Die erste Runde der Qualifikation zur Frauen-Fußballweltmeisterschaft 2027 brachte erwartete Entscheidungen, doch nicht ohne Spannung. Die Nationalmannschaften Deutschlands und Englands feierten spektakuläre Siege und bekräftigten damit ihre Ambitionen auf die höchsten Ziele. Unterdessen erlebten die Italienerinnen einen Fehlstart im Duell mit den Schwedinnen. Der sportlichen Konkurrenz folgte ein starker politischer Akzent durch eine Geste iranischer Fußballerinnen, die sich beim Asienpokal weigerten, die Nationalhymne zu singen, und damit gegen das Regime protestierten.
Deutsches Torfestival
Die deutsche Nationalmannschaft besiegte Slowenien souverän, und die debütierende Larissa Mühlhaus erzielte ein Tor in ihrem ersten Einsatz.
England zerschlägt die Ukraine
Der 6:1-Sieg bestätigte den Status der Engländerinnen als Hauptfavoritinnen auf den Weltmeistertitel.
Politische Geste des Iran
Iranische Fußballerinnen weigerten sich, während des Asienpokals die Hymne zu singen, und reagierten damit auf Fragen zur Kriegssituation.
Italienischer Fehlstart
Die italienische Nationalmannschaft verlor gegen Schweden, was ihren schnellen WM-Aufstieg in Frage stellt.
Der Auftakt zum Kampf um die Tickets für das Turnier in Brasilien stand im Zeichen der Dominanz der europäischen Spitzenmannschaften. Die deutsche Nationalmannschaft präsentierte im Spiel gegen Slowenien offensiven Fußball und gewann hoch und unangefochten. Ein besonderer Moment war das Debüt von Larissa Mühlhaus, die ihr erstes Tor im Nationaltrikot bereits nach wenigen Minuten auf dem Platz erzielte. Auch die Führungsspielerinnen des Angriffs, Lea Schüller und Linda Dallmann, fanden zurück zu ihrer Torgefährlichkeit, was deutsche Kommentatoren nach ihren schwächeren Ligaleistungen beruhigte. Die deutsche Presse betont, dass das Team unter der Leitung des Übergangstrainerstabs sein Selbstvertrauen und seine Effektivität in der Chancenerarbeitung zurückgewonnen hat. Ebenso beeindruckend zeigten sich die Europameisterinnen. Die Engländerinnen unter der Führung von Sarina Wiegman zerschlugen die ukrainische Auswahl mit 6:1. Schlüsselfigur der Partie war Alessia Russo, deren zwei Treffer den Gegnerinnen bereits in der ersten Spielphase die Hoffnung auf ein günstiges Ergebnis nahmen. Die Trainerin der Lionesses lobte nach dem Spiel die taktische Disziplin und die Umsetzung der offensiven Vorgaben. Zur gleichen Zeit besiegte die Schweiz, die ihr Debüt unter Trainer Navarro gab, Nordirland mit 2:0. Obwohl das Ergebnis einen sicheren Erfolg suggeriert, weisen Schweizer Medien auf viele Mängel im Spielaufbau und eine schwächere Chancenverwertung hin, die in Duellen mit schwierigeren Gegnerinnen teuer werden könnte. Die Frauen-Fußballweltmeisterschaft, die seit 1991 von der FIFA organisiert wird, hat sich von einem Nischenereignis zu einem globalen Spektakel entwickelt. Das bevorstehende Turnier 2027 wird das erste in der Geschichte sein, das in Südamerika ausgetragen wird, was die Professionalisierung der Disziplin in dieser Region beschleunigen soll.Weniger Grund zur Freude haben die Fans in Italien. Die italienische Nationalmannschaft unterlag Schweden, was ihren Weg zur direkten Qualifikation erheblich erschwert. Trainer Andrea Soncin verbarg seine Enttäuschung nicht und verwies auf die physische Überlegenheit der Skandinavierinnen bei Standardsituationen. Außerhalb Europas leben die Weltmedien von den Ereignissen beim Asienpokal, wo iranische Spielerinnen eine mutige politische Geste vollzogen. Während der offiziellen Zeremonie weigerten sie sich, die Nationalhymne zu singen, und solidarisierten sich so mit den Opfern von Repressionen in ihrem eigenen Land. Sara Didar konnte in einem Gespräch mit Journalisten kaum die Tränen zurückhalten, was zu einem Symbol des Kampfes für Frauenrechte wurde, der über den Sport hinausgeht. „Das ist Wahnsinn, ich kenne solche Situationen nur aus dem Fernsehen und jetzt erlebe ich das selbst” — Larissa Mühlhaus
Perspektywy mediów: Liberale Medien in Deutschland und der Schweiz betonen den politischen Akt der Iranerinnen als Triumph des Mutes über Unterdrückung. Konservative Berichterstattung konzentriert sich hauptsächlich auf die Sportergebnisse und taktische Analysen und behandelt politische Gesten als Nebenschauplatz.
Mentioned People
- Larissa Mühlhaus — Deutsche Fußballspielerin, die in ihrem Debütspiel gegen Slowenien ein Tor erzielte.
- Sarina Wiegman — Niederländische Trainerin, die die englische Frauenfußballnationalmannschaft leitet.
- Alessia Russo — Englische Stürmerin, Autorin von zwei Toren im Spiel gegen die Ukraine.