Mehr als dreitausend Menschen zogen durch die Straßen von Lyon, um Quentin Deranque zu gedenken, einem 23-jährigen Aktivisten, der von der extremen Linken getötet wurde. Die Veranstaltung, die von Drohnen und Polizeikordons gesichert wurde, wurde zum Auslöser eines internationalen Streits. Der französische Präsident Emmanuel Macron kritisierte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni scharf dafür, dass sie sich zu inneren Angelegenheiten von Paris äußerte, was zur Verschiebung eines geplanten Regierungsgipfels zwischen beiden Staaten führte.

Gedenkmarsch und Spannungen

In Lyon ehrten 3200 Demonstranten den getöteten Quentin Deranque; Nazi-Gesten und verbale Auseinandersetzungen mit der Linken wurden verzeichnet.

Krise zwischen Paris und Rom

Präsident Macron kritisierte Ministerpräsidentin Meloni für ihre Kommentare zum Mord, was zur Absage des Regierungsgipfels führte.

Reaktion der US-Administration

Das US-Außenministerium verurteilte die brutalen Aktionen der extremen Linken und verlieh der Sache eine internationale und ideologische Dimension.

Ermittlungen zu Hassdelikten

Die Präfektur von Lyon wird Anzeigen wegen rassistischen und totalitären Verhaltens von Teilnehmern der Demonstration bei der Staatsanwaltschaft einreichen.

Die Samstagsdemonstration in Lyon versammelte etwa 3200 Teilnehmer, die Quentin Deranque gedachten, der am 12. Februar in Lyon angegriffen wurde und zwei Tage später starb; im Zusammenhang mit dem Fall wurden Personen festgenommen, die von Ermittlern mit dem radikalen Umfeld der extremen Linken in Verbindung gebracht werden. Obwohl der Marsch unter strenger Aufsicht der Behörden verlief, war die Atmosphäre angespannt, und in der Menge wurden Gesten des Nazi-Grußes und rassistische Parolen verzeichnet. Die Präfektur von Lyon kündigte bereits an, Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft gegen Personen zu erstatten, die totalitäre Ideologien propagieren. Identitäre Gruppen trugen Transparente mit Parolen wie „Extreme Linke tötet“ und versuchten, eine Erzählung über zunehmenden Terror von Antifa-Milizen durchzusetzen. Lyon ist seit Jahrzehnten Schauplatz brutaler Auseinandersetzungen zwischen identitären Gruppierungen und linken Radikalen, was die Stadt zu einem der am stärksten polarisierten politischen Zentren Frankreichs macht. Die Tragödie entwickelte sich zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen Paris und Rom. Präsident Emmanuel Macron, der sich auf einem Besuch in Indien befand, forderte die italienische Ministerpräsidentin auf, Einstellung der Einmischung in die Angelegenheiten Frankreichs einzustellen. Diese Äußerung war eine Reaktion auf frühere Worte von Giorgia Meloni, die die politische Gewalt an der Seine verurteilt hatte. Infolge der zunehmenden Spannungen wurde beschlossen, den italienisch-französischen Regierungsgipfel auf unbestimmte Zeit zu verschieben, was die Umsetzung der Ziele des Quirinal-Vertrags in Frage stellt. Italienische rechte Medien, darunter „Il Giornale“, bezeichnen die Haltung des französischen Präsidenten als „fehlende Kohärenz“ und als Angriff auf die demokratisch gewählte Regierung in Rom. 3200 — Personen nahmen am Marsch in Lyon teil Die neue US-Administration äußerte sich ebenfalls zum Mord an dem Studenten, was dem Vorfall einen globalen Charakter verleiht. Das US-Außenministerium, darunter die für Terrorismusbekämpfung zuständige Abteilung, bezog sich öffentlich auf den Mord an Quentin Deranque, verurteilte die Gewalt und wies darauf hin, dass Töten aufgrund von Überzeugungen bedeutet, sich „aus der Zivilisation auszuschreiben“. Gleichzeitig wächst in Frankreich die Debatte über die Rolle der Universitäten, die konservative Kommentatoren als Orte der Radikalisierung linker Jugendlicher anprangern. Der Fall Quentin Deranque wurde zum Katalysator für die Rassemblement National, die die Untätigkeit der Regierung gegenüber der Gewalt nutzt, um vor den kommenden Wahlen politisches Kapital aufzubauen. „Je demande à la première ministre Meloni de cesser de commenter ce qui se passe chez les autres.” (Ich fordere Ministerpräsidentin Meloni auf, damit aufzuhören, zu kommentieren, was bei anderen passiert.) — Emmanuel Macron Viele Beobachter betonen, dass der Fall Deranque eine tiefe Vertrauenskrise zwischen europäischen Führungspersönlichkeiten offengelegt habe und Lyon selbst nur zur Kulisse für einen breiteren Kampf um die Gestaltung der kontinentalen inneren Sicherheitspolitik geworden sei.

Mentioned People

  • Quentin Deranque — In Lyon getöteter 23-jähriger Student und identitärer Aktivist.
  • Emmanuel Macron — Präsident Frankreichs, im Konflikt mit der italienischen Ministerpräsidentin wegen Kommentaren zu Lyon.
  • Giorgia Meloni — Ministerpräsidentin Italiens, deren Äußerungen einen diplomatischen Streit mit Paris auslösten.
  • Rima Hassan — Europaabgeordnete, deren Kundgebung den tragischen Ereignissen in Lyon vorausging.