Die jährliche Inflationsrate in Großbritannien sank im Januar auf 3,0 Prozent, den niedrigsten Wert seit fast einem Jahr. Der Rückgang vom Dezemberniveau von 3,4 Prozent entspricht den Erwartungen der Märkte und der Ökonomen im Londoner Finanzdistrikt City. Obwohl diese Daten die Hoffnungen auf eine Zinssenkung im März stärken, bereitet der anhaltend hohe Preisdruck im Dienstleistungssektor den britischen Zentralbankern gewisse Sorgen.

Rückgang auf niedrigsten Stand

Die Inflation in Großbritannien fiel im Januar auf 3,0 Prozent, was der niedrigste Wert seit zehn Monaten ist und den Marktprognosen entspricht.

Druck im Dienstleistungssektor

Trotz des Rückgangs des Gesamtindex betrug die Dienstleistungsinflation 4,4 Prozent, was sich als höher als die Annahmen der Bank of England erwies.

Hoffnungen auf Zinssenkung

Die Finanzmärkte sehen in diesen Daten ein Argument für eine Leitzinssenkung bereits während der März-Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Zentralbank.

Die britische Wirtschaft hat eine Phase deutlicher Verlangsamung des Verbraucherpreisanstiegs erreicht. Laut den neuesten Daten des Office for National Statistics fiel der VPI im Januar auf 3,0 Prozent gegenüber 3,4 Prozent im Dezember. Hauptfaktoren für diesen Prozess waren sinkende Preise für Kraftstoffe, Flugtickets und Grundnahrungsmittel wie Brot, Frühstückscerealien und Fleisch. Dies ist der niedrigste Inflationsstand seit März 2025, ein positives Signal für die Labour-Regierung und Verbraucher, die die Auswirkungen früherer Lebenshaltungskostensteigerungen spürten. Das britische Bankensystem basiert auf der Tradition der Unabhängigkeit der Bank of England, die 1997 formal verankert wurde. Seitdem legt die Institution eigenständig den Leitzinspfad fest, um die Inflation auf einem Niveau von zwei Prozent zu halten. Trotz des allgemeinen Abwärtstrends zeigen detaillierte Daten anhaltenden Inflationsdruck innerhalb der Wirtschaft. Die Dienstleistungsinflation betrug 4,4 Prozent, was die Prognosen der Bank of England von 4,1 Prozent leicht übertraf. Experten weisen darauf hin, dass dieser Parameter von den Entscheidungsträgern bei der Festlegung der Geldpolitik genau beobachtet wird. Investoren blicken hoffnungsvoll auf die bevorstehende März-Sitzung der Bank of England und erwarten, dass der Rückgang des Hauptinflationsindikators ein Katalysator für eine Leitzinssenkung wird. 3,0% — betrug die jährliche Inflation im JanuarDiese Daten stellen einen wichtigen Bezugspunkt für die Debatte über den Zustand der britischen Staatsfinanzen dar. Obwohl das Tempo des Preisanstiegs nachgelassen hat, betonen Vertreter von Verbraucherorganisationen, dass dies keinen Preisrückgang, sondern nur einen langsameren Anstieg im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Situation stellt die Bank of England in eine schwierige Lage – sie muss den Optimismus aus der sinkenden Gesamtinflation mit der Vorsicht abwägen, die die weiterhin hohe Kerninflation erfordert. Verbraucherinflation in Großbritannien: 2025-12: 3.4, 2026-01: 3.0 Änderungen der Inflationsindikatoren: Jahresinflation (VPI): 3,4% → 3,0%; Dienstleistungsinflation: 4,8% (Dezember) → 4,4% Betonte die Entlastung für Haushalte und den Erfolg der Regierung bei der Stabilisierung der Wirtschaft nach einer schwierigen Phase steigender Lebenshaltungskosten. | Akzentuierte die Gefahr durch Lohn- und Dienstleistungsinflation und warnte vor einer zu frühen Lockerung der Geldpolitik.