Wissenschaftler der Gruppe World Weather Attribution haben bestätigt, dass die katastrophalen Regenfälle, die Anfang 2026 Spanien, Portugal und Marokko heimsuchten, aufgrund der globalen Erwärmung etwa 30 Prozent heftiger waren. Eine Serie von neun heftigen Stürmen forderte über 50 Todesopfer und zwang Zehntausende Einwohner zur Evakuierung. Die Klimaanalyse zeigte einen direkten Zusammenhang zwischen dem anthropogenen Temperaturanstieg von 1,3 Grad Celsius und dem extremen Ausmaß der Überschwemmungen in der Mittelmeerregion.

Klimaattribution der Überschwemmungen

Studien der WWA bestätigten, dass die Niederschläge in Spanien und Marokko aufgrund der Klimaerwärmung um etwa 30 % intensiver waren.

Tragische Folgen der Sturmserie

Neun heftige Tiefdruckgebiete verursachten innerhalb eines Monats über 50 Todesopfer.

Regionale Unterschiede der Niederschläge

Den größten Anstieg der Wassermenge während regenreicher Tage, der bis zu 36 % erreichte, verzeichnete man im südlichen Teil der Region.

Der neueste Bericht eines internationalen Expertenteams der Initiative World Weather Attribution (WWA) wirft ein neues Licht auf die Ursachen der verheerenden Wetterereignisse, die zwischen dem 16. Januar und dem 17. Februar 2026 auftraten. Die Analyse belegt, dass Tage mit den intensivsten Niederschlägen heute etwa 30 Prozent feuchter sind als in der vorindustriellen Ära. Im südlichen Teil der untersuchten Region betrug dieser Anstieg sogar 36 Prozent, während im Norden ein Sprung von 29 Prozent verzeichnet wurde. Eine so radikale Veränderung der Niederschlagscharakteristik ist eine direkte Folge der Erwärmung der Atmosphäre um fast 1,3 Grad Celsius, was sich in einer größeren Fähigkeit der Luft auswirkt, Wasserdampf zu speichern und heftig freizusetzen. Die Wissenschaftler analysierten den Einfluss einer Serie von neun mächtigen Tiefdruckgebieten, die über Südwesteuropa und Nordafrika hinwegzogen. In einigen spanischen Städten wie Grazalema fiel in nur wenigen Tagen so viel Regen wie normalerweise in einem ganzen Jahr. Die tragische Bilanz dieser Ereignisse sind über 50 Todesopfer und enorme Sachschäden. Experten betonen, dass ohne den Einfluss menschlicher Aktivitäten solche extremen Phänomene deutlich seltener und weniger belastend für die lokale Infrastruktur und die Sicherheit der Bewohner wären. Klimaattributionsstudien, die im letzten Jahrzehnt in großem Umfang begonnen wurden, ermöglichen es, mit hoher Präzision zu bestimmen, inwieweit bestimmte Wetterereignisse das Ergebnis der globalen Erwärmung und nicht der natürlichen Variabilität von Klimazyklus sind. An der Erstellung der Studie waren Spezialisten aus zwölf Ländern beteiligt, darunter aus Spanien, Portugal, Marokko und dem Vereinigten Königreich. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellen eine eindeutige Warnung für Stadtplaner und Regierungen dar. Die Intensivierung des hydrologischen Zyklus erzwingt nämlich eine Überarbeitung der bisherigen Hochwasserschutzsysteme, die für deutlich mildere Wetterszenarien konzipiert wurden. Wenn die globale Temperatur weiter steigt, werden die Häufigkeit des Auftretens ähnlicher "Sturmzüge" und ihre zerstörerische Kraft weiter zunehmen und die Stabilität der Region gefährden. „Estamos seguros de que el cambio climático hace que estas intensas lluvias sean más severas.” — Friederike Otto Zunahme der Niederschlagsintensität nach Regionen: Süden der Region: 36, Durchschnitt gesamt: 30, Norden der Region: 29 36% — höhere Regenintensität im Süden Spaniens

Mentioned People

  • Friederike Otto — Professorin für Klimawissenschaften am Imperial College London und Mitbegründerin von World Weather Attribution.