Der europäische Luftfahrtgigant Airbus hat ehrgeizige Pläne angekündigt, im Jahr 2026 870 Passagierflugzeuge auszuliefern, was ein historischer Rekord für den Konzern wäre. Die optimistischen Prognosen stehen jedoch im Kontrast zu aktuellen Problemen beim Schlüssellieferanten für Triebwerke, Pratt & Whitney. Gleichzeitig kämpfen die Automobil- und Bergbauindustrie mit Herausforderungen: Renault verzeichnete eine milliardenschwere Verlust durch Abschreibungen im Zusammenhang mit Nissan, und Rio Tinto kämpft mit fallenden Eisenerzpreisen.

Der Konzern Airbus plant im Jahr 2026 einen Rekord zu brechen, indem er etwa 870 Maschinen an Kunden ausliefert. Der CEO Guillaume Faury betont das Streben des Unternehmens nach „olympischer Form“, räumt jedoch ein, dass die Lieferketten angespannt bleiben. Die Hauptbremse ist Pratt & Whitney, dessen Verzögerungen bei der Triebwerkslieferung Airbus gezwungen haben, die Montagelinien des beliebten Modells A320 zu verlangsamen. Investoren reagierten nervös auf diese Nachrichten und führten zu einem Kursrückgang der Aktien um fast 6% an der Börse in Paris. Im Automobilsektor ist die Situation ebenso dynamisch. Der französische Renault meldete einen gigantischen Nettoverlust von 10,9 Mrd. Euro für das Jahr 2025. Dieser resultiert hauptsächlich aus einer umfangreichen Abschreibung zur Anpassung des Wertes der Beteiligungen am japanischen Partner Nissan. Dennoch weist François Provost, der neue Chef der Gruppe, auf Erfolge im Segment der Elektroautos hin und kündigt an, die Strategie des widerstandsfähigen Wachstums beizubehalten, selbst bei einer prognostizierten Senkung der operativen Marge im kommenden Jahr aufgrund des asiatischen Preisdrucks. Die Luftfahrt- und Automobilindustrie stützen sich seit Jahren auf komplexe globale Allianzen, wie die 1999 geschlossene Partnerschaft Renault-Nissan oder die Abhängigkeit der Flugzeughersteller von einer kleinen Anzahl von Triebwerkslieferanten. Die Bergbauindustrie sendet gemischte Signale. Rio Tinto, der zweitgrößte Bergbaukonzern der Welt, meldete einen 14-prozentigen Rückgang des Nettogewinns auf 9,97 Mrd. Dollar. Ursache sind niedrigere Eisenerzpreise, die die Gewinne aus der steigenden Kupferförderung neutralisierten. Gleichzeitig übertraf der kanadische Teck Resources die Erwartungen der Analysten dank hoher Kupferpreise, was seine Position vor der geplanten Fusion mit Anglo American stärkt. Im Agrarsektor hat Deere & Co. die Gewinnprognosen angehoben und hofft auf eine Belebung im Baugewerbe und in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft trotz der negativen Auswirkungen von Zöllen auf die Margen. <zitat autor=