Die Jeffrey-Epstein-Affäre tritt in eine neue internationale Phase ein. Das britische Verteidigungsministerium hat eine Überprüfung von Flugregistern eingeleitet, um zu prüfen, ob der verstorbene Finanzier Militärbasen für seinen Menschenhandel genutzt hat. Gleichzeitig wächst in Washington der Druck auf Handelsminister Howard Lutnick nach der Veröffentlichung von Fotos von der Epstein-Insel. Der Fall betrifft auch führende Persönlichkeiten der europäischen Politik, darunter den ehemaligen Premierminister Norwegens und französische Politiker.

Britische militärische Ermittlungen

Das britische Verteidigungsministerium untersucht, ob RAF-Basen für den Transport von Opfern des Menschenhandels durch das Epstein-Netzwerk genutzt wurden.

Druck auf Howard Lutnick

Der amerikanische Handelsminister sieht sich einer Untersuchung der Demokraten gegenüber, nachdem kompromittierende Fotos mit Jeffrey Epstein veröffentlicht wurden.

Europäische Aspekte des Skandals

Gesundheitsprobleme des ehemaligen norwegischen Premierministers und neue Vorwürfe gegen französische Kultureliten erweitern die Reichweite der Affäre.

Fehlende Akten zu Trump

Ein Streit über fehlende Dokumente im US-Justizministerium dauert an, die angeblich Informationen über Verbindungen des amtierenden Präsidenten enthalten.

Die neuesten Berichte über das pädophile Netzwerk von Jeffrey Epstein deuten auf eine systematische Nutzung staatlicher Infrastruktur für kriminelle Zwecke hin. Das britische Verteidigungsministerium hat eine detaillierte Kontrolle der Archivflugaufzeichnungen von Basen der Royal Air Force angeordnet. Die Ermittler prüfen die Hypothese, dass Epstein Grenzkontrollen umgehen konnte, indem er auf Militärflugplätzen landete, was den Transport von Opfern erleichterte. Das Ministerium betont, dass die Überprüfung aufklärerischer Natur sei, doch das Ausmaß der Vorwürfe erregt große Besorgnis in der Londoner Öffentlichkeit. Das Vorgehen Jeffrey Epsteins, das seit den 1990er Jahren andauerte, basierte auf dem Aufbau von Einfluss in globalen Eliten, was ihm jahrzehntelang Straflosigkeit und Zugang zu geschützten staatlichen Ressourcen verschaffte. In den Vereinigten Staaten konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf Howard Lutnick, den derzeitigen Handelsminister in der Regierung von Donald Trump. Demokraten im Senatsausschuss haben eine formelle Untersuchung eingeleitet, nachdem zuvor unbekannte Fotos veröffentlicht wurden, die Lutnick neben Epstein zeigen. Kontroversen werden auch durch Berichte über fehlende Dateien im Justizministerium ausgelöst, die laut einigen Quellen belastende Beweise gegen den amtierenden Präsidenten enthalten könnten. Das Weiße Haus bestreitet konsequent Versuche, die Ermittlungen zu blockieren, und bezeichnet die Vorwürfe als politisch motiviert. Der Skandal breitet sich auch auf andere europäische Länder aus. In Norwegen wurde der ehemalige Premierminister Thorbjørn Jagland nach einer Welle der Kritik an seinen Kontakten zum Finanzier in ein Krankenhaus in Oslo eingeliefert, und Medien spekulieren über einen Selbstmordversuch. In Frankreich werfen Aussagen einer ehemaligen Assistentin Epsteins ein neues Licht auf die engen Beziehungen, die der ehemalige Kulturminister Jack Lang zu dem Verurteilten unterhielt. Europäische Politiker fordern zunehmend lauter volle Transparenz und Einsicht in Akten, die Namen einflussreicher Personen aus Deutschland und Skandinavien enthalten könnten. „Es ist eine alte Masche. Man setzt eine Frau an, um Wissen zu bekommen” — Maybrit Illner In den Medien tobt eine Debatte über die moralische Verantwortung von Personen aus Epsteins Umfeld. Die Sekvestrierung des Vermögens des verstorbenen Straftäters ermöglichte die Entdeckung geheimer Lager mit Inventar, das als entscheidendes Beweismaterial in den kommenden Prozessen dienen könnte. Experten sagen voraus, dass die Veröffentlichung weiterer Namen von der sogenannten Epstein-Liste nur eine Frage der Zeit ist, was Nervosität in politischen Kabinetten auf beiden Seiten des Atlantiks auslöst.

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen angebliche Versuche der Trump-Administration, Beweise zu vertuschen, sowie die engen Verbindungen von Howard Lutnick zum Straftäter. Konservative Medien konzentrieren sich auf den Mangel an harten Beweisen gegen Lutnick und erinnern an die früheren Verbindungen von Bill Clinton zu Epstein.

Mentioned People

  • Howard Lutnick — US-Handelsminister, dessen Verbindungen zu Epstein derzeit Gegenstand einer Senatsuntersuchung sind.
  • Jeffrey Epstein — 2019 verstorbener Finanzier und Sexualstraftäter, Schöpfer eines internationalen pädophilen Netzwerks.
  • Thorbjørn Jagland — Ehemaliger norwegischer Premierminister, der nach Vorwürfen über Kontakte zu Jeffrey Epstein ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
  • Jack Lang — Ehemaliger französischer Kulturminister, der von einer ehemaligen Assistentin Epsteins enge Beziehungen zu Epstein vorgeworfen wird.
  • Donald Trump — US-Präsident, dessen Regierung beschuldigt wird, den Zugang zu Dokumenten im Fall Epstein zu blockieren.