Gniezno führt ab März ein neues System zur Abholung alter Kleidung und Textilien direkt von den Häusern der Einwohner ein, was Besuche in PSZOKs überflüssig macht. Der Service wird im Rahmen der Frühlingssammelaktion für Sperrmüll durchgeführt. Entscheidend ist die richtige Farbe des Abfallsacks. Die Änderung ergibt sich aus der EU-Verpflichtung zur getrennten Sammlung von Textilien, die am 1. Januar 2025 in Kraft getreten ist.
Hausabholung von Textilien
Ab März müssen die Einwohner von Gniezno nicht mehr zum PSZOK fahren. Alte Kleidung wird im Rahmen einer mobilen Sammlung von den Grundstücken abgeholt.
EU-Verpflichtung ab 2025
Der neue Service erfüllt die EU-Anforderung zur getrennten Sammlung von Textilien, die seit Anfang 2025 gilt.
Entscheidende Farbe des Sacks
Die Wirksamkeit des Systems hängt von der richtigen Kennzeichnung der Abfälle ab. Die Einwohner müssen Säcke in einer bestimmten Farbe verwenden.
Alternativen zum PSZOK
Gemeinden testen verschiedene Erleichterungsformen, einschließlich mobiler Annahmestellen, um die Recyclingquote zu erhöhen.
Gniezno führt als eine der ersten Gemeinden in Polen ab März ein Pilotprojekt für die mobile Abholung von Textilien von den Häusern der Einwohner ein. Die Innovation macht es völlig unnötig, alte Kleidung, Bettwäsche oder Schuhe selbst zu den kommunalen PSZOKs zu fahren. Der Service wird in die traditionelle Frühlingssammelaktion für Sperrmüll wie Möbel oder Elektrogeräte integriert. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Abholung ist, dass die Textilien in Säcken einer genau festgelegten Farbe platziert werden, die die Gemeinde den Einwohnern vor Beginn der Aktion mitteilen wird. Die technischen Details, einschließlich der genauen Termine für die Touren in den einzelnen Straßen, sollen in Kürze bekannt gegeben werden. Die Änderung ergibt sich direkt aus EU-Vorschriften, die ab dem 1. Januar 2025 alle Mitgliedstaaten zur getrennten Sammlung von Textilien verpflichten. Ziel ist es, die Recyclingquote dieser Materialien drastisch zu erhöhen und ihre Entsorgung auf Deponien zu reduzieren. Gemeinden im ganzen Land testen, um dieser Herausforderung gerecht zu werden, verschiedene Modelle zur Erleichterung für die Einwohner. Neben dem mobilen System wie in Gniezno werden auch mobile Annahmestellen beliebt, die an bestimmten Wochentagen in verschiedenen Stadtteilen auftauchen. Traditionelle PSZOKs funktionieren zwar weiter, sind aber oft aufgrund ihrer begrenzten Verfügbarkeit, Öffnungszeiten oder restriktiven Haltung bei der Abfallannahme umstritten. Einige Stellen lehnen die Annahme von Müll ab, wenn der Verdacht besteht, dass er nicht von einem Einwohner der jeweiligen Gemeinde stammt. Das neue System soll eine Antwort auf diese Unannehmlichkeiten sein. Die Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG) und das EU-Abfallpaket von 2018 verschärften schrittweise die Anforderungen an die Abfallwirtschaft. Polen setzte diese Leitlinien 2013 mit einer Abfallreform um, die die Gemeinden zur Organisation der getrennten Sammlung verpflichtete. PSZOKs wurden damals zu einem Schlüsselelement des Systems. Experten betonen, dass die Wirksamkeit neuer Lösungen von ihrer Bequemlichkeit für die Endnutzer abhängt. Das System "von Tür zu Tür" hat die Chance, die Sammelquoten deutlich zu erhöhen, vorausgesetzt, die Regeln werden klar und allgemein kommuniziert. Der Erfolg des Gnesener Pilotprojekts könnte andere Kommunen ermutigen, ähnliche Programme umzusetzen, was die Verwirklichung der Ziele der Kreislaufwirtschaft im Textilsektor, einem der umweltbelastendsten, beschleunigen würde. Zeitplan für Änderungen in der Abfallwirtschaft: 1. Januar 2025 — Inkrafttreten der EU-Verpflichtung zur Textilsammlung; März 2026 — Start des Pilotprojekts zur Hausabholung von Textilien in Gniezno