Der Auftakt der Qualifikation für die Frauen-Weltmeisterschaft 2027 bot große Emotionen und einige Überraschungen. Die polnische Nationalmannschaft spielte sensationell gegen die favorisierten Niederlande unentschieden und zeigte enorme Entschlossenheit in der Defensive. Unterdessen unterlagen die Iren in Dublin Frankreich mit 1:2, trotz einer Führung durch ein Tor von Katie McCabe, nach einem schnellen Doppelpack von Melvine Malard. England und Deutschland bestätigten ihre Dominanz, und die Schweiz startete erfolgreich in eine neue Ära unter Navarro mit einem Sieg gegen Nordirland.

Remis Polens gegen die Niederlande

Die polnische Nationalmannschaft erkämpfte einen wertvollen Punkt gegen die favorisierten Niederlande und präsentierte ein solides Abwehrspiel.

Irlands Drama gegen Frankreich

Die Französin Melvine Malard erzielte in acht Minuten zwei Tore und nahm den Iren damit die Chance auf Punkte.

England und Deutschland dominieren

Die Spitzenreiterinnen der Weltrangliste gewannen ihre Spiele souverän und bestätigten ihren Status als Hauptkandidatinnen für die Qualifikation.

Der Auftakt der Qualifikation für die Frauen-Weltmeisterschaft 2027, die in Brasilien ausgetragen wird, stand im Zeichen harter Konkurrenz und der Bestätigung der Klasse durch die europäischen Top-Teams. Die größte Resonanz im Land fand der Auftritt der polnischen Nationalmannschaft. Die Spielerinnen von Nina Patalon sorgten für eine beträchtliche Sensation, indem sie sich mit der weltbesten Mannschaft, den Niederlanden, punkteteilen. Die polnische Abwehr, angeführt von der stark aufspielenden Paulina Tomasiak, neutralisierte die Angriffe der Gegnerinnen effektiv, was in den niederländischen Medien für Bestürzung sorgte, die die Polinnen als ein taktisch äußerst unangenehmes und diszipliniertes Team wahrnahmen. Dieser Punkt könnte im Endeffekt im Kampf um die Qualifikation entscheidend sein. Äußerst dramatisch verlief das Spiel in Dublin, wo Irland auf Frankreich traf. Die Gastgeberinnen gingen durch ein Tor ihrer Ikone Katie McCabe in Führung und schienen kurz davor zu stehen, eine Überraschung zu landen. Doch die französische Mannschaft zeigte ihre Meisterschaftserfahrung. Melvine Malard erzielte in nur acht Minuten zwei Tore und drehte das Spiel. Die irischen Spielerinnen, insbesondere Megan Ward, verbargen ihren Ärger nicht und meinten, ihre Leistung hätte mindestens einen Punkt verdient. Das medizinische Team Irlands steht nun vor einer schwierigen Aufgabe, da der Einsatz von McCabe und Denise O'Sullivan im nächsten wichtigen Spiel gegen die Niederlande in Frage steht. Die Weltmeisterschaft 2027 wird die zehnte Ausgabe dieses Turniers sein. Zum ersten Mal erhielt ein südamerikanisches Land das Recht, auszurichten, was auf das dynamische Wachstum der Popularität des Frauenfußballs auf diesem Kontinent im letzten Jahrzehnt zurückzuführen ist.„I feel like somebody’s stabbed me in the heart” (Ich fühle mich, als hätte mir jemand das Herz durchbohrt) — Megan WardIn den anderen Gruppen ließen die Favoriten nichts anbrennen, auch wenn die Art einiger Siege zu wünschen übrig ließ. Die englische Nationalmannschaft, die amtierenden Europameisterinnen, zerschlug die Ukraine gnadenlos mit 6:1. Trainerin Sarina Wiegman bekam von ihren Spielerinnen genau das, was sie erwartet hatte: volle Dominanz und Effizienz von der ersten Minute an. Die Deutschen erledigten ihre Aufgabe ebenfalls solide und besiegten Slowenien. In diesem Spiel fiel besonders die Torflaute von Lea Schüller und Linda Dallmann auf, die nach einer schwächeren Phase in den Vereinswettbewerben wieder in Form fanden. Ihre Verfassung wird das Fundament für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Weg zu einer WM-Medaille sein. Die Schweiz, die unter ihrem neuen Trainer Navarro spielte, besiegte Nordirland mit 2:0. Trotz des Siegs bewerten die Medien in Zürich und Bern den Auftritt als "mühsam" und weisen auf die Notwendigkeit einer verbesserten Stabilität im Mittelfeld hin. Die Tore für die Gastgeberinnen erzielten Riola Xhemaili und eine Vertreterin der jüngeren Generation, was Hoffnung auf einen nahtlosen Generationenwechsel im Nationalteam macht. Der erste Spieltag zeigte, dass die Distanz zwischen der europäischen Spitze und aufstrebenden Mannschaften wie Polen oder Irland systematisch schrumpft, was eine der spannendsten Qualifikationsrunden in der Geschichte des Frauenfußballs verspricht.

Mentioned People

  • Paulina Tomasiak — Heldin des Spiels gegen die Niederlande, Schlüsselfigur der polnischen Abwehr.
  • Melvine Malard — Französische Stürmerin, Torschützin zweier Tore im Spiel gegen Irland.
  • Katie McCabe — Kapitänin der irischen Nationalmannschaft, Torschützin gegen Frankreich.