Die polnische Polizei und das Zentralbüro für Ermittlungen der Polizei haben in den letzten Tagen eine Reihe spektakulärer Aktionen gegen die organisierte Kriminalität durchgeführt. Den Beamten gelang es, Gruppen zu zerschlagen, die sich mit Investmentbetrug beschäftigen, über 150 Kilogramm Drogen zu beschlagnahmen und Versuche des illegalen Menschenschmuggels über die polnischen Grenzen zu vereiteln. Außerdem wurden mehrere Personen festgenommen, die per Haftbefehl gesucht wurden und sich seit längerer Zeit vor der Justiz versteckt hatten.

Zerschlagung eines Betrügernetzwerks

Die Ermittlungen zu Internetbetrug mit Aktien von Treibstoffunternehmen wurden abgeschlossen, bei dem Bürger über 350.000 Złoty verloren.

Großer Drogentransport

Beschlagnahme von insgesamt 150 kg Marihuana und anderen Rauschmitteln in Bielsko-Biała sowie während einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn.

Ballonschmuggel im Osten

Der Grenzschutz warnt vor einer neuen Methode des Tabakschmuggels mithilfe von Ballons, die über die Grenze zu Belarus fliegen.

Sicherheit auf den Straßen

Start einer landesweiten Kontrollaktion gegen Autofahrer, die während der Fahrt Telefone benutzen.

Die jüngsten Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden in Polen konzentrierten sich auf die Bekämpfung moderner Formen der Wirtschaftskriminalität und des Handels mit Rauschmitteln. Polizisten aus Garwolin haben eine Anklageschrift gegen eine Gruppe von Internetbetrügern an das Gericht überwiesen, die unter Ausnutzung gefälschter Webseiten und Werbung fiktive Investitionen in Aktien von Treibstoffunternehmen anboten. Die Opfer des Verfahrens verloren insgesamt über 350.000 Złoty, da sie an schnelle Gewinne von legal operierenden Energiekonzernen glaubten. In Bielsko-Biała und auf Autobahnen kam es zu bedeutenden Drogenbeschlagnahmen. Im Zuge weitreichender Maßnahmen hat das Zentralbüro für Ermittlungen Drogenlabore zerschlagen und dabei über eine Tonne Substanzen, darunter Klefedron, beschlagnahmt, während Beamte nach einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn 50 kg Marihuana sichergestellt haben. Gleichzeitig verzeichnet die Grenzschutzbehörde einen Anstieg innovativer Schmuggelmethoden an der östlichen Staatsgrenze. In der Region Lublin werden zunehmend Ballons zum Transport von Tabakschmuggelware genutzt, was die Behörden zwingt, den Luftraum zu überwachen. In den Bieszczady und in Podlachien wurden Kurierfahrer festgenommen, darunter ukrainische Staatsbürger, die illegal Personen aus Äthiopien, Somalia und Mali über die Grenze zu Litauen transportierten. Diese Situation fügt sich in den breiteren Kontext des Migrationsdrucks an den Außengrenzen der Europäischen Union ein, wo kriminelle Gruppen die Transportrouten dynamisch verändern. Laut Statistiken des Hauptkommandos der Polizei ist die Zahl der mit digitalen Methoden begangenen Betrugsfälle in den letzten Jahren um mehrere Dutzend Prozent gestiegen, was die Einrichtung spezialisierter Einheiten zur Bekämpfung der Cyberkriminalität erforderlich machte. Im Straßenverkehr startete die Polizei eine zyklische Aufklärungs- und Kontrollaktion mit dem Namen „Pfoten ans Steuer”, die darauf abzielt, die Nutzung von Mobiltelefonen durch Autofahrer einzuschränken. Diese Maßnahmen sind eine Reaktion auf die steigende Zahl von Unfällen, die durch Ablenkung verursacht werden. Parallel dazu nahmen in Grudziądz und in Schlesien sogenannte Kopfgeldjäger mehrfach vorbestrafte Wiederholungstäter und Personen fest, die wegen Raubüberfällen verurteilt worden waren und versucht hatten, der Strafe durch Identitäts- oder Wohnortwechsel zu entgehen. Die Beamten appellieren an die Wachsamkeit, insbesondere gegenüber älteren Menschen, die weiterhin Opfer von Betrügern werden, die nach der Methode „als Beamter” oder unter dem Vorwand einer Kontrolle der Wasserinstallationen in Wohnungen vorgehen. „Bielscy policjanci zatrzymali mieszkańca Łodzi za udział w oszustwach metodą na wypadek.” (Bielsker Polizisten nahmen einen Einwohner von Łódź wegen Beteiligung an Betrug nach der Methode 'auf Unfall' fest.) — Polizeimitteilung

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die Notwendigkeit des Menschenrechtsschutzes bei der Festnahme von Migranten an den Grenzen. Konservative Medien heben die Effektivität der Behörden bei der Abriegelung der Grenzen vor illegalem Schmuggel hervor.