Robert Crumbach, Minister für Finanzen und Europa des Landes Brandenburg, hat gefordert, die Kontrollen an den Binnengrenzen der Europäischen Union spätestens im Sommer 2026 zu beenden. Während die Bundesregierung ihre Beibehaltung bis September plant, verweisen die Landesbehörden auf einen drastischen Rückgang der Asylanträge sowie die negativen Auswirkungen der Restriktionen auf die lokale Wirtschaft und die Freizügigkeit der Bürger in der Grenzregion.
Forderung von Minister Crumbach
Der Ressortchef für Finanzen Brandenburgs appelliert für ein Ende der Kontrollen an der Grenze zu Polen spätestens im Juli oder August 2026.
Rückgang der Asylantragszahlen
Das Ministerium in Potsdam argumentiert, dass seit 2023 die Zahl der gestellten Asylanträge in Deutschland einen deutlichen Abwärtstrend aufweist.
Widerspruch der Regierung in Berlin
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat die Entscheidung bekräftigt, die Grenzkontrollen bis September 2026 zu verlängern.
Der Streit um die Zukunft des Schengen-Raums gewinnt in der deutschen öffentlichen Debatte an Schärfe. Robert Crumbach, Minister für Finanzen und Europa in Brandenburg, hat eine eindeutige Forderung nach dem Auslaufen der Kontrollen an der Grenze zu Polen erhoben. Nach Ansicht des Politikers ist die Aufrechterhaltung dieser Restriktionen rechtlich problematisch und trifft die Grundlagen der europäischen Integration. Crumbach wies darauf hin, dass der ideale Zeitpunkt für eine Rückkehr zur vollen Freizügigkeit die Umsetzung der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) wäre, die im Juni 2026 erfolgen soll. Er argumentiert, dass seit 2023 ein signifikanter Rückgang der Anträge auf internationalen Schutz zu verzeichnen sei, was die Rechtfertigung für eine weitere Grenzblockade untergrabe. Polen und Deutschland gehören zum Schengen-Raum, der theoretisch keine Passkontrollen vorsieht. Seit der Migrationskrise 2015 und weiteren Fluchtbewegungen führen jedoch viele Mitgliedstaaten regelmäßig vorübergehende Kontrollen wieder ein und berufen sich dabei auf nationale Sicherheitserwägungen. Eine völlig andere Position nimmt das Bundesministerium des Innern unter der Leitung von Alexander Dobrindt ein. Die Bundesregierung hat beschlossen, die Kontrollen an den Landgrenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz bis September 2026 zu verlängern. Als Hauptgrund wird die Notwendigkeit des weiteren Kampfes gegen die illegale Migration und die Aktivität von Schleuserkriminalität genannt. Dieser Ansatz wird nicht nur von Politikern aus Brandenburg, sondern auch von Wirtschaftsvertretern kritisiert, die auf Verzögerungen im Warentransport und Belastungen für Grenzgänger hinweisen. Nach Ansicht von Crumbach sind offene Grenzen die größte Errungenschaft Europas, die nicht für kurzfristige innenpolitische Ziele geopfert werden dürfen. „Die wiederholt verlängerten Kontrollen an den Binnengrenzen vieler Mitgliedstaaten gefährden diese Errungenschaft, sind aus europäischer Rechtsordnung problematisch und schränken die Freizügigkeit der Bürger ein.” — Robert Crumbach Juni 2026 — Termin für die Umsetzung der Asylsystemreform Positionen zu Grenzkontrollen: Termin für das Ende: September 2026 (Bundesregierung) → Sommer 2026 (Brandenburg); Hauptargument: Kampf gegen Migration und Schleuser → Schutz der Freiheiten und Unterstützung der Wirtschaft
Mentioned People
- Robert Crumbach — Minister für Finanzen und Europa des deutschen Landes Brandenburg, Gegner einer Verlängerung der Grenzkontrollen.
- Alexander Dobrindt — Bundesminister des Innern Deutschlands, der sich für die Fortsetzung der Kontrollen an den Landgrenzen ausspricht.
- René Wilke — Innenminister von Brandenburg, der sich zur erwarteten Verlängerung der Kontrollen geäußert hat.