Auf Lebensmittelverpackungen finden sich zwei entscheidende Angaben: „zu verbrauchen bis“ und „mindestens haltbar bis“. Ernährungsexpertin Laura De Gara erklärt, dass Ersteres eine Sicherheitsgrenze darstellt, während Letzteres hauptsächlich die Produktqualität betrifft. Das Verständnis dieses Unterschieds hilft, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und gleichzeitig die Gesundheit der Verbraucher vor Lebensmittelvergiftungen zu schützen.

Zwei entscheidende Etiketten auf Lebensmitteln

„Consumare entro“ (zu verbrauchen bis) bezeichnet eine Sicherheitsgrenze, nach der Lebensmittel gefährlich sein können. „Consumare preferibilmente entro“ (mindestens haltbar bis) weist auf die optimale Qualität hin.

Reduzierung von Lebensmittelverschwendung

Die richtige Interpretation von Daten vermeidet unnötiges Wegwerfen von Produkten, die zwar an Geschmack oder Konsistenz verlieren können, aber oft noch sicher sind.

Unterschiedlicher Ansatz für verschiedene Produkte

Für Eier, Milch oder Thunfisch hat das Datum entscheidende Sicherheitsbedeutung. Für trockene Produkte wie Nudeln ist das Risiko nach Ablauf des Datums deutlich geringer.

Rolle des gesunden Menschenverstands

Experten betonen, dass neben dem Datum die Beurteilung von Aussehen, Geruch und Konsistenz des Produkts vor dem Verzehr unerlässlich ist.

Die Europäische Union verwendet seit Jahren ein System zur Datumsangabe auf Lebensmitteln, um Sicherheit mit Abfallvermeidung in Einklang zu bringen. Auf Verpackungen sind zwei Hauptformulierungen vorgeschrieben, deren korrekte Unterscheidung für jeden Verbraucher entscheidend ist. Die erste, „zu verbrauchen bis“ (italienisch „consumare entro“), gibt einen Sicherheitstermin an. Nach diesem Datum kann der Verzehr des Produkts eine echte Gesundheitsgefahr darstellen, insbesondere bei Lebensmitteln, die besonders anfällig für Bakterienwachstum sind. Die zweite, „mindestens haltbar bis“ (italienisch „consumare preferibilmente entro“), betrifft hauptsächlich das sogenannte Mindesthaltbarkeitsdatum. Das bedeutet, dass das Produkt nach Ablauf dieses Datums an Geschmack, Konsistenz oder Nährwert verlieren kann, aber normalerweise nicht schädlich wird. Die EU-Verordnung über die Information der Verbraucher über Lebensmittel (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates) regelt präzise die Regeln für die Datumskennzeichnung. Die Einführung einer klaren Unterscheidung zielte sowohl auf den Gesundheitsschutz als auch auf den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung ab, die allein in der EU auf mehrere zehn Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt wird. Die Ernährungsexpertin Laura De Gara erklärt, dass der Schlüssel im Verständnis dieses grundlegenden Unterschieds liegt. Für Produkte wie Frischmilch, Hackfleisch, einige Weichkäse oder Eier ist das Datum „zu verbrauchen bis“ eine absolute Grenze der mikrobiologischen Sicherheit. Für trockene Produkte (Nudeln, Reis, Tee), Konserven oder Produkte mit hohem Zucker- oder Salzgehalt (Marmeladen, Sauerkonserven) bietet das Datum „mindestens haltbar bis“ hingegen großen Spielraum. Die italienische Quelle (Adnkronos) betont auch die Rolle des gesunden Menschenverstands – vor dem Verzehr eines abgelaufenen Produkts sollten dessen Aussehen, Geruch und Konsistenz beurteilt werden. Die spanische Zeitung „El Mundo“ fügt hinzu, dass die richtige Interpretation von Etiketten ein Element eines gesunden Lebensstils ist, der die Sorge um die eigene Gesundheit mit ökologischer Verantwortung verbindet. „Comprender la diferencia entre estas dos etiquetas es fundamental para evitar el desperdicio innecesario de alimentos, que es ética y ambientalmente insostenible, y al mismo tiempo protegerse a uno mismo y a la familia de los riesgos.” (Die Unterscheidung zwischen diesen beiden Etiketten zu verstehen, ist grundlegend, um unnötige Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, die ethisch und ökologisch unhaltbar ist, und gleichzeitig sich selbst und die Familie vor Risiken zu schützen.) — italienische Ernährungsexpertin, Professorin Ein praktischer Umgang mit Daten ermöglicht es, die Menge weggeworfener Lebensmittel erheblich zu reduzieren, was sich direkt auf das Haushaltsbudget und die natürliche Umwelt auswirkt.

Mentioned People

  • Laura De Gara — italienische Ernährungsexpertin, Professorin, zitiert im Artikel von El Mundo, die Unterschiede bei Daten auf Lebensmitteln erklärt