Die Münchner Craft-Brauerei Giesinger Bräu hat eine Unterschriftensammlung für einen Antrag auf ein Bürgerbegehren initiiert. Ziel der Initiative ist es, das jahrzehntelange Monopol der sechs traditionellen Biermarken zu durchbrechen, die zum Verkauf auf dem legendären Oktoberfest zugelassen sind. Brauereigründer Steffen Marx betont, dass das Unternehmen alle formalen Anforderungen erfüllt, einschließlich der Bedingung, einen eigenen Tiefbrunnen auf Münchner Stadtgebiet zu besitzen.
Kampf gegen das Monopol der Sechs
Die Craft-Brauerei strebt an, das jahrzehntelange Monopol der sechs größten Biermarken zu brechen, die als einzige das Recht auf Stände beim Oktoberfest haben.
Erforderliche 35.000 Unterschriften
Die Initiative erfordert die Sammlung von 35.000 Unterschriften bis zum 23. Juli 2026, um ein bindendes Bürgerbegehren in München herbeizuführen.
Münchner Bier-Siegel
Giesinger Bräu hat in einen eigenen Tiefbrunnen investiert, wodurch es zur siebten Marke wurde, die berechtigt ist, die geschützte regionale Bezeichnung zu führen.
Die unabhängige Brauerei Giesinger Bräu hat einen ehrgeizigen Plan angekündigt, ihre Produkte bis zum Oktoberfest 2027 zu bringen. Derzeit sind auf dem größten Bierfest der Welt nur sechs traditionelle Marken zugelassen, die sogenannte Große Sechs: Augustiner, Hacker Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten. Die Initiative von Giesinger Bräu basiert auf dem Instrument des Bürgerbegehrens, das zu einem bindenden Referendum führen soll. Brauereibesitzer Steffen Marx hat die Aktion offiziell während der Eröffnung des Starkbierfests gestartet. Um eine Abstimmung zu erreichen, muss das Unternehmen bis zum 23. Juli 2026 mindestens 35.000 Unterschriften von Münchner Bürgern sammeln, was mit dem 20-jährigen Jubiläum der Marke zusammenfällt. Giesinger Bräu bemüht sich seit langem um eine Teilnahme am Fest und hat unter anderem in einen eigenen Tiefbrunnen investiert, was die Erlangung des prestigeträchtigen Münchner Bier-Siegels ermöglichte. Gemäß den Festregeln darf auf der Theresienwiese ausschließlich Bier ausgeschenkt werden, das nach Münchner Tradition gebraut und mit Wasser aus lokalen Tiefbrunnen hergestellt wird. Das Oktoberfest entstand 1810 anlässlich der Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Ludwig mit Prinzessin Therese. Die Tradition, nur ausgewählte Brauereien zuzulassen, hat sich über Jahrzehnte entwickelt und ist zu einem Fundament der Identität dieser Veranstaltung geworden. Ein Hindernis für Giesinger Bräu ist Paragraph 51 der Betriebsvorschriften des Festes, der die traditionelle Zusammensetzung der Aussteller schützt. Eine Änderung dieser Regeln erfordert eine Entscheidung des Münchner Stadtrats, dem die Brauerei durch ein Bürgerentscheid den Willen der Bürger aufzwingen möchte. Der Erfolg dieser Initiative wäre eine echte Revolution in der konservativen Welt des bayerischen Brauwesens. Marx argumentiert, dass sein Unternehmen stark in der Stadt verwurzelt ist und das moderne Gesicht der Münchner Gastfreundschaft darstellt, was einen gleichberechtigten Umgang mit den historischen Branchenriesen verdient. „Wir sind eine Münchner Brauerei mit eigenem Tiefbrunnen, dem Münchner Bier-Siegel und klaren Wurzeln in dieser Stadt.” — Steffen Marx Erforderliche Unterschriftenzahl vs. Frist: Erforderliches Quorum: 35000, Sammeldatum: 20260723 6 — Brauereien bilden derzeit das Monopol auf dem Oktoberfest Medien mit liberalem Profil legen Wert auf den Kampf gegen das Monopol und die Erneuerung verkrusteter Strukturen des traditionellen Festes. | Konservative Titel betonen die Notwendigkeit, die jahrhundertealte Tradition zu schützen und Vorsicht gegenüber Änderungen der Wiesn-Regeln walten zu lassen.
Mentioned People
- Steffen Marx — Gründer und Geschäftsführer der Brauerei Giesinger Bräu, Hauptinitiator der Referendumskampagne.