Eine Welle von Warnstreiks, organisiert von der Gewerkschaft Verdi, hat den öffentlichen Verkehr in fast allen Bundesländern Deutschlands lahmgelegt. Seit den frühen Morgenstunden am Freitag kämpfen Fahrgäste in München, Hamburg, Frankfurt und vielen anderen Metropolen mit massiven Behinderungen. Die Proteste, die bessere Arbeitsbedingungen und Löhne im öffentlichen Sektor durchsetzen sollen, werden laut jüngsten Ankündigungen in einigen Regionen bis Sonntag andauern.

Bundesweite Reichweite des Protests

Die Aktion erfasste über 15 Bundesländer und traf nahezu alle großen Städte außer Berlin.

Verlängerung des Streiks in Leipzig

In Sachsen dauern die Proteste mindestens bis Sonntag an, was über die ursprünglichen eintägigen Pläne hinausgeht.

Lohn- und Sozialforderungen

Die Gewerkschafter fordern höhere Gehälter, kürzere Arbeitszeiten und zusätzliche freie Tage für Fahrer.

Deutschland kämpft mit einer der größten Verkehrslähmungen der letzten Jahre. Die Gewerkschaft Verdi rief zu Warnstreiks auf, die die meisten wichtigen städtischen Zentren des Landes erfassten. Die Protestaktion begann am Freitagmorgen und führte zur Stilllegung hunderter Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn-Linien. Obwohl jede der lokalen Verkehrsunternehmen separat verhandelt, sollte der gemeinsame Termin der Aktion die Stärke der Beschäftigten im ÖPNV-Sektor demonstrieren. Die schwierigste Situation herrscht in Hamburg, München und Frankfurt, wo auf den Strecken nur noch wenige Fahrzeuge von privaten Subunternehmern verkehren. Die Lage ist dynamisch und variiert je nach Bundesland. In Sachsen, insbesondere in Leipzig, beschlossen die Gewerkschafter, den Protest bis Sonntag zu verlängern, was die Wochenendpläne der Fahrgäste erheblich erschwert. In Bayern traf der Streik die Hauptverkehrsknotenpunkte und verursachte gigantische Staus auf den Zufahrtsstraßen zu den Städten, da viele Bewohner auf Privatautos umgestiegen sind. In Bremen wurden Fans, die zu Fußballspielen unterwegs waren, auf die Notwendigkeit hingewiesen, alternative Wege zum Stadion zu suchen. Die Gewerkschaft Verdi argumentiert, dass drastischer Personalmangel und niedrige Löhne die Sicherheit und Qualität des öffentlichen Verkehrs in ganz Deutschland gefährden. Das deutsche System der Tarifverhandlungen basiert auf der Autonomie der Parteien, was es Gewerkschaften erlaubt, sogenannte Warnstreiks vor der eigentlichen Schlichtung zu organisieren, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.Die Fahrgäste müssen damit rechnen, dass die Behinderungen nicht sofort nach Ende der offiziellen Streikstunden verschwinden. In vielen Städten wird die Wiederherstellung des vollen Fahrplans aus logistischen Gründen viele Stunden dauern und in einigen Fällen bis Montagmorgen andauern. Vertreter der Arbeitgeber kritisieren das Ausmaß der Aktion und bezeichnen sie als unverhältnismäßig zum Verhandlungsstand, doch die Gewerkschafter kündigen Entschlossenheit an, bis zufriedenstellende Lohnabschlüsse und Verbesserungen der Ruhezeiten für Fahrer erreicht sind.

Perspektywy mediów: Betonung der Erschöpfung der Arbeitnehmer, des Personalmangels und der Notwendigkeit angemessener Löhne als Teil des Kampfes für Klima und modernen Verkehr. Akzentuierung des Verkehrschaos, der wirtschaftlichen Verluste und der Unannehmlichkeiten für Millionen Bürger, mit Kritik am Radikalismus der Gewerkschaften.