Die polnische Wirtschaft befindet sich an einem Wendepunkt. Das Statistische Hauptamt informierte über einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6 Prozent im Januar 2026, das schlechteste Ergebnis seit fast fünf Jahren. Gleichzeitig erhöhte die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ihre Prognose für das BIP-Wachstum Polens für das laufende Jahr auf 3,7 Prozent. Der Kontrast zwischen den harten Daten vom Arbeitsmarkt und dem Optimismus der Finanzinstitutionen definiert die derzeitige wirtschaftliche Landschaft des Landes.
Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 6 Prozent
Die Arbeitslosenquote erreichte im Januar 2026 einen Wert von 6 Prozent, was der höchste Stand seit der pandemiebedingten Phase 2021 ist.
Angehobene BIP-Prognosen
Die EBRD prognostiziert für die polnische Wirtschaft im Jahr 2026 ein Wachstum von 3,7 Prozent, motiviert durch KPO-Fonds und Rüstungsausgaben.
Expansion ukrainischer Firmen
Ukrainische Staatsbürger gründeten im Jahr 2025 über 31.000 Firmen, was 12 Prozent aller neuen Unternehmensgründungen in Polen ausmachte.
Stagnation in der Industrie
Der Industriesektor kämpft seit zwei Jahren mit einem schrumpfenden Auftragsbestand, was sich auf den Beschäftigungsrückgang auswirkt.
Der Beginn des Jahres 2026 brachte auf dem polnischen Arbeitsmarkt deutliche Warnsignale. Laut den neuesten Daten des Statistischen Hauptamts stieg die registrierte Arbeitslosenquote im Januar auf 6 Prozent. Das bedeutet, dass fast 934.000 Menschen ohne Arbeit bleiben. Analysten betonen, dass, obwohl ein Teil dieses Anstiegs saisonalen Faktoren zugeschrieben werden kann, der tiefe Rückgang der Zahl neuer Stellenangebote besorgniserregend ist, der ein Niveau erreicht hat, das seit 15 Jahren nicht mehr verzeichnet wurde. Besonders schwierig ist die Situation für junge Menschen unter 25 Jahren, wo die Arbeitslosenquote sogar 13,5 Prozent beträgt, was eine der höchsten Wachstumsraten in der Europäischen Union darstellt. Im Gegensatz zur schwierigen Lage der Arbeitnehmer stehen die neuesten makroökonomischen Prognosen. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hat ihre Vorhersagen für das polnische BIP für 2026 auf 3,7 Prozent angehoben. Als Treiber sollen öffentliche Investitionen, finanziert aus EU-Fonds, sowie Rekordausgaben für Rüstung gelten. Polen belegt derzeit einen Platz unter den ersten fünfzehn Ländern mit den größten Verteidigungshaushalten weltweit, was die Nachfrage in der heimischen Rüstungsindustrie generiert, deren Marktführer wie PGZ einen Umsatzanstieg von über 30 Prozent im Jahresvergleich verzeichneten. Dennoch weisen Experten auf Risiken hin, wie die Stagnation in Deutschland oder der langsame Zufluss neuer Aufträge in der polnischen Industrie, wo der Auftragsbestand seit zwei Jahren schrumpft. Das Niveau der Arbeitslosigkeit in Polen lag während des größten Teils des letzten Jahrzehnts bei etwa 5 Prozent, was das Ergebnis einer dynamischen Transformation und des Zustroms ausländischer Investitionen nach 2004 war.Ein interessantes Phänomen ist die dynamische Entwicklung der Unternehmertätigkeit unter ukrainischen Staatsbürgern. Im Jahr 2025 setzten ukrainische Staatsbürger ihre wirtschaftliche Aktivität in Polen fort, und ihr Anteil an neuen Registrierungen von Einzelunternehmen blieb auf einem hohen Niveau von etwa 10 Prozent aller neuen Einträge. Die größte Aktivität ukrainischer Firmen konzentriert sich in der Woiwodschaft Masowien. Unterdessen wird im Bereich der öffentlichen Finanzen über das Defizit des Sektors debattiert, das nach Schätzungen im Jahr 2025 etwa 6 Prozent des BIP betrug. Trotz politischer Reibungen und Warnungen der Opposition vor einem sogenannten griechischen Szenario bewerten Bankanalysten die fiskalischen Perspektiven als stabil und verweisen auf einen Anstieg der MwSt.-Einnahmen um 12 Prozent im vergangenen Jahr. „Najnowsze dane Głównego Urzędu Statystycznego pokazują wzrost stopy bezrobocia do 6 procent i blisko 934 tysiące zarejestrowanych bezrobotnych.” (Die neuesten Daten des Statistischen Hauptamts zeigen einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6 Prozent und fast 934.000 registrierte Arbeitslose.) — Staatssekretär im Ministerium für Familie, Arbeit und Sozialpolitik Die Komplexität der Situation vervollständigt das Bild des Videospielemarktes, der nach einer Boomphase in eine Phase der Umsatzstabilisierung eintritt, sowie der wachsende Einfluss von Importen aus China, dem Polen jedoch aufgrund der Diversifizierung seiner Produktspezialisierungen widerstandsfähiger zu sein scheint als die Nachbarländer.
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die optimistischen BIP-Prognosen und die Stabilisierung der öffentlichen Finanzen als Erfolg des aktuellen Wirtschaftskurses. Rechte Medien konzentrieren sich auf den Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 6 Prozent und warnen vor der wachsenden Staatsverschuldung und der Gefahr der Zahlungsunfähigkeit.
Mentioned People
- Sebastian Gajewski — Staatssekretär im Ministerium für Familie, Arbeit und Sozialpolitik
- Michał Murgrabia — Psychologe, Mitautor eines Berichts über die Ängste der Polen vor Arbeitsplatzverlust