Das KBr-Zentrum der Mapfre-Stiftung in Barcelona eröffnet die Ausstellung „Walker Evans. Now and Then“, eine Retrospektive des ikonischen amerikanischen Fotografen, der für seine Dokumentation des Alltagslebens und der Opfer der Großen Depression der 1930er Jahre bekannt ist. Die Ausstellung hebt seinen innovativen Ansatz zum Medium Fotografie und seine Konzentration auf das Leben einfacher Menschen hervor, insbesondere von Farmerfamilien aus dem Süden der USA. Es ist die erste so umfassende Präsentation seines Werks in Spanien seit Jahren.

Retrospektive im KBr Barcelona

Die Ausstellung „Walker Evans. Now and Then“ im Zentrum der Mapfre-Stiftung präsentiert einen umfassenden Überblick über das Werk des amerikanischen Fotografen und zeigt seine künstlerische Entwicklung.

Ikonische Bilder der Großen Depression

Evans wurde berühmt durch Fotografien, die die Armut und den Alltag der Amerikaner, insbesondere von Farmerfamilien, während der Großen Depression der 1930er Jahre dokumentieren.

Innovativer Ansatz zur Fotografie

Der Fotograf war ein Wegbereiter, der den fotografischen Prozess ganzheitlich betrachtete – vom Bildausschnitt bis zur Veröffentlichung – und mit verschiedenen Stilen und Kameras experimentierte.

Präsentation zusammen mit Pérez Siquier

Die Evans-Ausstellung wird von einer Präsentation von Arbeiten des spanischen Fotografen Carlos Pérez Siquier begleitet, wodurch ein Dialog über die Dokumentation der Realität entsteht.

Das KBr-Zentrum der Mapfre-Stiftung in Barcelona eröffnet eine große retrospektive Ausstellung, die dem amerikanischen Fotografen Walker Evans gewidmet ist. Die Ausstellung mit dem Titel „Walker Evans. Now and Then“ bietet einen umfassenden Überblick über das Schaffen des Künstlers und zeigt ihn als aufmerksamen Chronisten des Alltags und als „Fotografen des Gewöhnlichen und Alltäglichen“, wie ihn die spanische Presse bezeichnet. Einen zentralen Teil der Ausstellung nehmen ikonische Aufnahmen aus der Zeit der Die Große Depression (Great Depression) war die tiefste Wirtschaftskrise in der Geschichte der industrialisierten Welt, die vom Börsencrash in New York 1929 an durch die meisten der 1930er Jahre dauerte. In den USA führte sie zu Massenarbeitslosigkeit von bis zu 25 %, dem Zusammenbruch Tausender Banken und extremer Armut, besonders in ländlichen Gebieten, was zum Gegenstand des fotografischen Programms der Farm Security Administration wurde. Großen Depression ein, die die schwierige Situation von Farmerfamilien in den Südstaaten der USA dokumentieren. Artikel betonen, dass Evans ein Innovator in seiner Herangehensweise an das Medium war. Er konzentrierte sich nicht nur auf den Akt der Aufnahme selbst, sondern interessierte sich für den gesamten Prozess – von der Wahl des Bildausschnitts über die Aufnahmetechnik bis zur finalen Veröffentlichung in der Presse oder in Buchform. „Er war ein seiner Zeit vorausgehender Wegbereiter“, heißt es. Die Evolution seines Stils wird durch die Präsentation von Arbeiten sichtbar, die mit verschiedenen Kameras und in verschiedenen Konventionen entstanden sind, was ihn zu einem „heterogenen“ Künstler macht. Die Evans-Ausstellung wird begleitet von einer Präsentation von Arbeiten des spanischen Fotografen Carlos Pérez Siquier, deren Eröffnung 2020 durch die Pandemie unterbrochen wurde. Damit schafft KBr einen Dialog zwischen zwei Künstlern, die „nicht versteckten, sondern der Populärkultur und der realen Welt direkt ins Gesicht sahen“. Die Kuratoren der Evans-Ausstellung betonen seine Fähigkeit, Schönheit und Würde aus scheinbar banalen, sogar brutalen Aspekten der Realität zu extrahieren, was seinen Werken eine universelle und zeitlose Dimension verleiht. Die Ausstellung in Barcelona bietet die Gelegenheit, das breite Spektrum von Evans' Schaffen kennenzulernen, das nachfolgende Generationen von Dokumentarfotografen beeinflusst hat. Seine Arbeitsmethoden – die Konzentration auf Details, der direkte Kontakt mit den Porträtierten und die Behandlung der Fotografie als komplexe Botschaft – bleiben aktuell. Für das spanische Publikum ist es auch eine Möglichkeit, berühmte Fotografien wie die Porträts der Familie Burroughs zu sehen, die dauerhaft in den Kanon der Bildsprache des 20. Jahrhunderts eingegangen sind. Die Ausstellung wird in den kommenden Monaten zu sehen sein und ist eine der wichtigsten Stationen der europäischen Tournee dieser Retrospektive.

Mentioned People

  • Walker Evans — Amerikanischer Fotograf, Hauptfigur der retrospektiven Ausstellung in Barcelona.
  • Carlos Pérez Siquier — Spanischer Fotograf, dessen Arbeiten parallel zur Evans-Ausstellung im KBr gezeigt werden.