Die italienische Polizia di Stato und die französische Police Nationale führten am Freitag eine gemeinsame Operation gegen eine kriminelle Gruppe durch, die sich mit dem Schmuggel von Migranten über die Grenze in Ventimiglia befasste. 15 Personen wurden festgenommen, von denen 14 inhaftiert wurden. Die Ermittler deckten einen erbarmungslosen Preisplan für die Dienste auf, der Transport per Taxi, das Verstecken von Menschen in Lkw-Aufliegern und riskante Fußmärsche umfasste. Über 200 Fälle illegaler Grenzübertritte zwischen Frankreich und Italien wurden dokumentiert.

Zerschlagung eines kriminellen Netzwerks

15 Personen wurden wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung festgenommen, von denen 14 bei einer koordinierten Razzia inhaftiert wurden.

Aufdeckung des Schleusertarifs

Es wurden Sätze von 50 bis 300 Euro für den Transport über die Grenze aufgedeckt, darunter extrem gefährliche Methoden wie das Verstecken von Menschen in Lkw-Aufliegern.

Ausmaß der illegalen Aktivitäten

Die Polizei dokumentierte über 200 Fälle erfolgreichen Migrantenschmuggels, einschließlich Minderjähriger, über die Grenze in Ventimiglia.

Gemeinsame Maßnahmen der italienischen und französischen Sicherheitskräfte führten zur Zerschlagung einer organisierten kriminellen Gruppe, die aus menschlichem Leid ein profitables Geschäft machte. Im Zuge der Aktion in Ventimiglia und auf französischem Territorium nahmen die Ermittler 15 Personen fest, überwiegend aus Zentralafrika stammend. Der Gruppe wurden Vorwürfe der Beihilfe zur illegalen Einwanderung gemacht. Die Operation war das Ergebnis der Arbeit eines gemischten Polizeiteams beider Länder, das im Februar 2025 eingerichtet wurde. Die Ermittlungen offenbarten den brutalen Zynismus der Täter, die einen festen Tarif für den Schmuggel festgelegt hatten. Für eine Fahrt mit einem gemieteten Taxi kassierten die Kriminellen 300 Euro, während die Versteckung eines Migranten in einem Sattelzug-Auflieger (oft ohne Wissen des Fahrers) mit 100 Euro bewertet wurde. Die billigste und gefährlichste Option war der Fußweg für 50 Euro. 200 — dokumentierte Fälle von MigrantenschmuggelSeit der Migrationskrise 2015 ist Ventimiglia zu einem der Schlüsselpunkte auf der sogenannten Mittelmeerroute geworden, wo Migranten versuchen, von Italien nach Westeuropa zu gelangen, oft unter Lebensgefahr auf Bergpfaden oder in Eisenbahntunneln.Während der Ermittlungen wurde festgestellt, dass sich unter den über die Grenze geschmuggelten Personen auch unbegleitete Minderjährige befanden. Die Kriminellen zeigten keine Sorge um das Leben und die Gesundheit ihrer Kunden und setzten sie der Gefahr des Erstickens in geschlossenen Fahrzeugen oder von Unfällen während Fußmärschen durch schwieriges Grenzgebiet aus. Neun Verdächtige wurden in Italien gefasst, die Übrigen auf französischer Seite festgenommen. Dies ist der erste bedeutende Erfolg der neu geschaffenen operativen Einheit Uro, die die grenzüberschreitenden Maßnahmen der italienischen und französischen Polizei integriert. „Die Schleuser handelten skrupellos; es zählte nur das Geld, und das Überleben der Migranten war zweitrangig.” — PolizeimitteilungTarifplan für Schleuserdienste: Taxifahrt: legale Fahrt → 300 Euro; Versteck im Lkw: k.A. → 100 Euro; Fußweg: kostenlos → 50 Euro