Meta hat eine grundlegende Änderung der Strategie für seine Metaverse-Vision angekündigt. Der Flaggschiff-Dienst Horizon Worlds wird aus dem Ökosystem der VR-Brillen Quest ausgegliedert und konzentriert sich auf die Verfügbarkeit auf Mobilgeräten. Die Entscheidung bedeutet eine Abkehr von der ursprünglichen Konzeption Mark Zuckerbergs von einer immersiven Welt, die ausschließlich über spezielle Hardware zugänglich ist, hin zu einem Wettbewerb mit Apps wie Roblox und Fortnite.

Ende der Integration mit Brillen

Die App Horizon Worlds verschwindet aus der Hauptschnittstelle der Quest-Brillen. Sie wird als separater Dienst ausgegliedert, hauptsächlich über Webbrowser und mobile Apps verfügbar sein.

Neues Ziel: Mobiler Markt

Meta nennt offen Spiele wie Roblox und Fortnite als Hauptkonkurrenten. Es will Milliarden von Smartphone-Nutzern erreichen, nicht nur die Nische der VR-Besitzer.

Umkehrung der ursprünglichen Vision

Dies ist eine radikale Abkehr von Zuckerbergs ursprünglichem Versprechen, der das Metaverse als 'nächstes Kapitel des Internets' präsentierte, das über fortschrittliche Brillen zugänglich sein sollte.

Kostenkürzungen bei Reality Labs

Der Wechsel erfolgt nach einer Reihe von Kostensenkungen, darunter der Entlassung von 10 % der Mitarbeiter der für das Metaverse zuständigen Abteilung Reality Labs und der Schließung von drei Entwicklerstudios.

Das Unternehmen Meta vollzieht eine grundlegende Wende bei der Umsetzung seiner Vision des Metaverse. Wie Samantha Ryan, Vizepräsidentin für Metaverse im Bereich Reality Labs, bestätigte, wird das Flaggschiff-Produkt des Unternehmens, die Plattform Horizon Worlds, nicht mehr integraler Bestandteil des Betriebssystems der VR-Brillen Quest sein. Stattdessen wird es zu einem separaten Dienst, der vor allem auf Mobilgeräten und über Webbrowser verfügbar sein wird. Das bedeutet, dass die App aus der Hauptnavigationsleiste der Quest-Geräte verschwindet und damit die Ära ihrer erzwungenen Integration mit VR-Hardware beendet. Diese Entscheidung stellt einen deutlichen Rückzug von der ursprünglich aggressiv beworbenen Vision Mark Zuckerbergs dar, der das Metaverse noch vor kurzem als Zukunft sozialer Verbindungen präsentierte, die über fortschrittliche Brillen zugänglich sein sollte. Seit 2014, als das Unternehmen Facebook Oculus VR kaufte und sich 2021 in Meta umbenannte, hat der Konzern Dutzende Milliarden Dollar in die Entwicklung von VR- und Metaverse-Technologien investiert. Zuckerbergs Vision war eine Antwort auf pandemische Trends und sollte die nächste Stufe nach dem mobilen Internet darstellen. Die neue Ausrichtung zielt direkt auf den von Anwendungen wie Roblox oder Fortnite dominierten Markt. Meta räumt ein, dass es um die Aufmerksamkeit von Milliarden Smartphone-Nutzern konkurrieren will, nicht nur um die weniger Millionen VR-Brillen-Besitzer. Der Strategiewechsel ist eine Reaktion auf die schwache Aufnahme von Horizon Worlds in der VR-Umgebung, die mit einer niedrigen Anzahl aktiver Nutzer und Kritik an der Erfahrungsqualität zu kämpfen hatte. „This is really exciting because it means we can reach billions of people, regardless of what device they„re on.” (Das ist wirklich aufregend, denn es bedeutet, dass wir Milliarden von Menschen erreichen können, unabhängig davon, auf welchem Gerät sie sich befinden.) — Samantha Ryan

Die Neuausrichtung der Prioritäten erfolgt nach einer Reihe von Misserfolgen und Kürzungen im Bereich Reality Labs. In den letzten Monaten hat Meta 10 % der Mitarbeiter dieser Abteilung entlassen und drei Entwicklerstudios geschlossen. Die Verlagerung des Schwerpunkts auf mobile Plattformen soll die Einstiegshürde für den durchschnittlichen Nutzer drastisch senken und Metaverse-Erfahrungen zugänglicher machen. Meta versichert, dass es die VR-Umgebung für Entwickler nicht vollständig aufgibt, die weiterhin Apps für die Quest-Plattform bauen können, aber es ist klar, dass die Investitionen und die Aufmerksamkeit des Unternehmens sich hin zu Technologien verlagern, die Menschen bereits täglich nutzen. 10% — des Reality Labs-Personals, das in den letzten Monaten entlassen wurde Änderung des Vertriebsmodells von Horizon Worlds: Hauptverfügbarkeit: Ökosystem der VR-Brillen Quest → Webbrowser und mobile Apps; Integration mit Hardware: In das Quest-System eingebaute App → Ausgegliederter, separater Dienst; Zielnutzer: Besitzer von VR-Brillen → Alle Smartphone-/Computernutzer prawda: Meta bestätigte, dass Horizon Worlds aus der Hauptschnittstelle der Quest-Brillen verschwinden und hauptsächlich außerhalb von VR verfügbar sein wird. Dies ist eine faktische Abkehr von der ursprünglichen Hardware-Strategie. (Erklärung von Meta) Branchenexperten bewerten diesen Schritt als Versuch, ein Projekt zu retten, das in seiner ursprünglichen Form die Erwartungen nicht erfüllt hat. Für Meta bedeutet dies eine Kurskorrektur, bei der das Unternehmen versucht, Wert aus den enormen Investitionen ins Metaverse zu ziehen, indem es ihn dorthin lenkt, wo bereits ein riesiges Publikum vorhanden ist: auf die Bildschirme von Smartphones.

Mentioned People

  • Mark Zuckerberg — Gründer und CEO von Meta, Hauptarchitekt der Metaverse-Vision.
  • Samantha Ryan — Vizepräsidentin für Metaverse im Bereich Reality Labs des Unternehmens Meta.