Atlético Madrid hat nach dreizehn Jahren Pause das Finale des Königspokals erreicht, trotz einer deutlichen 0:3-Niederlage im Rückspiel gegen den FC Barcelona. Entscheidend war der hohe Vorsprung aus dem ersten Spiel, der den Schützlingen von Diego Simeone das Überstehen des Sturms im Camp Nou ermöglichte. Parallel sorgte in Italien der Aufsteiger Como für eine Überraschung, indem er im ersten Halbfinalspiel des nationalen Pokals torlos mit Inter Mailand remis spielte, was ein packendes Rückspiel verspricht.

Atlético überstand den Ansturm Barcelonas

Trotz einer 0:3-Niederlage im Rückspiel zogen die Madrilenen dank des hohen Vorsprungs aus dem ersten Heimspiel ins Finale ein.

Historischer Erfolg für Como in Italien

Der Serie-A-Aufsteiger spielte im ersten Halbfinale des italienischen Pokals 0:0 gegen Inter Mailand und bewahrt sich so die Aufstiegschancen.

Baskisches Derby um den zweiten Finalplatz

Real Sociedad und Athletic Bilbao treffen im Rückspiel in San Sebastián aufeinander; Favorit bleibt die Mannschaft aus Bilbao.

Ein dramatischer Abend in der katalanischen Hauptstadt endete mit dem Einzug von Atlético Madrid ins große Finale des Königspokals. Obwohl der FC Barcelona das Rückspiel dominierte und mit 3:0 gewann, beschreibt das römische Sprichwort von der „siegreichen Niederlage” die Situation der Gäste perfekt. Trainer Diego Simeone verbarg trotz der hohen Niederlage nicht seinen Stolz auf die Haltung seiner Spieler und betonte, dass das Überstehen der Belagerung des eigenen Tores in der Schlussphase zur Identität des Vereins gehöre. Held von Madrid wurde Torhüter Juan Musso, dessen Parade in den letzten Minuten die Mannschaft vor der Verlängerung bewahrte. Raphinha und Deco vom FC Barcelona äußerten ihren Glauben an die Zukunft des Projekts und merkten an, dass die Trophäen bald ins Camp Nou zurückkehren würden, wenn die Mannschaft das im Rückspiel gezeigte Niveau halten könne. Atlético Madrid wartete seit 2013 auf ein Finale im nationalen Pokal, als es Real Madrid besiegte. Es ist eine der längsten Pausen im Kampf um diese Trophäe in der modernen Vereinsgeschichte. Die sportlichen Emotionen verbanden sich mit einer medialen Provokation, deren Urheber Antoine Griezmann wurde. Der französische Stürmer veröffentlichte, in Anspielung auf alte Zwistigkeiten mit seinem Ex-Klub, einen Beitrag in den sozialen Medien, der blitzschnell zum Netz-Hit wurde. Unterdessen haben die Verantwortlichen von Atlético bereits mit dem Prozess der Ticketverteilung für das Finale begonnen und dabei strenge Kriterien auf Basis der Mitgliedschaftsdauer eingeführt, um Spekulationen mit Eintrittskarten zu verhindern. Der finanzielle Aspekt des Einzugs ist ebenfalls nicht unerheblich – dem Klub ist eine Prämie in Höhe von mehreren Millionen Euro sowie die Teilnahme am lukrativen Turnier um den spanischen Supercup garantiert, was das Budget angesichts des bevorstehenden Transferfensters erheblich aufbessern wird. Der italienische Pokal, bekannt als Coppa Italia, wird in den letzten Jahren von Juventus und Inter dominiert, weshalb die Präsenz eines Aufsteigers im Halbfinale als historische Sensation gilt. Auf der Apenninhalbinsel gelang dem sensationellen Como ein torloses Remis mit dem Giganten Inter Mailand im ersten Halbfinal-Duell des italienischen Pokals. Das in langsamen Tempo geführte Spiel zeigte die defensive Solidität der Gastgeber, die mit Optimismus auf das Rückspiel in Mailand blicken. Ein weiterer Medienpunkt sind die bevorstehenden baskischen Derbys zwischen Real Sociedad und Athletic Bilbao. Dieses Aufeinandertreffen wird nicht nur den zweiten Finalisten des Königspokals ermitteln, sondern könnte auch den seltenen Anblick bieten, dass zwei Top-Torhüter der spanischen Nationalmannschaft gleichzeitig auf der Ersatzbank sitzen, was auf spezifische Kaderrotationen beider Trainer zurückzuführen ist. „¿Esta foto va muy dura?” (Ist dieses Foto zu hart?) — Antoine Griezmann „Cuando íbamos 3-0 dije: „esto es el Atleti”” (Als es 3:0 stand, sagte ich: „Das ist Atleti”) — Diego Simeone

Mentioned People

  • Diego Simeone — Trainer von Atlético Madrid, der die Bedeutung des Leidens auf dem Platz im Kontext des Finaleinzugs betonte.
  • Antoine Griezmann — Star von Atlético Madrid, Autor eines provokativen Beitrags in den sozialen Medien, der an Barcelona gerichtet war.
  • Juan Musso — Torhüter von Atlético Madrid, dessen hervorragende Paraden den Einzug der Mannschaft entschieden.