Die irische Regierung hat eine zusätzliche Zuweisung von 19 Millionen Euro für die Finanzierung von Assistenten für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SNA) im laufenden Jahr angekündigt. Die Entscheidung soll sicherstellen, dass es im Schuljahr 2025/2026 zu keinen Kürzungen dieser wichtigen Unterstützung kommt, was Schulen beruhigt, die zuvor Benachrichtigungen über mögliche Einschnitte erhalten hatten. Die Gewerkschaft Fórsa kritisierte diesen Schritt jedoch als "Pflaster auf einer Wunde", das die chronische Unterfinanzierung des Sektors nicht löse.
Garantie für keine Kürzungen bei SNA
Die Regierung versichert, dass es im kommenden Schuljahr keine Kürzungen bei der Anzahl der Assistenten geben wird, was eine Reaktion auf die Besorgnis von etwa 200 Schulen ist.
Kritik der Gewerkschaft Fórsa
Fórsa ist der Ansicht, dass die zusätzlichen 19 Millionen Euro nur eine vorübergehende Lösung sind, die die grundlegenden Probleme des Sektors nicht angeht.
Debatte über Ausgabenprioritäten
Es gibt Stimmen, die meinen, die Regierung verbinde unnötigerweise kostspielige Sozialprogramme mit Einsparungen bei der Unterstützung für die bedürftigsten Schüler.
Sozialer und elterlicher Druck
Die Entscheidung fiel unter starkem Druck von Kampagnen der Eltern und Bildungskreise, die sich vor den Auswirkungen möglicher Kürzungen fürchteten.
Die irische Regierung hat nach mehrtägigen Koalitionsverhandlungen die Bereitstellung zusätzlicher 19 Millionen Euro für die Finanzierung von Assistenten für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SNA) im laufenden Jahr angekündigt. Die Entscheidung der Minister Hildegarde Naughton und Michael Moynigan soll garantieren, dass es im Schuljahr 2025/2026 zu keinen Kürzungen des Unterstützungsniveaus in den Schulen kommt. Zuvor hatten im Rahmen einer routinemäßigen Überprüfung der Zuweisungen durch den Nationalen Rat für Sonderpädagogik (NCSE) etwa 200 Schulen Benachrichtigungen über die mögliche Notwendigkeit einer Reduzierung der Anzahl von Assistenten erhalten, was sofortigen Widerstand von Eltern und Lehrerkreisen auslöste. Das SNA-Assistentenprogramm wurde in Irland Anfang der 1990er Jahre als Grundstein der Politik der inklusiven Bildung eingeführt, die die frühere Segregation von Kindern mit Behinderungen in Sonderschulen ersetzte. Seine Entstehung war das Ergebnis sowohl nationaler Kampagnen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen als auch breiterer internationaler Trends in der Sonderpädagogik.Bildungsministerin Hildegarde Naughton und Staatsminister für Sonderpädagogik Michael Moynigan haben den Überprüfungsprozess ausgesetzt, um die Situation zu beruhigen. „We want to reassure parents, pupils and schools that there will be no reductions to SNA supports in the coming school year.” (Wir möchten Eltern, Schülern und Schulen versichern, dass es im kommenden Schuljahr keine Kürzungen bei der SNA-Unterstützung geben wird.) — Hildegarde Naughton und Michael Moynigan Die Regierung begründet, dass die zusätzlichen Mittel aufgrund des stetigen Anstiegs der Anzahl von Schülern, die für Hilfe qualifiziert sind, notwendig seien, angetrieben durch bessere Diagnostik und eine konsequente Politik der Inklusion.19 mln € — zusätzlicher Finanzierung für SNA im Jahr 2026Die Entscheidung stieß jedoch auf scharfe Kritik von Gewerkschaftsseite. Ein Vertreter der Gewerkschaft Fórsa, die viele Assistenten vertritt, bezeichnete den Betrag als "Pflaster auf einer Wunde". Die Kritik betrifft das Fehlen eines langfristigen Finanzierungsplans, der Probleme mit unsicheren Verträgen, hoher Personalfluktuation und einer chronischen Diskrepanz zwischen Mitteln und tatsächlichen Bedürfnissen lösen würde. Position der Regierung vs. Kritik der Gewerkschaften: Wahrnehmung der Zuweisung von 19 Mio. €: vorübergehendes Pflaster auf einer Wunde (Fórsa) → Garantie für Stabilität der Unterstützung (Regierung); Diagnose des Problems: chronische strukturelle Unterfinanzierung → Reaktion auf die steigende Anzahl hilfebedürftiger SchülerEine breitere Debatte über die Prioritäten der Regierung löste ein Kommentar von Lorraine Courtney im "Irish Independent" aus. Die Journalistin warf der Koalition Heuchelei vor, indem sie gleichzeitig kostspielige universelle Sozialprogramme – wie kostenlose Schulbücher und Schulmahlzeiten für alle Grundschüler – fördere und Einsparungen bei der Unterstützung für die bedürftigsten Schüler erwäge. Ihrer Meinung nach sollten "grundlegende Bedürfnisse" nicht für "nette Extras" geopfert werden. Diese Argumentation findet bei Eltern von Kindern mit Behinderungen fruchtbaren Boden, die seit Jahren Kampagnen für eine größere Anerkennung der Rolle von SNA führen. Chronologie der Ereignisse zur SNA-Finanzierung: 23. Februar — Beginn der Alarmierung; 23. Februar, Abend — Erste Berichte über die Regierungsentscheidung; 24. Februar — Offizielle Bestätigung und KritikDie Perspektive der Eltern ist entscheidend für das Verständnis der Spannungen. Ein Artikel im "Irish Independent" stellt die Geschichte einer Mutter aus Limerick vor, die selbst SNA-Assistentin und Mutter eines Kindes ist, das solche Unterstützung benötigt. Sie betont, dass "Inklusion ohne Unterstützung nicht existieren kann". Ihre Stimme ist repräsentativ für Tausende irischer Familien, für die der Assistent eine unverzichtbare Verbindung ist, die ihrem Kind eine Bildung auf Augenhöhe ermöglicht. Die aktuelle Entscheidung der Regierung beruhigt die Situation zwar vorübergehend, beendet aber nicht die Diskussion über die Zukunft der Finanzierung der Sonderpädagogik in Irland, die ein fortwährender Kampf zwischen den Erwartungen der Eltern, Haushaltsbeschränkungen und den Zielen der Sozialpolitik bleibt.
Mentioned People
- Hildegarde Naughton — Bildungsministerin von Irland.
- Michael Moynigan — Staatsminister für Sonderpädagogik in Irland.
- Lorraine Courtney — Journalistin des Irish Independent, Autorin eines kritischen Kommentars über Regierungsprioritäten.