Die Japanische Kommission für fairen Wettbewerb (FTC) hat am Mittwoch eine Durchsuchung in den Büros von Microsoft Japan in Tokio durchgeführt. Diese Maßnahme ist Teil einer Untersuchung, ob der Konzern gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen hat, indem er Kunden seiner Azure-Plattform bei der Nutzung von Diensten konkurrierender Cloud-Anbieter einschränkte. Berichten zufolge verdächtigen die Behörden Microsoft, möglicherweise den Betrieb seiner Software auf anderen Plattformen als Azure verhindert zu haben. Das Unternehmen aus Redmond äußerte sich nicht zu dem Vorfall, und die japanische Aufsichtsbehörde lehnte einen Kommentar ab.

Durchsuchung in der Tokioter Zentrale

Beamte der Japanischen Kommission für fairen Wettbewerb drangen am Mittwoch in die Büros von Microsoft Japan in Tokio ein und führten eine Durchsuchung im Rahmen einer förmlichen Untersuchung durch. Diese Maßnahme stellt einen Schritt im kartellrechtlichen Verfahren dar, das zu Sanktionen führen könnte.

Verdacht auf wettbewerbsbeschränkende Praktiken

Hauptgegenstand der Ermittlungen ist der Verdacht, dass Microsoft über seine Azure-Plattform Kunden unfair einschränkte, indem es ihnen die Nutzung von Diensten konkurrierender Cloud-Computing-Anbieter unmöglich machte. Dies könnte durch die Blockierung des Betriebs eigener Software auf anderen Plattformen erfolgt sein.

Kampf der Giganten auf dem japanischen Markt

Japan ist ein Schlüsselmarkt für globale Cloud-Anbieter wie Microsoft Azure, Amazon AWS und Google Cloud. Diese Unternehmen investieren dort erhebliche Mittel, um Verträge mit großen Konglomeraten und Banken zu gewinnen. Die Untersuchung der FTC könnte die Wettbewerbsposition von Microsoft in dieser Region beeinflussen.

Kein Kommentar der Beteiligten

Die japanische Wettbewerbsbehörde sowie Vertreter von Microsoft Japan lehnten einen Kommentar zu dem laufenden Verfahren und der durchgeführten Durchsuchung ab. Die Informationen stammen aus inoffiziellen, mit der Angelegenheit vertrauten Quellen sowie aus Medienberichten, einschließlich Nikkei.

Am Mittwoch, den 25. Februar 2026, drangen japanische Regulierungsbehörden in die Tokioter Büros von Microsoft Japan ein und führten eine Durchsuchung im Rahmen einer kartellrechtlichen Untersuchung durch. Diese Maßnahme, die durch inoffizielle Quellen und Medienberichte bestätigt wurde, stellt eine Eskalation der von der Japanischen Kommission für fairen Wettbewerb (FTC) geführten Ermittlungen dar. Gegenstand des Verfahrens ist der Verdacht, dass der amerikanische Technologieriese gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen hat, indem er gegenüber Nutzern seiner Flaggschiff-Cloud-Plattform Azure wettbewerbsbeschränkende Praktiken anwendete. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg untersucht die Behörde, ob Microsoft Kunden auf unfaire Weise die Nutzung von Diensten konkurrierender Anbieter erschwert hat, möglicherweise indem es den Betrieb seiner eigenen Software auf anderen Plattformen als Azure verhinderte. Solche Praktiken, wenn sie nachgewiesen werden, könnten einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung darstellen und die Verbraucherwahl einschränken. Japan, als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, ist seit langem Schauplatz intensiver Rivalität globaler Technologiegiganten. Die Japanische Kommission für fairen Wettbewerb, die nach dem Vorbild der US-amerikanischen Federal Trade Commission gestaltet ist, überwacht den Markt aktiv auf monopolistische Praktiken, insbesondere in dynamisch wachsenden Sektoren wie Cloud-Technologie und künstlicher Intelligenz. 3 — Hauptakteure aus den USA konkurrieren auf dem japanischen Cloud-Markt Die von der FTC durchgeführte Durchsuchung spiegelt den globalen Trend einer verschärften Aufsicht über dominante digitale Plattformen wider. Microsoft, Amazon und Google (Alphabet) führen weltweit einen kostspieligen Kampf um Unternehmenskunden, und der japanische Markt mit seinen großen Konglomeraten (sog. Keiretsu) und dem Bankensektor hat für sie Priorität. Alle drei Unternehmen haben dort ihre Investitionen in Infrastruktur und Personal erheblich erhöht. Die Untersuchung der japanischen Aufsichtsbehörde könnte daher nicht nur für die Position von Microsoft, sondern auch für das gesamte lokale Wettbewerbsumfeld im Cloud-Sektor von Bedeutung sein. Bisher haben weder die Behörde noch Microsoft Japan eine offizielle Stellungnahme zu der Angelegenheit abgegeben. Die Informationen stützen sich auf Medienberichte, einschließlich eines Berichts der Zeitung Nikkei, sowie auf anonyme Quellen, was für die frühe Phase von Regulierungsverfahren typisch ist.

Mentioned People

  • Mariko Katsumura — Journalistin bei Reuters, Autorin des Berichts
  • Chang-Ran Kim — Redakteur bei Reuters