Die spanische Guardia Civil ermittelt in Almería gegen zwei Personen, die des Betrugs beschuldigt werden. Sie sollen angeblich einen fremden Personalausweis verwendet haben, um mehrere Konten in Online-Casinos zu eröffnen, wo über 46.000 Euro gewonnen wurden. Die ausgewiesenen Gewinne wurden anschließend vom spanischen Finanzamt dem ahnungslosen Inhaber des Dokuments zugerechnet. Die Täter haben bereits ähnliche Urteile für frühere Betrugsfälle, und einer von ihnen verbüßt derzeit eine Freiheitsstrafe.

Identitätsbetrug für Gewinne

Zwei Männer nutzten einen fremden Personalausweis, um viele Konten auf Wettportalen zu eröffnen, wo sie Gewinne von über 46.000 Euro erzielten.

Opfer mit Steuern belastet

Das spanische Finanzamt (Hacienda) wies die auf diese Weise erzielten Einkünfte dem ahnungslosen Inhaber der gestohlenen Identität zu und belastete ihn mit Steuern.

Verdächtige mit Vorstrafen

Beide Verdächtige haben bereits frühere Verurteilungen für ähnliche Taten, und einer von ihnen verbüßt derzeit eine Freiheitsstrafe für frühere Straftaten.

Die Guardia Civil in Südspanien, in der Provinz Almería, ermittelt wegen eines ausgeklügelten Identitätsbetrugs (suplantación de identidad). Zwei verdächtige Männer sollen auf kriminelle Weise einen gestohlenen oder übernommenen Personalausweis (DNI) eines Bürgers genutzt haben, um in seinem Namen eine Reihe von Konten bei legalen, in Spanien tätigen Online-Wettplattformen zu eröffnen. Über diese Konten platzierten sie Wetten und erzielten laut Strafverfolgungsbehörden Gesamtgewinne von über 46.000 Euro. Ein entscheidendes Element des Verbrechens, das dem Opfer direkten Schaden zufügte, war das spätere Vorgehen des spanischen Finanzamts. Die Hacienda erhielt Informationen über die Casino-Einnahmen, wies diese Gewinne automatisch dem Inhaber des verwendeten Ausweises zu und belastete ihn mit den entsprechenden Steuerschulden, was ihn in eine schwierige rechtliche und finanzielle Lage brachte. Identitätsdiebstahl wird in Spanien gemäß Artikel 401 des Strafgesetzbuchs (Código Penal) verfolgt, der für das Sich-Ausgeben für eine andere Person, die ihr Schaden zufügen kann, eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu drei Jahren vorsieht. Das spanische Steuersystem umfasst seit 2012 auch Einkünfte aus Glücksspielen, die als Einkünfte aus Geldkapital besteuert werden. Die Betreiber von Glücksspielplattformen sind verpflichtet, Daten über Gewinne, die bestimmte Schwellenwerte überschreiten, an das Finanzamt zu übermitteln. Die Ermittlungen ergaben, dass die beiden Verdächtigen keine Neulinge in solchen Aktivitäten sind. Wie polizeiliche Quellen berichten, haben sie bereits frühere Verurteilungen für ähnliche Straftaten, was sie als Rückfalltäter qualifiziert. Einer der Männer befindet sich derzeit in einer Haftanstalt und verbüßt eine Strafe für frühere Taten, was das Ermittlungsverfahren zusätzlich erschwert. Die Guardia Civil handelt aufgrund von Meldungen des Geschädigten, der sich gegenüber dem Fiskus für nicht seine eigenen Einnahmen rechtfertigen musste. Der Fall offenbart Schwächen im Identitätsprüfungssystem des Online-Glücksspielsektors und das Problem der automatischen Zuweisung von Steuerverbindlichkeiten ohne tiefergehende Überprüfung der Einkommensquelle.