Vergewaltigungsdefinition legt und damit den Nachweis von physischer Gewalt überflüssig macht.Die Situation hat auch Reaktionen der Gewerkschaften hervorgerufen. Die Organisation Jupol, die die Interessen der Polizisten vertritt, forderte die sofortige Entfernung des Direktors aus seinem Amt noch vor seinem offiziellen Rücktritt. Richter David Maman Benchimol hat den Termin für die Vernehmungen auf den 17. März 2026 festgelegt. An diesem Tag wird das Gericht detaillierte Aussagen beider Seiten anhören, um festzustellen, ob ausreichende Beweise für eine Anklageerhebung vorliegen. Dieser Skandal wird als eine der schwerwiegendsten Imagekrisen des Innenministeriums in den letzten Jahren angesehen, die das Herz der Polizeiführungsstruktur trifft. 17 marca — findet die erste Vernehmung des beschuldigten Kommissars stattLiberale Medien betonen die Bedeutung der Aussagen des Opfers und der gesetzlichen Reform zum Schutz von Frauen vor Machtmissbrauch. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die politische Verantwortung von Minister Marlaska und kritisieren ihn für die Ernennung von González.

Mentioned People

  • José Ángel González Jiménez — Ehemaliger stellvertretender operativer Direktor (DAO) der spanischen Nationalpolizei, beschuldigt der Vergewaltigung und Nötigung.
  • Fernando Grande-Marlaska — Innenminister Spaniens, von der Opposition für die Aufsicht über die Polizei kritisiert.