Amerikanische Rettungsdienste haben die viertägige Bergungsaktion der Leichen von neun Personen beendet, die am Dienstag in einer Lawine in der Sierra Nevada ums Leben kamen. Die Tragödie, die als eine der verheerendsten in der Geschichte der USA gilt, traf eine fünfzehnköpfige Gruppe von Skibergsteigern und ihren Führern. Starker Schneefall und stürmischer Wind erschwerten die Arbeit der Rettungskräfte im Gebiet des Lake Tahoe nahe dem Gipfel des Castle Peak extrem.
Auffindung aller Opfer
Rettungskräfte bargen die Leichen von neun Skifahrern, die am vergangenen Dienstag in einer Lawine am Castle Peak ums Leben kamen.
Tragisches Gruppenprofil
Unter den Opfern sind sechs Mütter, die enge Freundinnen waren; auch drei Führer der Tour kamen ums Leben.
Ermittlung zu Fahrlässigkeit
Die Behörden untersuchen, ob der Organisator der Tour fahrlässig handelte, indem er den Aufstieg trotz Wetterwarnungen fortsetzte.
Schwierige Einsatzbedingungen
Die Operation dauerte vier Tage und wurde mehrfach wegen Schneestürmen und der Gefahr von Nachlawinen unterbrochen.
Das Sheriff-Büro des Nevada County gab am Samstag, den 21. Februar, bekannt, dass der neunte und letzte Leichnam des gesuchten Skifahrers gefunden wurde. Die Opfer sind sieben Frauen und zwei Männer im Alter von 30 bis 52 Jahren. Unter den Verstorbenen befanden sich sechs Mütter, die eine Gruppe enger Freundinnen bildeten, von denen zwei Schwestern waren. Die Gruppe, bestehend aus elf Kunden und vier Führern, befand sich in der Endphase einer dreitägigen Skitour, als sie von einer fast hundert Meter breiten Lawine erfasst wurde. Sechs Personen überlebten, und das Ereignis gilt als die tödlichste Lawine in den USA seit 45 Jahren. Die Sierra Nevada ist für plötzliche Wetterphänomene bekannt. Von der Tragödie der Donner-Gruppe im 19. Jahrhundert bis zu den heutigen Rekordschneefällen bleibt die Region um den Lake Tahoe aufgrund der spezifischen Struktur der Schneedecke vom Typ "maritim-kontinental" eine Herausforderung für Extremsportler.Medizinische und Ermittlungsdienste haben bereits alle Opfer identifiziert und ihre Familien benachrichtigt. Gleichzeitig haben die kalifornischen Behörden eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob es in der Sache zu grobem Fahrlässigkeit seitens des Unternehmens kam, das die Tour organisierte. Die Agentur Cal-OSHA prüft Aspekte der Arbeitssicherheit der Führer, von denen drei vor Ort starben. „They were mothers, wives, friends. This conclusion to the search brings closure to families, but the pain remains unimaginable” (Sie waren Mütter, Ehefrauen, Freunde. Dieser Abschluss der Suche bringt den Familien einen gewissen Abschluss, aber der Schmerz bleibt unvorstellbar.) — Shannan Moon. Die Wetterbedingungen während der Rettungsaktion waren extrem schwierig, was die Rettungskräfte am Freitag zwang, die Arbeiten vorübergehend wegen des Risikos weiterer Schneemassenabgänge einzustellen. Die Lawine, die am Dienstag niederging, riss erfahrene Sportler mit sich, die trotz des herannahenden Schneesturms versuchten, zur Basis zurückzukehren. In einem separaten Vorfall in derselben Region wurde auch die Leiche des Studenten der San Jose State University, Colin Kang, gefunden, der starb, nachdem er in einen sogenannten Schneetrichter im Skigebiet gefallen war. Bilanz der Teilnehmer der tragischen Tour: Todesopfer: 9, Überlebende: 6 91 m — Breite der Lawine, die die Skifahrergruppe erfasste
Mentioned People
- Shannan Moon — Sheriff des Nevada County, der die Rettungsoperation leitete
- Colin Kang — Student, dessen Leiche in einem Schneetrichter in derselben Region gefunden wurde