Laut dem neuesten globalen Bericht der Vereinten Nationen hat kein Staat der Welt volle Gleichstellung zwischen Frauen und Männern erreicht, und der Fortschritt auf diesem Gebiet war in den letzten Jahren dürftig. Die Veröffentlichung "Progres on the Sustainable Development Goals: The Gender Snapshot 2025" analysiert die Situation von Frauen in 193 UN-Mitgliedstaaten in 17 Bereichen, von Gesundheit, Bildung und Arbeitsmarktbeteiligung über politische Vertretung bis hin zu geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Studie zeigt, dass zwar mehr als die Hälfte der untersuchten Länder in einigen Bereichen Fortschritte erzielt hat, aber in keinem von ihnen Frauen die gleichen Rechte und Möglichkeiten wie Männern zustehen. Viele Staaten haben nicht einmal die 50%-Gleichstellungsmarke überschritten, und die skandinavischen Länder, obwohl sie die Rangliste anführen, haben die volle Gleichberechtigung noch nicht erreicht.
Keine volle Gleichstellung
Trotz Fortschritten in einigen Bereichen hat keiner der 193 UN-Mitgliedstaaten Frauen volle Gleichstellung der Rechte und Möglichkeiten gegenüber Männern gewährleistet. Für mehr als die Hälfte der untersuchten Länder bleibt das Ziel der Geschlechtergleichstellung fern, und viele von ihnen haben nicht einmal 50% Fortschritt erreicht.
Skandinavische Länder als Spitzenreiter
Länder wie Island, Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark stehen seit Jahren an der Spitze aller Gleichstellungsrankings. Dennoch haben selbst sie die magische Grenze von 100% Gleichstellung nicht überschritten, was unterstreicht, dass die Herausforderungen in diesem Bereich jedes Land betreffen, unabhängig von seinem Entwicklungsstand.
Ungleiche Fortschrittsbereiche
Der Fortschritt bei der Geschlechtergleichstellung ist sehr ungleichmäßig. Während in den Bereichen Gesundheit und Bildung die größte Annäherung an Gleichstellung verzeichnet wurde, sind die Bereiche Arbeitsmarktbeteiligung, politische Vertretung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen weiterhin stark im Rückstand, was den Gesamtfortschritt hemmt.
Der neueste Bericht der Vereinten Nationen "Progres on the Sustainable Development Goals: The Gender Snapshot 2025" bringt eine klare und pessimistische Botschaft: Nach fast einem Jahrzehnt der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung hat es kein Land der Welt geschafft, volle Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zu erreichen. Die Analyse, die alle 193 UN-Mitgliedstaaten umfasst, untersucht die Situation in 17 Schlüsselbereichen des Lebens, von Gesundheit und Bildung über Wirtschaft und Politik bis hin zu Sicherheit und Bekämpfung von Diskriminierung. Die Ergebnisse deuten auf eine Stagnation hin. Geschlechtergleichstellung war das fünfte der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die von allen UN-Mitgliedstaaten im Jahr 2015 verabschiedet wurden. Das Ziel war es, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen bis 2030 zu erreichen. Trotz früherer Erklärungen und internationaler Übereinkommen wie dem Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) von 1979 war der Fortschritt über Jahrzehnte hinweg langsam und ungleichmäßig. Am besten stellt sich die Situation für Frauen in den skandinavischen Ländern dar – Island, Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark –, die konsequent in allen Gleichstellungsrankings führen. Doch selbst sie haben die prognostizierte Grenze der hundertprozentigen Gleichstellung nicht überschritten, was Experten als Beweis für systemische, schwer zu überwindende Barrieren interpretieren. „„Achieving any of the Sustainable Development Goals without gender equality is impossible.”” — In der Praxis bedeutet dies, dass Verzögerungen im Bereich der Frauenrechte sich auf die Erreichung aller anderen Ziele auswirken, von der Armutsbekämpfung bis zum Klimaschutz. Der Bericht analysiert die Disparitäten im Detail. Im Bereich Gesundheit und Bildung ist die Geschlechterlücke am geringsten, besteht aber weiterhin, insbesondere in Regionen, die von Armut oder Konflikten betroffen sind. Die wahren Herausforderungen beginnen auf dem Arbeitsmarkt, wo erhebliche Unterschiede bei der Bezahlung, dem Zugang zu Führungspositionen und der ungleichen Verteilung unbezahlter Pflegearbeit bestehen bleiben. Ein weiteres kritisches Feld ist die politische Vertretung. Trotz einer steigenden Zahl von Frauen in Parlamenten ist es noch ein weiter Weg bis zur Parität, und in vielen Ländern bleibt der Anteil von Frauen in den höchsten Exekutivorganen marginal. Ein separates, drängendes Problem stellt Gewalt gegen Frauen dar, die in jedem Land verschiedene Formen annimmt – von häuslicher Gewalt bis hin zu Menschenhandel – und eine der größten globalen Menschenrechtsverletzungen darstellt. Die Autoren des Berichts fordern dringende, koordinierte Maßnahmen auf legislativer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene, um den ohnehin schon verspäteten Marsch in Richtung Gleichstellung zu beschleunigen.