Das 48. Derby des Dreistädteeckes endete 2:2, obwohl Arka Gdynia mit zwei Toren in Führung lag. Die Begegnung im Stadion Miejski in Gdynia zog rekordverdächtig viele Zuschauer an, doch das sportliche Spektakel wurde von Diskussionen über das Schiedsrichterniveau überschattet. Der Trainer der Gastgeber, Dawid Szwarga, kritisierte in scharfen Worten die Entscheidungen von Schiedsrichter Paweł Raczkowski und stellte das Fehlen eines Elfmeters für sein Team im Schlüsselmoment des Spiels in Frage.
Remis nach Wendungen
Arka führte 2:0, aber Lechia schaffte es, den Spielstand in der zweiten Halbzeit auf 2:2 auszugleichen.
Schiedsrichterkontroversen
Das Fehlen eines Elfmeters für Arka nach einer VAR-Überprüfung löste heftige Proteste des Gastgeberstabs aus.
Rekordzuschauerzahl
Das 48. Derby des Dreistädteeckes zog eine Rekordzahl von Fans ins Stadion nach Gdynia.
Sicherheit gewahrt
Trotz der hohen Bedeutung und der hitzigen Atmosphäre verlief das Spiel ohne ernstere Vorfälle.
Das Freitagsspiel zwischen Arka Gdynia und Lechia Gdańsk, das als eines der spektakulärsten Derbys der letzten Jahre gilt, lieferte den Fans eine Fülle an Emotionen. Die Gdynianer begannen das Spiel mit großem Schwung, setzten ihren Spielstil durch, was sich schnell in einem soliden Vorsprung niederschlug. Bereits in der ersten Halbzeit führte Arka 2:0, was über den Ausgang des Duells und das Ende der Serie ohne Sieg gegen den lokalen Rivalen zu entscheiden schien. Doch Lechia Gdańsk zeigte große Entschlossenheit und mentale Stärke und schaffte es, den Rückstand in der zweiten Spielhälfte aufzuholen. Das Hauptthema der Nachspielzeit-Kommentare ist jedoch nicht der sportliche Kampf selbst, sondern die Arbeit des Schiedsrichterteams. Am meisten Emotionen löste die Situation aus, in der die Spieler von Arka einen Elfmeter forderten. Die Schiedsrichter entschieden sich trotz der Verfügbarkeit des Videobeweis-Systems (VAR) nicht dafür, ein Foul zu pfeifen, was im Lager der Gastgeber Wut auslöste. Trainer Dawid Szwarga verwendete auf der Pressekonferenz einen drastischen Vergleich und erklärte, der Schiedsrichter habe seine Leistung an den miserablen Zustand des Rasens im Gdynia-Stadion angepasst. Die Spieler aus Gdynia deuteten direkt an, dass bei solch kontroversen Entscheidungen der Sinn der schiedsrichterunterstützenden Technologie fragwürdig werde. Die Rivalität zwischen Arka und Lechia, auch Derby des Dreistädteeckes genannt, hat eine fast 60-jährige Tradition, und das erste offizielle Spiel beider Mannschaften fand 1964 statt. Seit Jahrzehnten lösen diese Spiele enorme gesellschaftliche Emotionen aus, die oft über den sportlichen Bereich hinausgehen, und sind ein zentraler Punkt im Kalender der Bewohner der Region. Trotz der angespannten Atmosphäre auf dem Platz und den Rängen verzeichneten die Ordnungskräfte, dass die Veranstaltung ohne größere hooliganartige Vorfälle verlief. Ein organisatorischer Erfolg war der Rekordzuschauerandrang, was das ungebrochene Interesse am lokalen Fußball in der höchsten Spielklasse bestätigt. In der Kabine von Lechia herrschte hingegen die Überzeugung von der Fairness des Endergebnisses; die Spieler aus Gdańsk betonten, dass ihr Glaube an die eigenen Fähigkeiten es ermöglichte, unter äußerst schwierigen Bedingungen einen Punkt zu erkämpfen. Das Remis bedeutet, dass beide Teams im Rennen um die Verwirklichung ihrer Ziele in der Tabelle der Ekstraklasa bleiben, auch wenn die Enttäuschung in Gdynia noch lange spürbar sein wird. „Sędzia dostosował się do jakości murawy.” (Der Schiedsrichter hat sich der Qualität des Rasens angepasst.) — Trainer von Arka Gdynia Es ist erwähnenswert, dass diese Situation in einen breiteren Trend der Kritik an polnischen Schiedsrichtern in der laufenden Saison passt. Weitere Spiele des Spieltags, darunter die angekündigten Duelle von Pogoń Szczecin gegen Widzew Łódź und Jagiellonia gegen Legia, werden besonders im Hinblick auf die Qualität der Schiedsrichterentscheidungen beobachtet werden. Für Arka Gdynia war dies bereits das zweite Spiel in dieser Runde, in dem sie eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gab, was auf wiederkehrende Konzentrationsprobleme in den Schlussphasen der Spiele hindeutet.
Mentioned People
- Dawid Szwarga — Trainer von Arka Gdynia, kritisierte die Arbeit von Schiedsrichter Paweł Raczkowski.
- Paweł Raczkowski — Hauptschiedsrichter des 48. Derbys des Dreistädteeckes, Autor kontroverser Entscheidungen.